Ihre innersten Dämonen

Ihre innersten Dämonen
Preis: 3,49 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.blog-und-stift.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Einige Jahre nach ihrer Entführung durch den Campus Rapist von Norwich ist Andrea mit ihrer Familie nach East Anglia zurückgekehrt, um für die Polizei als Profilerin zu arbeiten. Die Vergangenheit scheint vergessen, bis der Leichnam einer Studentin in den Sümpfen gefunden wird. Kollege Christopher traut sich fast nicht, Andrea den Fall vorzustellen, denn die Todesumstände der jungen Frau ähneln denen der Campus Rapist-Opfer bis ins Detail. Dafür gibt es nur eine schlüssige Erklärung: Er hatte einen Mitwisser. Doch für Andrea ist klar, daß sie den Fall übernimmt, denn keiner kannte den Rapist so gut wie sie ...
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Prolog

Du siehst, wie er den Kellerraum betritt. Gleich ist es soweit. Endlich. Wie gebannt sitzt du da und siehst zu. Beobachtest, wie er sich auf die Bettkante setzt, mit ihr spricht. Sie sieht ihn an. Fürchtet sich. Zwar hält sie sich erstaunlich tapfer, aber du weißt genau, was sie fürchtet.

Und es wird passieren.

„Hast du Angst?“ fragt er sie. Mit geweiteten Augen blickt sie zu ihm auf und nickt schließlich. Mehr bleibt ihr geknebelt auch nicht übrig.

„Das ist gut“, sagte er. „Weißt du, das macht es perfekt. Du bist einfach perfekt, kleine Andrea.“

Sie schließt die Augen, wimmernd. Dein Herz pocht, als du siehst, wie er sie anfaßt. Du würdest alles dafür geben, dabei sein zu können. Seine Hand gleitet von ihrem Oberkörper bis in ihren Schoß und sie kann nichts dagegen tun. Gefesselt und splitternackt liegt sie da, starrt ihn an. Sie weint. An ihren schnellen Atemzügen und dem Ausdruck in ihren Augen liest du ihre Angst ab. Das fühlt sich gut an. Es ist richtig, daß sie Angst hat.

Dann hält er inne. Jetzt ist es soweit.

„Nein, ich glaube, so mache ich es jetzt nicht. Ich will, daß du vor mir kniest“, sagt er.

Erneut bricht sie in Tränen aus und zappelt, gerät in Panik. Will schreien, kann aber nicht. Er läßt sie nicht. Sie zappelt und schluchzt, aber er schlägt sie. Danach bindet er sie los. Sie versucht, sich zu wehren, doch ihre Gliedmaßen gehorchen ihr nicht. Außerdem kommt sie niemals gegen ihn an.

Er drückt sie vor dem Bett auf den Boden. Ihre Hände sind immer noch gefesselt; sie verharrt reglos, weinend. Dich ergreift eine ekstatische Freude, als du das siehst.

„Warum stellst du dich denn so an?“ fragt er. „Dein Freund hat das doch auch getan. Genau so, nicht wahr?“

Er packt sie an den Haaren, was dem Ganzen einen animalischen Ausdruck verleiht. Komm, tu es. Besorg es ihr, so wie sie es noch nie hatte.

Sie weint, wischt sich mit den zitternden, gefesselten Händen die Tränen ab. Armes Mädchen.

Er löst seinen Gürtel mit der einen Hand und berührt sie mit der anderen. Ja, komm schon. Gleich ist es soweit!

Geräusche. Erst klingt es wie ein Rascheln, aber dann begreifst du, daß es Schritte sind. Du siehst zwei Gestalten, eine davon in Uniform. Die andere …

Das kann nicht sein. Er sagte doch, ihr Freund sei tot!

Aber das ist er nicht. Er ist sehr lebendig, wenn auch mit einem Verband am Kopf. In der Hand hält er eine Waffe, die er entsichert. Seelenruhig. Er steht gleich daneben und läßt sich nicht aus der Ruhe bringen.

„Das würde ich dir nicht raten“, sagt er und zielt auf Jons Kopf. Du wagst kaum zu atmen.

Doch Jon bleibt ruhig. Er wendet den Kopf. „Du bist doch tot.“

„Du bist nicht nur krank, sondern auch dumm“, erwidert ihr Freund. „Weg da, und zwar ein bißchen plötzlich, ist das klar?“

Nein. Das darf nicht wahr sein. Wie kommt er dorthin? Mit der Polizei …

„Du hast eine hübsche Freundin“, sagt Jon. Er läßt sie nicht los, nicht einmal dann, als der Polizist ihn anbrüllt.

Eher will er sie töten.

Dein Herz rast und dir ist heiß, als du beobachtest, wie Jon sie würgt. Dann ein Knall und du zuckst zusammen. Ungläubig mußt du mitansehen, wie Jon schwer und ungebremst zu Boden geht. Tot. Erschossen, mit einem Loch im Kopf.

Du schreist. Du brüllst geradezu. Du starrst auf die Szene, ohne noch etwas wahrzunehmen. Du siehst nur ihn, wie er daliegt und sich eine dunkle Lache unter ihm ausbreitet.

Tot.

In dir fühlt sich alles genauso an. Das kann nicht wahr sein. Das ist unmöglich. Es war doch alles perfekt geplant. Es sollte jetzt soweit sein.

Plötzlich traust du deinen Ohren kaum.

„Niemand kann Ihnen dafür einen Vorwurf machen.“

Fast fegst du deine Tasse vom Tisch. Dann erst wird dir klar, daß sie dich kriegen, wenn du die Übertragung nicht sofort unterbrichst. Impulsiv ziehst du den Stecker aus der Buchse und sinkst zitternd zurück auf deinen Stuhl. Keuchend starrst du auf den Bildschirm und das Standbild, das darauf eingefangen ist. Andrea in den Armen ihres Freundes.

Das werden sie bereuen.

Dann verlierst du die Beherrschung.

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Seitenaufrufe: 37 mal Aufgerufen Am 12. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: England, Profiler, Profiling, Psychothriller, Serienmord, Serienmörder, Spannung
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