Im Bann der Lilie (Band 1-4)

Im Bann der Lilie (Band 1-4)
Preis: 9,90 €
Autor:
Genres: Fantasy, Historisch
Webseite: www.mck-music.com
Erscheinungsjahr: 2013
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783942200905
Ein Auftragskiller der ganz besonderen Art sucht Paris im ausgehenden 18. Jahrhundert heim... Als adeliger und verhasster Bastard geboren wird der junge Marcel Saint-Jacques nach einem Mordanschlag durch den verführerischen und geheimnisvollen Marquis de Montespan zum Vampir gewandelt. Die Wirren der französischen Revolution trennen Meister und Schüler; jeder geht seinen eigenen Weg und ist doch auf der Suche nach dem anderen und dem eigenen Schicksal, das gerade für den jungen Marcel eine ganz besondere Berufung bereithält... Verhängnisvolle Affären und dunkle Geheimnisse säumen den Weg des jungen Chevaliers. Eine sinnlich-romantische Gay Historical Fantasy Serie! Die Ebooks erscheinen im Club der Sinne, die Taschenbücher im Brighton Verlag!
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Leseprobe

Leseprobe aus „Im Bann der Lilie“ Band 1

Bereits am Vortage des Maskenballs waren viele der hohen Gäste angereist. Versailles platzte fast aus den Nähten vor lauter Menschen, Viele von ihnen hielten sich geziert ihre Taschentücher vor die Nasen, denn Wasser und Seife wurde – wenn überhaupt – nur selten angewandt. Dafür tauchte man lieber in edle Duftwässerchen. Ganze Wolken von Parfüm schwebten so durch die Gänge des Schlosses, etwas, das dem Marquis wie auch dem Chevalier Saint-Jacques zuwider war. Dessen Mutter hatte ihn bereits als Kind regelmäßig in den Badezuber gesteckt. Weit mehr bewunderte Marcel die prächtige Ausstattung des Herrensitzes und die Deckenmalereien.

Die Diener der Aristokraten mussten auf dem nackten Boden in der Küche oder in den Stallungen schlafen. Kaum ein Raum, der nicht belegt war. Marcel und der Marquis trafen am frühen Morgen des Festes ein. Für sie war ebenfalls eines der Gemächer vorgesehen, in dessen Mitte ein riesiges Himmelbett platziert war. Aus Platzmangel würden sie sich Zimmer wie auch Bett teilen müssen. Ein Aspekt, der den Neigungen des Marquis durchaus entgegen kam. Dieser hatte ebenfalls einen Diener aus seinem Schloss mitgebracht, der sich um ihrer beider Wohlergehen sorgte, das Gepäck auslud und die Kostüme für den Abend herrichtete. Marcel würde als Gott Apoll daher kommen, während der Marquis sich für den Höllenfürsten persönlich entschieden hatte. Die goldbestickte, ansonsten aber weiße griechische Tunika bildete einen hübschen Kontrast zu der leicht gebräunten Haut des jungen Saint-Jacques. Dazu trug er eine goldene Augenmaske, die nur die untere Gesichtspartie mit dem sensiblen Mund frei ließ. Das leicht gewellte, schwarze Haar fiel offen auf die Schultern. Eine prächtige Spange schmückte die Tunika auf der rechten Schulter. Das Tuch verlief unter der linken Achsel und ließ die linke Schulter frei. Ein breiter Oberarmreif war der Schmuck auf dieser Seite. Ein goldener Gürtel betonte die Taille, über die das Tuch locker drüber fiel. Das ganze endete in rockartigen Falten auf Kniehöhe. Ebenfalls goldene Schnürstiefel rundeten das Bild ab. Der Marquis war dagegen ganz in schwarz schimmerndes Tuch gekleidet, mit einem roten Umhang und einer ebenfalls roten Teufelsmaske. Nur seine markante Frisur mit den dunklen Strähnen im silbergrauen Haar würde ihn verraten, wenn man ihn persönlich kannte. Eine rote Schleife hielt das lange Haar hinten zusammen. Alle hatten sich in kostbare Kostüme gekleidet und repräsentierten

die Geschöpfe der Mythologie ebenso wie historische Figuren. Nachdem der König seine Gäste, welche alle einzeln vom Marshall angekündigt wurden, begrüßt hatte – was allein drei Stunden in Anspruch nahm – eröffnete er den Ball. Das mehrköpfige Orchester spielte zum Tanz auf und der Champagner floss in Strömen. Der Marquis hielt sich lieber etwas abseits von dem Trubel und plauderte mit dem einen oder anderen der Gäste auf der Empore, von wo aus man den darunter liegenden Tanzsaal im Auge behalten konnte. Madame de Montespan – nun wieder rank und schlank – trat zu ihm in einem übertrieben jugendlichen Kostüm eines Blumenmädchens. Ihr künstlicher Leberfleck hatte nun die Form eines Herzens angenommen.

„Ich danke Euch für Eure Unterstützung, Marquis. Meine Konkurrentin hat den Hof verlassen, da der Arzt ihr dringend zu einer Luftveränderung riet. Der König ist mir wieder wohl gesonnen, was vielleicht auch an Eurem kleinen Rezept für einen Liebestrank liegt.“ Sie kicherte leise.

Der Marquis verbeugte sich.

„Ich bin entzückt, Euch so wohlbehalten und fröhlich wieder zu sehen. Meine herzlichsten Glückwünsche zur Geburt Eurer kleinen Tochter.“

Es folgten noch einige belanglose Höflichkeitsfloskeln. Die Geräuschkulisse in den hohen Räumen bestand aus einer Mischung aus Musik, Gesprächsfetzen und dem leisen Klirren von Kristallgläsern. Obwohl ihn immer wieder der ein oder andere Gast in eine Unterhaltung verwickelte, ließ Julien seinen Schützling nicht aus den Augen, der sich unten im Saal prächtig amüsierte. Der Gedanke, Marcel in dieser Nacht bei sich zu haben, ließ wohlige Schauer über seinen Körper rieseln. Er konnte es kaum erwarten, dass das Fest zu Ende ging.

Bewertung: 5.0 von 5 (2 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 35 mal Aufgerufen Am 6. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Dark Fantasy, Frankreich, Historisch, Napoleon, Revolution, Vampire
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