Kind der Drachen – Licht oder Finsternis?

Kind der Drachen – Licht oder Finsternis?
Preis: 15,00 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Webseite: www.sabinehentschel.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783737548670
Caras neues Leben scheint perfekt – sie kann endlich mit ihrer großen Liebe zusammen seien. Doch da ziehen am Horizont bereits die ersten, dunklen Wolken auf... Nachdem Marces und Cara ihre Zweisamkeit eine Weile allein genießen konnten, entscheiden sich beide dafür, dass es Zeit wird in die Welt der Sterblichen zurückzukehren. Cara beginnt daraufhin ein Studium in Jena und muss feststellen, dass es auch im normalen Leben jede Menge Hürden zu bewältigen gibt. Umso mehr Zeit sie jedoch mit den Sterblichen verbringt, desto häufiger muss sie ihre Liebe zu Marces vor den Anderen verteidigen. Diese Umstände und der Besuch von Tara und Elen verschlechtern zusehends die Stimmung zwischen Marces und Cara. Sie ist hin und hergerissen. Wem kann sie vertrauen? Nachdem sich Marces' und Elens Streitigkeiten von Tag zu Tag verschlimmern, ziehen zu alledem auch noch düstere Wolken am Himmel auf. Ein gerissener Gegenspieler von Marces treibt im Hintergrund sein Unwesen und seine Absichten sind tödlich. Für wen wird sie sich entscheiden? Für ihr sterbliches Leben (Licht) oder ihre unsterbliche Familie (Dunkelheit)? Begleitet Cara auf ihrem schwierigen Weg ihr eigenes Ich zu finden und dabei die Konsequenzen ihres Handels nicht aus dem Auge zu verlieren!
Leseprobe online lesen
Leseprobe herunterladen
Jetzt das Buch bei Amazon kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Ein Traum wird wahr

Mein Leben hatte sich seit jenen vergangenen Tagen vollkommen verändert. Niemals hätte ich gedacht, dass ich mit diesem Mann aus meinen Träumen einst alles teilen würde. Das Schicksal selbst hatte mir das größte Geschenk gemacht, dass es für mich gab – Marces.

Seit den Ereignissen auf der Burg, den Reisen zu Sylra und den anderen Drachen waren einige Wochen vergangen. Ich saß an jenem Tag allein im Garten. Marces war bereits drei Tage zuvor nach Jena aufgebrochen, um sich um »unser« neues Haus, wie er es nannte, zu kümmern. Es sollte alles fertig sein, wenn ich ihm am nächsten Morgen folgte. Marces rief ein paar Mal am Tag an nur um meine Stimme zu hören und um sicherzugehen, dass ich kein Traum war, wie er meinte. Manchmal versuchte er bei jenen Telefonaten ein paar Details über das Haus auszuplaudern, aber ich blockte jedes Mal ab. Es sollte eine Überraschung sein, so hatten wir es ausgemacht. Ich wollte vorher nichts davon wissen. Auch wenn meine Vorfreude auf unser gemeinsames, neues Leben groß war, genoss ich noch eine Weile die Unbeschwertheit und Stille seines Gartens. Er war meine Höhle.

Ein Ort, an den ich mich zurückziehen konnte. Abgeschottet von der Außenwelt gab er einem ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit. Auch unser neues Haus sollte solch einen Garten besitzen. Dies war meine einzige Bedingung. Ich brauchte solch einen Ort. Ich brauchte diese Stille, um mich von meinem neuen Leben mit allen seinen Möglichkeiten ab und zu abschotten zu können.

All die Wege, die ich gehen konnte, all die Entscheidungen, die gefällt werden mussten. Das Leben in Jena, das Leben als Student, eröffnete so viel, dass es mir zunächst etwas Angst machte. Aber ich bewies den Mut mich diesem zu stellen. Ich wollte mein neues Leben voller Freu-de und Zuversicht beginnen.

Während Marces also unser Haus einräumte, traf ich erste Vorbereitungen für die Universität. Meine Anmeldung für Jena war soweit durch. Der Studentenausweis sowie erste Blöcke und Einführungsliteratur lagen schon bereit. Ich freute mich wahnsinnig. Endlich konnte ich meiner Leidenschaft für die Altertümer dieser Welt nachgehen und mein Archäologiestudium beginnen. Außerdem freute ich mich darauf neue Leute kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Da die Menschen hier nichts von meiner Vergangenheit wussten, konnte ich ganz unkompliziert an die Sache herangehen.

Neben den neuen Erfahrungen, die auf mich warteten, blieben da aber auch zwei alt bewerte – Kesy und Adrian folgten uns nach Jena. Kesy in ihr Psychologiestudium und Adrian zu den Informatikern. Sie bezogen eine gemeinsame Wohnung in unmittelbarer Nähe zur Universität. Nachdem ich den Großteil meiner Sachen am Abend zusammengepackt hatte legte ich mich zeitig schlafen. Der folgende Tag sollte aufregend genug werden, dafür brauchte ich viel Kraft.

In jener Nacht schlief ich unruhig in Marces’ Bett. Er fehlte mir. Seine Nähe war etwas Unersetzliches. Ich drehte mich mehrmals im Schlaf um bis ich etwas Ruhe fand und schließlich träumte:

Im Traum öffnete ich die Augen. Ein heller Lichtstrahl blendete mich. Ich blinzelte ein paar Mal, bis ich wieder etwas erkennen konnte. Zunächst sah beziehungsweise fühlte ich nur mit den Füßen. Der Boden, auf dem ich stand, war fest, etwas kalt aber angenehm. Teilweise et-was glatt. Als ich die Füße bewegte, knarrte es unter ihnen. Ich blickte nach unten und erblickte einen Holzfußboden. Dielen oder so etwas, ich war mir nicht sicher, was es war. Es füllte den gesamten Raum aus, bis zu den Wänden, die ihn jenem hellem Gelb gehalten waren wie Marces’ Wohnzimmer. Direkt vor mir erstreckte sich eine breite Fensterfront, durch die das Licht hereinfiel.

Ich lief auf sie zu und bemerkte, dass es sich um breite Türen handelte, weswegen ich sie direkt aufschob und hinaustrat. Draußen erstreckte sich über die gesamte Breite des Hauses eine kleine Terrasse, die auf hölzernen Stützen leicht über dem Niveau des Gartens in jenen hinausragte. Der Garten lief nach hinten in den angrenzenden Wald über. Im vorderen Bereich standen mehrere alte Bäume sowie vereinzelte Rosenbüsche. Bereits von der Terrasse aus konnte man sehen, dass er wie jener in Marces’ Haus verwinkelt und geheimnisvoll war. Allerdings nicht so durchdacht wie dieser, eher natürlicher, ländlicher. Wie ein kleiner, eigener, verworrener Wald. Ich musste etwas schmunzeln.

Dieses Haus … Konnte es möglich sein, dass es unser Haus in Jena war? Hatte Marces es nicht abwarten können? Wollte er mir schon jetzt wenigstens einen Teil des Hauses zeigen? Ach – Marces.

In jenem Moment wachte ich auf.

Die Sonne ging draußen gerade auf. Er wusste, dass mir sein Garten fehlen würde. Wahrscheinlich hatte er mir genau, deshalb diesen Traum geschickt. Er wollte mir zeigen, dass ich auch in Jena meinen ganz persönlichen Platz haben würde.

Ich schüttelte den Kopf – Marces.

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 12 mal Aufgerufen Am 3. November 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Drache, Eifersucht, Formwandler, Freundschaft, Liebe, Romantik, Sexualität, Traum, Unsterblichkeit, Vampir
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.