Kenneth MacKenzie – Ein Unsterblicher erzählt

Kenneth MacKenzie – Ein Unsterblicher erzählt
Preis: 9,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Historisch
Webseite: www.vampir-vincent.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783944039695
Eine geführte Wanderung durch 350 Jahre schottische Geschichte, erzählt an Originalschauplätzen von einem, der es selbst erlebt hat… Vincent v. Parym ist ein Schriftsteller und ein Vampir. Auf einer Urlaubsreise lernt er den 17jährigen Schotten Kenneth MacKenzie kennen und stellt bald fest, dass hinter der Fassade des coolen rothaarigen Teenagers weit mehr steckt. Kenny wurde 1661 als Kind des keltischen Beltane-Rituals der Priesterinnen und Druiden von Callanish geboren, erlangte im Alter von 17 Jahren die Unsterblichkeit und dient seitdem seinem schottischen Volk selbst als Druide. In diesem Roman zeigt er Vincent die Spuren der historischen Ereignisse und berichtet über seine Erlebnisse und persönlichen Erfahrungen, immer begleitet von den Prophezeiungen seines Vaters, der als der „Brahan Seher“ in die Geschichte einging. Dabei fließt mehr Whisky als Blut…
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Leseprobe

Als Vincent im Morgengrauen von seinem Ausflug auf Lewis zurückkam, fand er das Sofa in der Hütte bereits belegt vor, Kenny und Mikah schliefen schon. Er schlich sich so leise wie möglich durch das Zimmer, warf aber dennoch einen Blick auf die beiden. Sie schienen total entspannt zu sein, Mikah lag in einer etwas pikanten Position auf dem Rücken, den Kopf zur Seite gedreht, Vorder-, Hinterpfoten und Rute weit ausgebreitet und schnarchte leise. Vincent konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, vor ihm lag entfaltet ein stattlicher Wolfsrüde. Kenny lag auf der rechten Seite, wie immer im langen Nachthemd und nicht zugedeckt, seine Wange ruhte auf seinem angewinkelten Arm, direkt auf den Druidenschlangen, wirr umhüllt von den hellroten Dreadlocks, sein Mund war leicht geöffnet. Keine Atembewegung war wahrzunehmen. ´Unvorstellbar, dass er vor 24 Stunden im Steinkreis Geister beherrscht hat. Jetzt sieht er eher wie ein großer, müder Junge aus´ dachte Vincent. Als er leise in sein Zimmer schlich, sah er nicht mehr, wie Kennys Mund sich zu einem leichten Lächeln formte. Dessen Geist hatte auch im Tiefschlaf die positiven Schwingungen, die von Vincents Gedanken ausgingen, wahrgenommen und als angenehm eingestuft.
Kenny war bereits mit den Vorbereitungen zu ihrem Frühstück beschäftigt, als Vincent, gesteuert von seiner Vampirnatur, bei Sonnenuntergang erwachte. „Guten Abend!“ rief Kenny ihm fröhlich zu.
„Guten Abend. Ich geh noch schnell meine Auseinandersetzung mit der Dusche ausfechten.“
„Wechselbäder sind gut für den Kreislauf, gerade nach dem Aufstehen!“ rief Kenny ihm nach.
Diesmal langte Kenny bei ihrer Mahlzeit ordentlich mit zu. Bald polterte Mikah zur Tür herein, schüttelte sich, dachte in Richtung Vincent: „Guten Morgen!“, und dann ein „Entschuldigung!“, bevor er Richtung Badezimmer verschwand, um sich auf seinem Handtuch vor Wonne ächzend zu wälzen.
Kenny räumte das Geschirr weg, machte das Sofa ordentlich, legte Torf nach, verstaute die Landkarte wieder im Schubfach und blieb dann vor dem Kamin stehen.
„Gut, länger kann ich es wohl nun nicht mehr hinausschieben. Setzt euch hin, ich hole den Whisky, lasst uns heute über Culloden sprechen.“
Als er die Gläser und die Flasche, die aus einer Destillerie von Skye stammte und deren Abfülldatum 1961 war, mit der Bemerkung hingestellt hatte: „Von einer Bekannten, die an meinen runden Geburtstag gedacht und die Flasche für mich aufgehoben hat“, grinste, „ja, der 300ste halt“, setzte er sich auch mit nieder und fragte, an Vincent gerichtet: „Oder möchtest du noch etwas zu den letzten beiden Nächten wissen?“
Dieser schüttelte den Kopf. „Nein, es war unwahrscheinlich beeindruckend und aufwühlend. Und was zwischen euch beiden vorgefallen ist, als Mikah mit in den Kreis sprang, geht mich nichts an. Weißt du, was ich denke? Ihr beide seid seelenverwandt. Der eine das Abbild des anderen. Yorgu hat mir viel über solche Beziehungen erklärt, Partner, die sich einmal gefunden haben, finden sich immer wieder, egal wo und zu welcher Zeit. Auch das Geschlecht spielt dabei keine Rolle. Der eine teilt das Leben und das Schicksal des anderen. Fühlt ihr es auch so?“
Beide blickten sich lange und intensiv in die Augen.

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Seitenaufrufe: 9 mal Aufgerufen Am 3. Oktober 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Fantasy, Kelten, Schottland, Vampir
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