Kind der Drachen – Vernunft oder Liebe?

Kind der Drachen – Vernunft oder Liebe?
Preis: 15,00 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Webseite: www.sabinehentschel.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783741812682
Cara steht unter Schock. Zum ersten Mal in ihrem Leben weiß sie nicht, wie es weitergehen soll. Doch in all dem Chaos gibt es einen Hoffnungsschimmer, der ihr eine neue Perspektive geben wird... Nachdem Cara und Niel verurteilt wurden, bleibt Cara nichts anderes übrig, als mit Marces nach Prag zurückzukehren. Dort angekommen muss sie erkennen, dass Marces' düstere Seite langsam die Überhand gewinnt und ihr Leben bedroht. Doch in ihrer dunkelsten Stunde taucht ein Licht am Horizont auf: Gleich zwei neue Verbündete helfen ihr die Beweggründe der Unsterblichen zu verstehen. Während die Drachenkinder alles Erdenkliche versuchen um sie zu befreien, erfährt Cara, dass es bereits mehrere Revolutionsversuche einiger Unsterblicher gab, aber was fehlte, war ein wahrer Anführer. Und ausgerechnet sie soll nun diese schwierige Aufgabe übernehmen. Hat sie den Mut für sich selbst und für andere einzustehen? Ihr Zögern bringt sie schließlich in eine missliche Lage: Marces will sie unbedingt zu seiner Frau machen und verspricht dafür sogar eine Milderung von Niels Strafe. Aber ist dies wirklich der richtige Weg für Cara? Für wen wird sie sich letztendlich entscheiden? Für Marces (Vernunft) oder Niel (Liebe)? Begleitet Cara auf ihrem schwierigen Weg die Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu bewältigen.
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Der Schock sitzt tief

Garushins düstere Worte klangen in Daamiens Ohren nach: Dann kommen wir überein, dass Cara Buradi für schuldig befunden wird. Um weitere Vorkommnisse zu vermeiden übergeben wir sie in die Obhut des Hüters Marces. Alle Entscheidungen und Belange, die sie und ihre Person betreffen, werden von ihm getroffen. Sie ist als sein Eigentum zu betrachten – Daamien schüttelte verärgert den Kopf.

»Das darf doch nicht wahr sein!«, murmelte er wütend vor sich hin, während Nerifteri mit blassem Gesicht noch immer neben ihm auf der Bank saß. Sie vermochte kein Wort mehr zu sagen. Wie konnte es nur soweit kommen? Daamien gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn um sie zu beruhigen.

»Was wird jetzt mit Niel?«, wandte sich Varush an ihn.

»Ich habe keine Ahnung. Wirklich. Das habe ich nicht erwartet«, antwortete Daamien leise.

»Du musst zu ihm.«, flüsterte Nerifteri plötzlich. »Du musst ihm Mut machen.«

»Kann ich dich wirklich mit Varush allein lassen?«, hakte Daamien besorgt nach. Nerifteri nickte und versuchte ein wenig zu lächeln. Sie wusste, dass Niel Daamien jetzt mehr brauchte als irgendjemand sonst.

»Gut, ich suche ihn«, erwiderte Daamien und verließ daraufhin den Saal. Während er den anderen Unsterblichen durch die engen, dunklen Gänge zu den Treppen folgte, blickte er sich suchend nach Garushin um, in der Hoffnung, dass dieser wusste, wo man Niel hingebracht hatte. Ganz am Ende des Ganges konnte er ihn schließlich ausmachen.

»Garushin!« Aber Garushin reagierte nicht.

»Garushin!«, rief er erneut und blieb hartnäckig an ihm dran. Erst in dem Moment, als beide die Treppe erreichten, wandte sich Garushin zu ihm um. »Daamien, ich habe nicht viel Zeit. Ich habe noch andere Verpflichtungen. Was gibt es denn?«

»Wenn du erlaubst, würde ich gern noch einmal mit Niel reden, bevor wir abreisen«, antwortete Daamien ruhig und besonnen.

