Kellerschatten

Kellerschatten
Preis: 1,99 €
Autor:
Genres: Horror & Mystery, Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2018
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783743848276
Ein Dorf mitten im Nirgendwo. Daneben ein Wald, in dem angeblich ein Mörder sein Unwesen treibt. Zwischen beiden eine alte Villa, in der es angeblich spukt. Ausgerechnet in diese Villa zieht Rose mit ihrem Vater. Zunächst glaubt Rose den Gerüchten, die die seltsamen Dorfbewohner in Umlauf bringen, nicht. Doch dann muss sie an eigenen Leib erfahren, dass nicht nur der Spuk, sondern auch der Mörder sehr real ist, denn dieser spielt mit ihr ein Spiel auf Leben und Tod.
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Leseprobe

„Jeden Monat im Wald“

Ein Blatt, das fällt,
ein Ast, der bricht,
die Rinde zerschellt,
voll Schatten und Licht.

Rose reagierte zunächst nicht auf die Türklingel und wählte sich stattdessen ein Schlafzimmer aus. Ihre Wahl war schnell getroffen. Es war das einzige Zimmer, bei dem vor allem das Bett nicht so aussah, als würde es beim nächsten Windstoß zerfallen. Sie warf schon mal probehalber eine ihrer Taschen darauf.
Erst dann rannte sie nach unten, wollte nämlich doch hören, wer da gekommen war.
Schon von weitem hörte sie eine krächzende Stimme, die fast schrie, während ihr Vater immer wieder brummte.
Schließlich sah sie das … Weib. Eine alte Trulla. Die könnte glatt eine Hexe sein, mit dieser krummen Nase und diesen Falten. Passt voll ins Bild hier, dachte Rose.
„Ah. Hallo. Du musst die Tochter sein. Pass gut auf dich auf!“
„Und Sie sind?“, schleuderte Rose der alten Trulla entgegen.
Diese lachte nur, hässlich, krächzte dann: „Ich heiße Fay Gertraudel, junge Dame. He, he. Ich wohne am Ende des Dorfes und bin also sozusagen eure Nachbarin. Ich habe es schon deinem Vater erzählt, dass das Haus nicht umsonst leer stand, aber er wollte ja nicht hören.“
„Du kennst die bereits?“, wandte Rose sich an ihren Vater.
„Naja … ich habe sie bereits gesehen, als der Makler mir das Haus gezeigt hat.“
Dann wandte er sich wieder an diese Alte:
„Und Sie: Machen Sie meiner Tochter ja keine Angst mit diesen Schauergeschichten, die sie mir erzählt haben. Das hat mich nicht vom Kauf abgehalten und wird uns nicht davon abhalten, hier zu wohnen.“
Die Alte zuckte mit den Schultern. „Wie Sie meinen Mister Cooley!“, zischte sie.
Sie wandte sich schon zum Gehen.
„Ach ja, eins noch, da ihr ja anscheinend trotz allem hier wohnen wollt, geht ja nicht in den Wald. Vor allem du nicht, Mädchen.“
„Wieso? Spukt es da etwa? Geht da ein Axtmörder um?“, fragte Rose schnippisch.
Die Alte blickte sie ernst mit diesen dunklen Augen an.
„Ob er eine Axt hat weiß man nicht. Auf jeden Fall geht dort ein Mörder um, denn jeden Monat verschwindet einer von euch jungen Leuten im Wald und taucht nicht mehr auf. Und der Ort altert weiter.“
Daraufhin stützte sich die Alte auf ihren Gehstock und stakste davon.
Vater schrie noch hinterher: „Ich habe Ihnen doch gesagt, Sie sollen uns mit ihren Geschichten in Ruhe lassen. Lassen Sie sich hier ja nicht mehr blicken!
Die Alte drehte sich nicht mal mehr um, lachte nur hässlich: „JAHAHAHA“

„Die Alte hat sie ja nicht mehr alle! Dennoch: Hast uns ja echt einen tollen Ort rausgesucht!“
„Rausgesucht? Ich hab hier im Umkreis einen neuen Arbeitsplatz gefunden und das war nun mal eins der wenigen, freien Objekte. Man muss nehmen, was man kriegt. Das wirst du schon auch noch merken.“
Rose schnaubte nur und half dann ihrem Vater, das restliche Gepäck aus dem Auto zu laden.

„Keller“

Spinnenweben verhängen,
des Dunklen Gestalt.
Ratten drängen,
von Spalt zu Spalt.
Menschen schreien,
für sie ist’s kalt,
Stimmen wispern:
„Schon bald, schon bald.“

„Dad? Dad? Wo bist du?“, schrie Rose. Kaum dass sie ihr Zimmer halbwegs eingerichtet hatte und Richtung Esszimmer gegangen war, stellte sie fest, dass er einfach verschwunden war. Ohne was zu sagen.
Immer noch keine Antwort.
Typisch, dachte Rose. Muss ich mir eben selber was zum Essen machen. Wird in Zukunft bestimmt noch öfter vorkommen.
Dann fing auf einmal an der Boden zu beben. Rose traute ihren Augen nicht, als sich eine riesige Luke auftat, aus der ihr Vater gestiegen kam.
„Ist das ein Verlies oder so?“, fragte sie.
Vater lachte nur. Hustete dann.
„Nein, das ist der Keller des Hauses. Leider ist der kaum zu gebrauchen. Nur diese schummrige Beleuchtung und alles steht voller Kram vom Vorbesitzer oder von wem auch immer. Der Makler hat darüber gar nichts gesagt. Ich hätte den Keller wahrscheinlich auch gar nicht gesucht, hätte diese Gertraudel nicht ihre Spukgeschichten erzählt.“
„Du meinst die verrückte Alte von vorhin? Lass mich raten: Der Keller ist voll gefährlich und voller Geister und so …?“
„Ja, so was Ähnliches hat sie erzählt. Und es ist wirklich nicht besonders angenehm da unten. Alles voller Gerümpel, Spinnenweben, Staub und Dreck. Noch dazu so verwinkelt. Da war wahrscheinlich seit Jahren keiner mehr unten.“
„Ist ja auch egal. Können wir jetzt endlich was essen. Ich habe Hunger“, brummte Rose.

Orm Wooden schüttelte nur den Kopf. Dieser Typ ahnte ja nicht mal irgendwas und seine hübsche Tochter war ein verzogenes Gör. Bald schon würde ihnen das Lachen über seine Freunde, seine Freunde die Schatten, vergehen. Sie glaubten ja nicht an Spuk oder dergleichen, das hatte er schon mitbekommen. Er hörte mehr als sie alle ahnten, sah mehr als sie sahen, war näher, als sie je dachten. Sein Versteck war einfach genial.

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Seitenaufrufe: 22 mal Aufgerufen Am 21. Januar 2018 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Horror, Keller, Mörder, Schatten, spannend, Spuk, Thriller
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