Käthe sucht… Geheimnisse in Barkenholt

Käthe sucht… Geheimnisse in Barkenholt
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Webseite: http://silvianagels.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783959261036
Käthe Hansen, eine rüstige Rentnerin, lebt in Barkenholt, einem kleinen Dorf mitten im Nirgendwo in Norddeutschland. Genervt von dem ewigen Einerlei in ihrem Leben wünscht Käthe sich ein wenig Abwechslung. Die erhält sie unerwartet, als sie gemeinsam mit ihrem Nachbarn Knut eine alte Geldkassette in ihrem Garten ausbuddelt. Neugierig stellen sie und Knut Nachforschungen an, die ein streng gehütetes Familiengeheimnis aufdecken. Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse und es wird gefährlich für Käthe und ihre Gefährten...
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1.

Sonntag

Ein Sonntagmorgen im Sommer, Käthe Hansen stand in der gemütlichen Küche ihres Reet

gedeckten Häuschens. Sie rührte den Kuchenteig für den obligatorischen Sonntagskaffee, zu

dem ihr Sohn mit Frau und den drei Enkelkindern vorbeikommen würde … wie jeden

Sonntag.

Während Käthe den Teig in die Kuchenform füllte, strich ihr Tigerkater Hansen um die Beine

und maunzte jämmerlich.

Käthe seufzte. »Hansen, du bist ein Vielfraß, und außerdem viel zu fett, weil du immer die

Teigschüsseln ausleckst.«

Der Kater schnurrte.

»Aber nur ein bisschen, und nicht alles auf einmal!«, schimpfte Käthe lächelnd und stellte

Hansen die leere Schüssel auf den Küchenboden.

Dann schob sie den Kuchen in den Backofen und stellte sich die Eieruhr.

Hansens Kopf verschwand vollständig in der Rührschüssel und nur noch ein gieriges

Schmatzen war zu hören. Sie machte sich eine Tasse Tee und ging in den Garten hinaus.

Käthe wohnte in dem kleinen Barkenholt mitten im Nirgendwo, rundherum nur Wiesen,

Felder und Wälder. Ein Dorf, in dem jeder jeden kannte, nichts passierte, sich Fuchs und Hase

Gute Nacht sagten. Die wunderschönen alten Reetdachhäuser lagen rund um den Dorfplatz.

Sie blickten auf den Tante Emma-Laden von Swantje Petersen und die kleine gotische

Backsteinkirche, wo Pfarrer Dierksen seine Gottesdienste feierte.

Käthes Häuschen, gekalktes Fachwerk mit kleinen weißen Sprossenfenstern, die von blauen

Fensterläden und Blumenkästen, bepflanzt mit Männertreu und Margariten, umrahmt waren,

stand in zweiter Reihe. Umgeben war es von einem herrlichen, aber etwas ungepflegten

Bauerngarten, in dem Malven, Rittersporn und Lavendel in verschwenderischer Pracht

blühten.

Ihr nächster Nachbar war der Bauernhof von Knut Sörensen, der mittlerweile von dessen

Sohn Hartmut und seiner Frau Anni bewirtschaftet wurde.

»Das Richtige für `ne Rentnerin wie mich«, dachte Käthe wie immer, wenn ihr Blick über den

Gartenzaun glitt, »viel Ruhe, keinerlei Aufregung, die `nen Herzklabaster verursachen könnte.

Das Leben kann schon ganz schön langweilig sein.«

»Moin Käthe«, schallte es da über den Zaun zu ihr herüber.

»Gottchen, Knut«, schnappte Käthe, »grad denk ich noch so, dass hier kein Herzinfarktrisiko

herrscht und dann kommst du …Magst `n Tee mittrinken?«

»Na sicher, Käthchen«, grinste Knut Sörensen und stieß die Gartenpforte auf. Er trug wie

immer seine speckige, abgewetzte Bauernmütze. Die Hose, in der ein verwaschenes

Karohemd steckte, wurde von breiten Hosenträgern gehalten.

Während Käthe zurück in die Küche ging, setzte Knut sich auf die Bank unter dem

Apfelbaum und schaute sich fachmännisch im Garten um. Der riesige, uralte Rhododendron

neben der Gartenpforte sah reichlich mitgenommen aus. Das benachbarte Obst- und

Gemüsebeet war mit Unkraut übersät. Die Erdbeeren und Johannisbeersträucher kämpften

mühsam ums Überleben, Möhren und Lauch waren fast gar nicht mehr zu erkennen.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Grundstücks blühte eine große Hortensie mit den

anderen Blumen, sofern sie nicht vom Unkraut erstickt wurden, um die Wette.

»Hast aber dieses Jahr nicht viel gemacht«, sagte er, als Käthe mit dem Tee wiederkam und

sich zu ihm setzte.

»Nee, ich weiß, hatte irgendwie nicht so wirklich Lust. Weißt du, als Fiete noch gelebt hat, da

war das was anderes. Der hat mich immer mitgezogen, hatte Ideen, was man denn anpflanzen

könnte, vor allem hatte er den Elan, jeden Tag im Garten rumzukrösen. Mir wird das alles

Zuviel. Bin ja schon froh, dass Swantjes Enkel Tim mir den Rasen mäht.«

Käthes Ehemann Fiete Hansen war, wie sein Vater und sein Großvater zuvor, der Dorfarzt

gewesen, bis er vor zwei Jahren völlig unerwartet starb.

Beide schlürften nachdenklich ihren Tee.

»Jaja«, nickte Knut. »Du tickst übrigens.«

»Meine Eieruhr für den Kuchen«, lachte Käthe, holte die Uhr aus der Schürzentasche und

stellte sie auf den Tisch.

»Ist doch wieder Sonntag, nachher kommen Peter und Gesine mit den Kindern.«

»Können die dir nicht im Garten helfen?«

Bewertung: 2.6 von 5 (5 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 94 mal Aufgerufen Am 24. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Detektivin, Krimi
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