Garushin verzog kurz die Mundwinkel, ließ ihn aber gewähren. »Du hast meine Erlaubnis. Frag Tamilia, wo sie ihn untergebracht hat.«

Dann wandte er sich von Daamien ab und ließ ihn allein zurück. Daamien verbeugte sich, bevor er, über die Unsterblichen blickend, nach Tamilia Ausschau hielt. Der Großteil der Unsterblichen schien froh darüber zu sein, die Insel endlich wieder verlassen zu können. Sie drängten in Strömen nach draußen, als gäbe es kein Morgen. Man hatte das Gefühl, dass jederzeit eine Panik ausbrechen könnte und sie sich gegenseitig zertrampelten. Es dauerte eine Weile, bis Daamien Tamilia auf der anderen Seite des Treppenaufgangs ausmachen konnte.

»Wo ist Niel?«, rief er ihr zu. Sie reagierte zunächst nicht. Ihr mürrischer Blick zeigte ihm, dass sie sich insgeheim fragte, wieso ausgerechnet sie diese Aufgabe übernehmen musste. Sie war schließlich die Prinzessin und keine Bedienstete ihres Vaters.

»Niel ist im Kerker: dritte Ebene, rechter Turmabstieg.«,

rief sie ihm schließlich zu. »Aber du solltest dich etwas gedulden. Marces ist gerade bei ihm.«

Daamien nickte ihr dankend zu und lief hinunter zum Kerker. Weit kam er allerdings nicht. Darvu hielt ihn auf der ersten Eben auf und versperrte ihm den Weg. »Der Hüter ist bei dem Gefangenen. Er hat angeordnet, dass niemand sie stören darf. Nicht einmal Garushin.« Daamien runzelte verärgert die Stirn. Was sollte das?

Was hatte Marces bloß vor?

Er lief daraufhin schnellen Schrittes wieder nach oben zum Saal und suchte nach Varush und Nerifteri. In dem Gedrängel gestaltete sich das Ganze gar nicht so einfach. Er blickte sich mehrmals um. Die Vampire rempelten links und rechts an ihm vorbei. Man konnte ihre Abneigung ihm gegenüber im Raum spüren. Daamien versuchte sie so gut er konnte zu ignorieren. Er wusste, dass er sich von ihnen nicht aus der Reserve locken lassen durfte.

»Vater! Hier sind wir!«, rief ihm Varush zu, der seinen Vater von oben bereits entdeckt hatte. Er stand auf einem der Treppenabsätze und unterhielt sich mit seiner Mutter, Geremon und Tassi. Tassi schien sichtlich besorgt. Bei jedem Satz schüttelte sie ungläubig den Kopf.

Daamien trat zu ihnen und ergriff energisch den Arm seines Sohnes. Dann flüsterte er ihm ins Ohr: »Bring deine Mutter sofort nach Hause. Dann gehst du mit Andal zum Haus der Vampire und holst die anderen Drachen. Wenn irgendjemand versucht dich aufzuhalten, halt ihnen die Erklärung des Konzils vor. Sie sind alle mit dem Ende des Konzils freigesprochen. Eine Kopie dieser Erklärung liegt auf meinem Schreibtisch. Hol sie dir vorher. Ich werde ihnen erklären was passiert ist, wenn ich zurück bin.«

»Was ist los?«, hakte Nerifteri verunsichert nach.

Daamien gab ihr einen kurzen Kuss. »Ich bin mir nicht sicher. Sie lassen mich nicht zu Niel. Marces soll gerade bei ihm sein.«

Dann wandte er sich wieder an Varush: »Geht jetzt! Ihr müsst euch beeilen.«

Varush nahm sofort die Hand seiner Mutter und lief ohne ein weiteres Wort zu sagen, mit ihr davon.

Daamien blickte ihnen traurig nach und murmelte dabei in sich hinein: »Irgendwas stimmt hier nicht.«

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Seitenaufrufe: 14 mal Aufgerufen Am 3. November 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Drache, Eifersucht, Formwandler, Kampf, Liebe, Liebesgeschichte, Unsterblichkeit, Vampir, Vernunft, Werwolf
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