Kampf um das Imperium – MARKAN-Saga Band 3

Kampf um das Imperium – MARKAN-Saga Band 3
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Science-Fiction
Webseite: www.cliffallister.info
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Wenn alles, für das man gekämpft und gelitten hat, verloren scheint – lohnt es sich dann noch, an die Zukunft zu glauben? Nach den Ereignissen der ersten beiden Bände fliegt Mark mit seinem neuen Schiff zurück zur Erde, um seine Adoptiveltern zu besuchen – doch ein technischer Defekt schleudert in Hunderte von Jahre in die Zukunft. Dort muss er schockiert feststellen, dass nichts so ist, wie er es erhofft und erwartet hat. Die Erde ist entvölkert und unbewohnbar und auch das Kendorianische Imperium ist zerfallen. Seine Freunde mussten schon vor langer Zeit fliehen und niemand weiß, wo sie geblieben sind. Doch sein Onkel Mellor hat etwas für ihn hinterlassen – wenn er es vor seinen alten Feinden finden kann …
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Leseprobe

1. An Bord der Alrena auf dem Weg ins Sol-System

Die Explosion war in der Kabine nicht zu hören. Nur
ein leichtes Zittern durchlief das Schiff, nicht stark
genug, um Mark aus dem Schlaf zu reißen. Im
Unterbewusstsein in seinem Traum gestört, drehte
er sich leise seufzend auf die andere Seite. Erst der
schrill aufheulende Alarm riss ihn in die
Wirklichkeit zurück. Mark schwang einen Fuß aus
dem Bett.
»Was zum Teufel …«, brachte er noch heraus,
bevor sich seine Kabine in einen Ort des Wahnsinns
verwandelte. Im gedämpften Licht der Beleuchtung,
die sich automatisch eingeschaltet hatte,
verformten sich die Kabinenwände. Es bildeten sich
Dellen und Ausstülpungen, und Teile der Wandung
begannen wie geschmolzenes Wachs langsam nach
unten zu rinnen. Wo sie den Blick auf das dahinter
Liegende freigaben, konnte er psychedelisch
schimmernde Farbwirbel erkennen. Er streckte die
Hand aus, um sich am Nachttisch hochzuziehen,
doch es fühlte sich an, als würde er in warmen
Sirup greifen. Seine Finger schienen einfach in der
Oberfläche des Nachttisches zu versinken.
Erschrocken riss er die Hand zurück, doch die
Finger ließen sich nicht aus dem Material lösen.
Stattdessen dehnte sich sein Unterarm auf fast die
doppelte Länge aus. Seltsamerweise verspürte er
keinen Schmerz.
Erneut durchlief eine Erschütterung das Schiff.
Diesmal war sie heftig genug, um ihn aus dem Bett
zu werfen, auf dessen Kante er immer noch saß, die
Finger seiner Hand anscheinend untrennbar mit
dem Möbelstück verschmolzen. Er fiel zu Boden,
wobei sich seine Hand glücklicherweise löste, dafür
jedoch drohte nun sein linkes Bein im
Kabinenboden zu versinken. Er wälzte sich auf den
Rücken und versuchte erneut, aufzustehen. Über
sich erblickte er schockiert anstelle der Decke eine
wabernde Blase, die ihn an Seifenblasen erinnerte,
wie er sie noch aus seiner Kindheit kannte. Die
dünne Haut wogte ebenso hin und her und auch sie
schillerte in den verrücktesten Farben, die
ineinander übergingen und durcheinanderwirbelten.
Dann hob sich sein Körper vom Boden
und er begann zu schweben.
Ich bin immer noch in meinem verdammten
Traum, dachte er, doch der nach wie vor heulende
Alarmton passte nicht zu dieser Theorie. Hilflos
drehte er sich langsam in der Luft, bis sein Gesicht
nach unten wies. Dann setzte die Schwerkraft
wieder ein und er krachte zu Boden, was diesmal
durchaus schmerzhaft war.
Mark erhob sich auf ein Knie und blickte sich
um. Die Kabine sah wieder völlig normal aus. Er
stand auf und setzte sich aufs Bett. Sein Unterarm
hatte die gewohnte Länge, der Nachttisch war fest
wie immer und auch die Kabinenwände sahen aus
wie am Abend zuvor. Keine Dellen oder
Beschädigungen, keine Löcher, hinter denen
psychedelische Farben wogten, und keine
Seifenblase an der Decke – nur der Alarm heulte
immer noch. Dann hörte das nervige Geräusch auf.
»Bist du okay, Mark?«, meldete sich Alrena über
das Bordkom. Er konnte die Besorgnis in der
Stimme der KI deutlich hören.
»Bei mir ist alles in Ordnung«, antwortete er.
»Was war das eben, verdammt noch mal?«
»Eine Quantendislokation. Wir sind knapp der
Vernichtung entgangen. Ein Defekt hat das
Tachyonengitter im FTL-Antrieb strukturell gestört,
wodurch wir Einflüssen übergeordneter
Dimensionen ausgesetzt waren. Das normalerweise
vom Quantenkompensator im Schiff aufrechterhaltene
Raumzeitgewebe des gewohnten
Einsteinraumes, welches von diesen Einflüssen
abgeschirmt sein sollte, wurde hierdurch
beeinflusst und es kam zu einem Kontinuumbruch.
Quantenmechanische Effekte haben Raum und Zeit
disloziert und wir wären beinahe im Hyperraum
vergangen.«
»Ich habe davon so gut wie nichts verstanden,
Alrena. Noch mal in normalen Worten, bitte.«
»Der FTL-Antrieb hatte eine Störung und wir
wissen weder genau wo noch wann wir sind!«
»Was soll das heißen – wann wir sind?«
»Es kam zu einem Effekt, der einer
Zeitdilatation bei annähernd lichtschnellem Flug
ähnlich ist. Während der Störung ist die Bordzeit
nicht synchron mit der des Einsteinraumes
verlaufen.«
»Und das bedeutet was?«
»Moment!« Die KI schwieg für ein paar
Sekunden, bevor sie sich wieder meldete. »Erste
Messungen anhand bekannter Sternkonstellationen
ergeben, dass wir einige tausend Lichtjahre vom
Kurs abgekommen sind – und dass im Rest der
Milchstraße mehr Zeit verstrichen ist als hier an
Bord.«
»Wie viel mehr?« Mark spürte, wie sich ein
Knoten in seiner Magengrube zu formen begann.
»Etwas mehr als siebenhundert solare Jahre,
Mark. Es tut mir leid!«

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Seitenaufrufe: 29 mal Aufgerufen Am 27. Juni 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Science Fiction, SciFi, SF, space opera
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