Hudlhub: Ein leicht kriminelles Heimatbuch

Hudlhub: Ein leicht kriminelles Heimatbuch
Preis: 8,95 €
Autor:
Genres: Humor, Krimi & Thriller
Webseite: www.hudlhub.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781508549055
Das bayerische Pulp Fiction! Böse Zungen behaupten ja, der beliebteste, weil einzige Zeitvertreib in Hudlhub wäre, Gras beim Wachsen zuzusehen. Was für eine infame Unterstellung! Das geht ja auf keine Kuhhaut! Pardon, in Hudlhub gibt es kaum Kühe, sondern überwiegend Schweine. Aber das geht auch auf keine Sauhaut! Denn im oberbayerischen Dorf Hudlhub geht es richtig zur Sache. Erst recht als Georg Friedrich, ein gebürtiger Hudlhubber, nach Jahren in der Großstadt in seine bayerische Heimat zurückkehrt. Im Gepäck hat er die mysteriöse Elfenbeinprinzessin und eine ungefähr 40 000 Euro teure Rassekatze. Ihr Besitzer, ein berühmter Bundesligakicker, will das edle Tier zurück haben – und schickt zwei Auftragskillerinnen los. . . Wie gut, dass der Feuerwehrtrupp von Hudlhub immer in Alarmbereitschaft ist. Nur Feuerwehrmann Charly ist etwas abgelenkt: Die Elfenbeinprinzessin bringt ihn aus dem Konzept, und verwehrt ihm die Sicht auf die wahre Liebe. Und in all dem Chaos verfolgt der Landtagsabgeordnete Ludwig Haderlein einen ganz eigenen Plan. . . Hudlhub - ein skurriler Trip in ein fast typisches Dorf in Bayern. Die Band Hudlhub hat mit der CD "Nur ned hudln" ein Album zum Roman veröffentlicht - frischer Heimatsound aus dem Herzen Bayerns! Finalist des entdeckt! Amazon-Autorenpreises 2015!
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Leseprobe

Peng.

Was war das denn? Hatte da jemand auf ihn geschossen? Hausknecht richtete sich im Sattel auf und sah sich um, so gut es ging. Er kämpfte sich den Anstieg hinauf, der Schwung, den er bei der langen Abfahrt von Flammensbach an Unterweilenbach vorbei auf dem Weg nach Gerolsbach mitgenommen hatte, half ihm.

Peng.

Schon wieder. Was war denn das für ein Idiot? Das war doch – eine Gewehrkugel. Natürlich. Hausknecht dachte fieberhaft nach. Man liest das ja immer wieder in der örtlichen Heimatzeitung, dass Jäger sich gegenseitig erschießen, weil sie sich für Wild halten. Neulich hatte sogar ein Verbandsvorsteher empfohlen, Jäger mögen doch bitte auf dem Weg zum Hochsitz ein Waidmannsliedchen trällern, um sich als Mensch zu erkennen zu geben, wobei Hausknecht sich gefragt hatte, was das für Menschen sind, die Waidmannsliedchen trällern. Er jedenfalls war kein Jäger, und drum verbat er es sich, dass ihn hier jemand aufs Korn nahm. Zum Trällern fehlte ihm allerdings gerade die Luft. Viel nachzudenken gab es also nicht. Genau genommen hatte er exakt eine Option: in die Pedale treten. Raus aus der Schusslinie.

Peng.

Hausknecht hatte das Gefühl, dass diese Kugel direkt an seinem Kopf vorbeigezischt war. Verdammt. Er war doch nicht im Krieg. Er war im tiefsten Bayern, quasi direkt im Herzen, fast in der geografischen Mitte. Und er lebte in zivilisierten Zeiten, die Nullerjahre des neuen Jahrtausends waren gerade ein paar Jahre vorüber. Naja, so zivilisiert Zeiten sein konnten, in denen dieser George Dablju überm Teich, der Bungabunga-Mann jenseits der Alpen und ein kleiner Franzose nach dem anderen im Westen ihr Unwesen treiben konnten, ganz zu schweigen von all den anderen merkwürdigen Wesen, die um Hudlhub herum etwas zu sagen hatten, in Afrika, im Nahen Osten und auch im Fernen. Hausknecht war immer froh gewesen, dass er hier, in Hudlhub, weit weg war von dem ganzen Mist da draußen. Und jetzt waren sie dabei, ihn abzuknallen. Verdammt, er hatte doch nichts verbrochen! Wer sollte auf ihn schießen wollen? Hausknecht trat in die Pedale, links hinter ihm verschwand Weilenbach, wo sich in einem einschlägigen Laden üblicherweise Polizisten gerne einkleiden, nur jetzt schien gerade gar nichts los zu sein. Immer, wenn man die braucht, dachte Hausknecht. Und er dachte schnell und viel, Adrenalin macht´s möglich. Ganz enorm, was sein alter Körper davon noch zu produzieren imstande war. Er beugte sich so tief zum Lenker herab, wie es der Rücken zuließ, er trat, so schnell er treten konnte, gab bei jedem Tritt extra viel Druck nach unten und zog gleichzeitig das andere Pedal mit dem anderen Fuß kraftvoll nach oben. Eine Weile ging es noch, bald würde der Anstieg ihn dazu zwingen, aus dem Sattel zu müssen.

Peng.

Verfehlt. Wieder verfehlt. Gott sei Dank. Valentin Hausknecht verfluchte in diesem Augenblick jenen dämlichen Entschluss, den er vor gut zwanzig Jahren gefasst hatte – Radfahren zu seinem Hobby zu machen, wie konnte er bloß so dämlich sein. Nur deshalb war er jetzt überhaupt in dieser Situation. Hausknecht strampelte, so kraftvoll er konnte.

Peng.

War das Blut, das da über sein Gesicht lief? Hausknecht wischte mit der Hand über die Stirn. Schweiß. Gott sei Dank, dachte er und hinterfragte die Jägertheorie. War er am Ende jemandem auf die Füße getreten? Oder hatte seine geschiedene Frau einen Killer auf ihn angesetzt? Heutzutage war ja alles möglich.

Peng.

Wieder pfiff eine Kugel an ihm vorbei, das Herz raste, die Lungen schmerzten.

Peng.

Bewertung: 5.0 von 5 (1 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 99 mal Aufgerufen Am 13. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Bayern, Heimatkrimi, Humor, Jörg Mauer, Krimi, Oberbayernkrimi, Pulp Fiction, Rita Falk, satire
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