Ja, ich will? (Boston Berserks 2)

Ja, ich will? (Boston Berserks 2)
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: https://www.facebook.com/pages/Aurelia-Velten
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Emily Petrows Leben ist ganz schön aus den Fugen geraten. Ihr Mistkerl von Freund hat sie schwanger sitzen lassen und nun steht sie vor dem Problem, wie um Himmels willen sie all dies ihrer sehr konservativen Familie beibringen soll. Ausgerechnet vor Mikhail Mihaly, einem Freund der Familie, bricht sie in ihrer Angst zusammen. Zu ihrer großen Überraschung bietet der ihr schon immer verhasste NBA-Spieler Emily eine Lösung an – diese würde allerdings nicht nur all ihre Probleme in Luft auflösen, sondern wäre auch noch einfach ungeheuerlich! Kann Emily sich wirklich auf Mikhails Angebot einlassen? (Es handelt sich um den zweiten Band der "Boston Berserks Reihe", dennoch sind alle Bücher auch unabhängig voneinander lesbar – jeweils mit abschließendem Ende)
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Leseprobe

Kapitel 1

Kies knirschte unter den Autoreifen, rechts und links seitlich davon glitten hohe Bäume an ihr vorbei. Die Allee, die sich vor Emily Petrow erstreckte, erschien endlos lang, aber hätte sie sie erst einmal hinter sich gelassen, wäre sie zu Hause.

Es war ein sonniger Tag, strahlend hell fiel Licht durch das Blätterdach und warf Muster aus Schatten und hellen Flecken auf ihre Wangen. Sie spürte die Wärme, die ihre Haut berührte, und seufzte. Ihre Woche war nicht gerade leicht gewesen. Vielmehr eine Tortur … Jetzt zu dem Haus ihrer Eltern zu fahren, mit ihnen und vor allem Emilys Geschwistern zu lachen, Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen, war genau das, was Emily in diesem Moment brauchte.

Nur für eine kurze Zeit wollte sie ihre Sorgen vergessen, sich zurücklehnen und endlich entspannen. Unwohl legte sie eine Hand auf ihren Bauch und fuhr sanft darüber. Emily ging es nicht gut an diesem Sonntagmorgen, aber auch das wollte sie vergessen.

Langsam kam sie dem großen Anwesen ihrer Eltern immer näher. Der noch verbleibende Weg vor ihr wurde kürzer und das Herrenhaus mit jedem Meter, den sie hinter sich legte, sichtbarer. Stückchen für Stückchen tauchte es langsam am Ende der Allee auf. Zuerst sah sie nur das Dach, dann die hohen Säulen und schließlich die großen Eingangstüren. Wie aus dem Nichts ragte es vor ihr in die Höhe. Es war ein Haus im viktorianischen Stil gehalten, aber es war riesig.

Als Emily merkte, wie nah sie dem Gebäude nun schon war, begann sie automatisch, aber unbewusst an ihren Kleidern herumzuzupfen. Saß auch alles perfekt? Sie klappte den Spiegel aus der Sonnenblende herunter und betrachtete ihr Gesicht. Weder war die Wimperntusche verschmiert noch der Hauch von Lippenstift, den sie sich aufgetragen hatte. So konnte sie ihren Eltern gegenübertreten. Diese legten viel Wert auf die äußere Erscheinung, vielmehr auf den äußeren Schein. Denn mehr würde Emily ihnen heute nicht präsentieren können … nur eine perfekt vorgespielte Fassade.

Was in ihrem Innersten vor sich ging, war eine ganz andere Sache. Zum Glück war es ihr von außen nicht anzusehen. Wieder legte sich ihre Hand auf ihren Bauch. Emily war schwanger. Erst in den ersten Wochen. Heute Morgen hatte sie sich mit ihrem Freund heftig gestritten … Vielleicht sollte sie eher Exfreund sagen, denn Drew war aus ihrem Haus gestürmt und hatte sich bisher nicht wieder gemeldet. Und wenn sie ehrlich war, hatte sie auch keine große Lust, ihn wiederzusehen. Nachdem Emily gesehen und gehört hatte, wie er auf die Nachricht ihrer Schwangerschaft reagiert hatte – wie er ausgeflippt war und sie angeschrien hatte –, wollte sie nicht länger etwas mit ihm zu tun haben. Er wäre ein schrecklicher Vater gewesen. Jetzt war ihr das endlich auch klar. Die rosarote Brille war ihr von den Augen gerissen worden. Aber besser jetzt als später. Wie hatte Emily nur je glauben können, es würde anders laufen? Wie hatte sie nur je glauben können, Drew würde sich über ein Baby freuen?!

Ganz einfach: Sie war ein Schwachkopf. Wann war Emily je mit einem anständigen Kerl zusammen gewesen? Mit einem Mann, der sie richtig liebte und achtete, der sie wertschätzte … An so jemanden konnte sie sich nicht erinnern. Sie war selbstzerstörerisch, eine verdammte Masochistin. Solange nur Emily selbst darunter hätte leiden müssen, wäre ihr das auch egal gewesen – wen kümmerte es schon, wenn sie jedes Mal aufs Neue auf diese dunklen, gefährlichen Typen hereinfiel, die ihre Sinne reizten, aber einfach nie die Richtigen für sie waren? Jedoch war es nun so weit, dass nicht mehr nur sie darunter leiden würde. Sie war schwanger, ihr Kind hätte keinen Vater.

Natürlich war es in der heutigen Zeit überhaupt kein Problem mehr, ein Kind als alleinerziehende Mutter aufzuziehen. Aber nicht innerhalb ihrer Familie. Denn die Familie Petrow schien in ihren Wertvorstellungen, Traditionen und der Ansicht gegenüber dem, was sich gehörte oder nicht, in der Zeit stecken geblieben zu sein. In der Familie Petrow wäre Emilys Verhalten beinahe ein Verbrechen. Sie wollte die Missachtung nicht in den Augen ihrer Eltern sehen. Ihr graute schon jetzt davor. Emily war nicht einmal sicher, ob sie sie weiterhin in ihrer Mitte akzeptieren oder ob sie sie einfach aus der Familie ausschließen würden. Sie war doch so oder so schon das schwarze Schaf in der Familie – und zwar wortwörtlich gesprochen. Sie war zwar die Tochter ihrer Mutter, aber nur die Adoptivtochter ihres Vaters. Über ihren leiblichen Vater wurde nicht gesprochen. Dieser war kurz nach Emilys Geburt gestorben – als Bauarbeiter war er von einem Gerüst gestürzt und tödlich verunglückt. Emily wusste nur, dass er kreolischer Abstammung gewesen sein musste, denn dieses Wort hatte sie im Laufe ihrer Jugend häufig genug aus dem Mund anderer gehört. Ihre Mutter hatte nur oft den Kopf über Emily geschüttelt – enttäuscht, als wäre es deren eigene Schuld, dass sie genau nach ihrem Vater kam und nicht in ihre neue Familie hineinpasste.

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Seitenaufrufe: 53 mal Aufgerufen Am 27. Mai 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Aurelia Velten, Basketball, Belletristik, Boston Berserks, Liebe, Liebesroman, Mikhail und Emily, Roman, Romantik, Sportlerroman
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