Ignoranz – Toleranz? Mein Abenteuer Schwiegereltern

Ignoranz – Toleranz? Mein Abenteuer Schwiegereltern
Preis: 10,10 €
Autor:
Genre: Belletristik
Erscheinungsjahr: 2008
Erhältlich: Als gedrucktes Buch
ISBN: 9783866834040
Der Konflikt Schwiegertochter - Schwiegereltern hat unendlich viele Facetten, da die Gesellschaft von gegensätzlichen Interessen bestimmt wird. Der Schwerpunkt liegt bei Toleranz oder doch Ignoranz? Im Buch zeigt sich das Ringen um Anerkennung. Frauen heiraten, haben Lebensträume, suchen Verständnis und des Lebens Buntheit. Wie werden Frauen aber in der neuen Familie ihres Partners angenommen? Zwischen den Generationen löst der unterschiedliche Sprachgebrauch ganz andere Gefühle aus. Oft finden sie sich wieder in einem abwechslungsreichen und teils spannenden Alltag.
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Leseprobe

Wenig ist bekannt vom leidvollen Weg so mancher Schwiegertochter. Was weiß man schon von ihrem inneren Leidensdruck?

Versuchen Schwiegertöchter darüber zu sprechen, begegnen sie meist Ablehnung und sehen sich Verachtung gegenüber.

Seit dem ersten Zusammentreffen mit meinen Schwiegereltern sind mehr als 35 Jahre vergangen.

Nun ist es endlich an der Zeit, das Schweigen über meine gemachten Erfahrungen nicht mehr zu akzeptieren und ich entscheide mich, meine Geschichte diesem Buch anzuvertrauen.

Oft schon hatte ich die Absicht alles niederzuschreiben, aber zwischen Vorsatz und Umsetzung besteht ein himmelweiter Unterschied. Immer wieder wollte ich mir die Freiheit bewahren, mir das Ganze noch einmal zu überlegen, aber mit jeder Verletzung wurde ich mir meines Weges sicherer.

Oft war ich selbst verwundert, dass ich nach allem, was ich an Erfahrungen gesammelt habe, nicht verbittert oder gar griesgrämig geworden bin.

Ich wollte mir Oasen der Stille und des Rückzuges schaffen, damit ich daran wachsen und reifen kann und nicht so leicht zerbreche  –  wie chinesisches Porzellan. Trotz der massiven Verachtung, mit der ich all die Jahre konfrontiert war, kann ich heute noch guten Gewissens sagen:  

Ich bin stolz, Michaels Frau zu sein.

Für Momente werde ich nachdenklich und bekomme schon bei dem Gedanken Angst, wie viele Probleme man durch Schwiegereltern kriegen kann.

Als junge Ehefrau träumte ich von einem liebevollen Umgang mit der Familie meines Mannes und unserer eigenen kleinen Welt.

Eigentlich sollte das Zusammenleben von jung und alt mehr verbinden als trennen.

Doch das Aufatmen aus den Alltäglichkeiten wollte uns einfach nicht gelingen. Das Misstrauen mir gegenüber war enorm und ich wurde systematisch zur Aussätzigen gemacht. Aber ich konnte diese Absonderung einfach nicht gelten lassen.

Ich hatte ja so darauf gewartet, dass mir meine Schwiegereltern nur einmal die Hand entgegengestreckt und mich einfach nur einmal berührt hätten. Immer wieder wollte ich die Mauer zwischen uns niederreißen und den Gefühlen freien Lauf lassen, denn ein Regenbogen nach einem heftigen Sturm erzeugt auch Freude und Erleichterung.

Doch leider hatte das gegenseitige Zutrauen von Anfang an schon ein Ablaufdatum und unsere Mauer wurde zwischenzeitlich unüberwindbar.

Schwiegertöchter sollen sich um die „Alten“ kümmern. Wenn Leid und Gebrechlichkeit über die Eltern kommt, sollen sie da sein. Das ist die Erwartung der Gesellschaft an uns

„Schwiegertöchter“

Wir sind also eine Sache für schlechte Tage.

Wenn es um die gemeinsamen Freuden des Lebens ging, traute man mir als Schwiegertochter nur ganz wenig zu.

Lebenslust und aufopfernde Pflege – warum nur so ein Widerspruch?

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Seitenaufrufe: 70 mal Aufgerufen Am 3. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: berührend, lebensnah
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1 Kommentar

  1. Es ist keine Hetze gegen Schwiegermütter, vielmehr ein Aufzeigen, wie sie agieren. Von Beschimpfungen über Drohungen, aber auch subtiles Demütigen und Herabsetzen der Schwiegertochter. All das erleben Schwiegertöchter täglich. Werden nie für voll genommen oder abgetan mit: „Sie meint es nicht so“. Die Autorin jedoch schreibt deutlich, und das tut meiner Seele gut, wenn jemand es nicht so meint – dann soll er es auch nicht tun. Weiterhin werden Wege aufgezeigt, um sich loszulösen. Für einen selbst etwas zu tun. Frauen sollen sich trauen, ihre Grenzen aufzuzeigen. Konsequent den Partner an die Seite zu holen, ihm klar machen, wo man seine Hilfe und Unterstützung brauche. Wenn Paare gemeinsam ein Team vermitteln, das zusammen hält und sich nicht auseinander dividieren läßt, kann vieles gelingen. Das Buch war für mich eine Bereicherung.

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