Im Sog der Macht

Im Sog der Macht
Preis: 1,49 €
Autor:
Genre: Erotik
Webseite: http://laenquis.wixsite.com/books
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783739695594
Robert Gälert, der Ehemann der zukünftigen Bürgermeisterin, liebt seine Frau und unterstützt sie in ihrer Karriere, wie es ihm möglich ist. Unbewusst kommt er mit der Machtposition seiner Frau nicht zurecht und sucht sich ein Ventil dafür. Er scheint es gefunden zu haben und fühlt sich in Sicherheit. Immer tiefer gerät er dabei in den Sog der Macht. Robert ist süchtig nach dem einzigartigen, berauschendem Gefühl. Mit einer Leichtigkeit und wie selbstverständlich holt Robert sich was er braucht, ohne wirklich Bewusste zu sein, was er damit anrichtet. Er ist der Macht verfallen, die er über die Frauen zu haben scheint. Bis er an die Falsche gerät.
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Leseprobe

Am Anfang war sie gar nicht darüber gestolpert, dass Robert Gälerd der Ehemann der Bürgermeisteranwärterin Simone Gälerd war. Alle Mitarbeiter waren nett und sehr entspannt bei der Sache. So ein Arbeitsklima hatte Elke vorher noch nie erlebt. Alle Getränke wurden frei zur Verfügung gestellt. Gegen ein kleines privates Gespräch zwischendurch sagte niemand etwas. Hier wurde nirgends auf den Vorgesetzten geflucht. Elke hörte sich öfters gespannt all die Lobeshymnen auf ihren neuen Chef an. Er sei immer freundlich und zuvorkommend. Begrüßte am Morgen jeden der etwa 50 Mitarbeiter persönlich, war dabei immer für eine Unterhaltung zu haben. Auch sonst gab es Vorzüge, die andere Firmen nicht boten, zum Beispiel die drei Betriebsausflüge pro Jahr.

  Elke ging gern zur Arbeit. Die wirklich wenigen Überstunden, die hier und da mal anfielen, machten ihr nichts aus. Jeden Morgen begrüßte sie Herr Gälerd tatsächlich mit einem Händedruck, dem manchmal eine kleine Unterhaltung folgte.

  Robert hörte seinen Angestellten dabei immer aufmerksam zu und merkte sich Details, um ein paar Tage später damit glänzen zu können.

  Die Kollegen waren stets freundlich zu ihr, dennoch wurde Elke auf Distanz gehalten. Den Grund dafür erfuhr sie von der sehr gesprächigen Reinigungskraft, die sie abends in der Büroküche antraf.

  Bei einem Becher Kaffee erzählte sie Elke, dass ihre Vorgängerinnen allesamt nicht lange geblieben waren.

  »Man sagt sich, dass sie sich in Herrn Gälerd verliebt hätten und nicht damit klarkamen, dass der gute Herr Gälerd dieses nicht erwidert habe. So verließen sie alle die Firma recht schnell. Keine blieb länger als ein halbes Jahr.

  So ein Verhalten wird bei den Mitarbeitern nicht gerne gesehen. Schließlich ist Herr Gälerd glücklich verheiratet. Das wisse doch jeder. Solche Details könne man schließlich der Presse entnehmen. So ein schönes Paar, die beiden. Und dann die niedlichen Kinder dazu. Außerdem ist Herr Gälerd zu jedem so freundlich. Selbst zu mir, wissen Sie. Mich sieht ja kaum jemand, aber der Herr Gälerd, der weiß meine Arbeit zu schätzen.«

  Die Reinigungskraft war in ihrem Redefluss nicht mehr zu bremsen. Elke hingegen war über diese Informationen erleichtert. Sie war sich sicher, dass ihr sowas nicht passieren könnte. Sie konnte gut Berufliches von Privatem trennen. Für eine unglückliche Liebe hatte sie zurzeit auch gar keinen Kopf.

  Sie bestritt keinesfalls, dass Robert attraktiv war. Seine blaugrauen Augen fesselten sie jeden Morgen bei der Begrüßung, auch wenn sie immer nur einen kurzen Blick riskierte. Sein kantiges Gesicht strahlte vor Optimismus. Ab und an gönnte er sich einen Drei-Tage-Bart, was ihn noch interessanter machte. Elke fand schon, dass man sich in seiner Nähe wohlfühlte und von seiner guten Laune angesteckt wurde, doch sich gleich in ihn zu verlieben? Dazu gehörte für Elke schon etwas mehr als ein sportlicher Körper im Anzug.

  An einem der folgenden Arbeitstage bekam Elke einen Anruf von Nina. Herr Gälerd bat sie um 15 Uhr zu einem Gespräch, um einige Ungereimtheiten in den Bilanzen zu klären. Dieser Vorgang sei durchaus nichts Ungewöhnliches. Elke freute sich, dass Herr Gälerd nach nur ein paar Monaten Vertrauen in ihre Arbeit hatte. Sie sollte in den Konferenzraum kommen.

  Etwas überpünktlich und schier nervös betrat sie den Raum, überrascht, Robert dort schon vorzufinden. Er stand vor dem Tisch, der den Raum komplett auszufüllen schien, und beugte sich gerade über ein paar Akten, als er Elke bemerkte.

  »Oh, Frau Hinze, Sie sind schon da. Kommen Sie doch schon mal rein. Ich muss nur noch schnell etwas erledigen, dann bin ich für Sie da.«

  Er setzte das gewohnte Lächeln auf und verschwand durch die Zwischentür in seinem Büro. Wie zufällig ließ er die Tür nicht ins Schloss fallen. Durch den Luftzug schwang sie sogar noch ein wenig weiter auf. Neben der Tür hing ein bodentiefer Spiegel, der Elke einen Einblick in Roberts Büro erlaubte. So konnte sie um die Ecke seinen Schreibtisch sehen.

  Sie schaute ihm etwas zu lange hinterher, wie sie sich gleich selber maßregelte.

  Elke, er ist dein Chef. Lass das!

  Doch sein Hintern zeichnete sich so schön in der maßgeschneiderten Anzughose ab. Da erlaubte sich Elke einen Blick mehr, als sie sich selber zugestand.

  Robert setzte sich auf einen der Sessel neben seinem Schreibtisch. Gut zu erkennen für Elke. Sie betrachtete ihn weiter ganz unverhohlen. So langsam konnte sie ihre Vorgängerinnen verstehen. Robert war wirklich ein charismatischer Mann, der es verstand, die Leute um den Finger zu wickeln.

  Seit ein paar Tagen ließ er sich einen Bart wachsen. Nicht verwildert, schön gepflegt und sauber gestutzt. Seine braunen Stoppelhaare würden bald kürzer sein als die Haare im Gesicht.

  Robert lehnte sich im Sessel zurück und machte seine Hose auf.

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Seitenaufrufe: 23 mal Aufgerufen Am 23. Februar 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Anzug, Französisch, Frauen, Hotel, Macht, Männer, Sex
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