Irmhild Tochter Ansgars

Irmhild Tochter Ansgars
Preis: 12,95 €
Autor:
Genres: Belletristik, Historisch
Erscheinungsjahr: 2009
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783868700671
Wenige Jahre vor der Zeitenwende macht sich Rom daran, die Welt zu beherrschen. In diesen Jahren kommt im Cheruskerland Irmhild, eine arme Bauerntochter, zur Welt. Ihre erste Begegnung mit den Römern hat sie mit fünf Jahren, als Legionäre unter ihrem Anführer Drusus, dem Adoptivsohn des Kaisers Augustus, durch ihr Dorf ziehen. Mit den Jahren verstärkt sich Irmhilds Wunsch, ihr armes Heimatdorf zu verlassen, um in Rom ein besseres Leben führen zu können wie so viele andere auch. Zusammen mit Erik, einem jungen Mann aus dem Dorf und ihrer ersten großen Liebe, macht sie sich auf den Weg nach Rom ...
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Leseprobe

Ausschnitt aus dem 7. Kapitel

Irmhild arbeitete nun schon einige Wochen hier. Sie ging so in ihrer Arbeit auf, dass sie kaum mitbekam, wie sich ein Netz aus Intrigen immer enger um sie zog. In ihrer freien Zeit traf sie sich mit Markus, der sie so manches Mal aus dem Büro abholte, vorausgesetzt, er hatte auch freie Zeit. Dabei spürte er sehr wohl die Stimmung der drei Männer und besonders des Flavius, der ihn feindselig musterte. Er sprach Irmhild darauf an, und diese bestätigte ihm, von Flavius belästigt worden zu sein. Markus gefiel es immer weniger, dass Irmhild in diesem Schreibbüro arbeitete. Im Handwerksbetrieb seines Vaters Julius, einer Schreinerei, war er eingespannt, er lernte denselben Beruf wie sein Vater. Reichtümer konnten sie keine verdienen, aber sie hatten ein gutes Auskommen. Irmhild brauchte eine Weile bis sie begriff, dass die Römer auch nur mit Wasser kochten. So mochte es vielen ergehen, die ihrem erbärmlichen Dasein, der Armut, dem Hunger, den elenden Lebensbedingungen entfliehen wollten und sich nach Rom aufgemacht hatten. Und nur ganz wenige schafften es. Die Frauen landeten meistens im Bordell oder auf dem Sklavenmarkt. Irmhild erschauerte, sie wusste, dass sie nicht deswegen nach Rom gekommen war. Sie wollte ihr Leben mit Markus in die Hand nehmen und es sollte verdammt schwer werden. Sie hatte sich auch geschworen, dass sie sich nicht in die Betten einflussreicher Römer legen wollte, um ihr Ziel zu erreichen. Hätte sie nicht dem Sohn des Senators Lucius Imola das Leben gerettet, wäre ihr Leben genauso verlaufen wie das der meisten, die hier her kamen. Dass ihr dadurch Markus über den Weg gelaufen war, der sie genauso liebte wie sie ihn, konnte sie nur als Glücksfall begreifen und ihr Leben normalisierte sich wieder. Sie vergaß Erik nie, spürte aber nicht mehr diesen furchtbaren Schmerz.

Wie viele Römer aber gab es, die ein schönes, rötlich-blondes Germanenweib nur als Sklavin und Sexobjekt ansahen? Vielen Germaninnen war es gut genug, und diese an ihre Lebensumstände ihrer Heimat dachten, wusste niemand so recht.

Nach dem Spartakusaufstand vor vielen Jahren war das Los der Sklaven zunächst noch härter und schlimmer geworden, doch mit der Zeit begriffen die Römer, dass es von Vorteil sein konnte, ihre Sklaven gut zu behandeln. Zu beneiden waren sie aber trotzdem nicht. Es konnte schon sein, dass Sklaven zu den engsten Ver-trauten ihrer Herren wurden, aber dieses Los war dem Großteil der Sklaven nicht vergönnt.

Nun beging Flavius einen kleinen Fehler: Eines Tages nahm er Irmhild mit zur Warenannahmestelle, da sie Interesse daran bekundete. Sie wollte den Weg der Waren aus den fernen Provinzen Roms bis hier her nachvollziehen und über die Arbeit der Männer der Warenannahme Bescheid wissen. Schon am nächsten Tag war es soweit und Irmhild wurde durch Flavius den Männern der Warenannahme vorgestellt. Sie war sehr wissbegierig und stellte Fragen. Auch hier wurden seltsame Blicke, die ihr nicht gefielen, auf sie geworfen. In diesen Blicken stand Gier. Irmhild fand die Idee, sich bei der Warenannahme umzusehen, doch nicht mehr so gut. An diesem Tag gingen sie nicht mehr ins Büro zurück. In dieser Nacht hatte sie Albträume und erwachte schweißgebadet. Am nächsten Morgen wusste sie nicht mehr, was sie alles geträumt hatte. Zum ersten Mal seit langer Zeit schleppte sie sich mit Widerwillen ins Schreibbüro. Ahnte sie das drohende Unheil?

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Seitenaufrufe: 25 mal Aufgerufen Am 4. März 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tag: fiktiver Krimi
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