Herbstblüten und 30 weitere Ratekrimis

Herbstblüten und 30 weitere Ratekrimis
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783960284802
Dieses Buch enthält eine abwechslungsreiche Sammlung an Kurzkrimis. Egal ob lustig oder mit Schaudereffekt – begleiten Sie die Ermittler beim Lösen ihrer Fälle. Am Ende jeder Geschichte dürfen Sie selbst aktiv werden, denn es erwartet Sie eine Rätselfrage. Was war der Fehler von „Meisterdieb Karl“? Und wer verbirgt sich hinter dem mörderischen Nikolaus? Wenn Sie genau lesen und etwas nachdenken, werden Sie diese und viele weitere Fragen sicher beantworten können. Und falls Sie auch nach langem Knobeln einfach nicht weiter kommen: Kein Problem, denn die Lösungen sind selbstverständlich beigefügt. Die Rätsel sind unterschiedlich schwierig, sodass sowohl Anfänger als auch alte Krimihasen auf Ihre Kosten kommen. Dazwischen sind für den perfekten Knobelspaß Zuordnungsrätsel eingestreut, zum Beispiel: Welcher Häftling gehört in welche Zelle? Alle Geschichten sind in sich abgeschlossen, somit eignet sich das Buch auch gut für zwischendurch. Kurzweiliger Krimispaß für Jedermann und Jederfrau!
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Herbstblüten

„Das macht dann bitte elf Euro und 50 Cent.“, sagte der Besitzer des kleinen Dorfladens zu seinem Kunden.

Dieser reichte dem Verkäufer einen Fünfziger und begann seine Einkäufe in einer umweltfreundlichen Jutetasche zu verstauen.

Bei dem älteren Herrn handelte es sich um den gemütlichen Kommissar Harald Neumann.

Normalerweise brachte ihn so schnell nichts aus der Ruhe, doch als er feststellte, dass sich unter dem Wechselgeld ein eindeutig gefälschter Zwanziger befand, war er höchst empört.

Erbost wies er den Ladenbesitzer Peter Altvater auf den fehlenden Sicherheitsstreifen hin. Dieser erbleichte, während er den neuen, unzerknitterten Schein betrachtete.

„Das ist ja wirklich nicht zu glauben! Gefälschtes Geld in meinem Laden!“

Der Kommissar bohrte nach: „Wer hat denn heute alles mit einem Zwanziger bezahlt?“

Altvater dachte nach und war sich nach einem Blick in sein Notizbuch sicher:

„Nur der Sepp! Ich hatte heute noch nicht viele Kunden, deswegen weiß ich das ganz genau. Schauen Sie selbst.“

Er ließ den Kommissar in sein Büchlein blicken.

„Der Frank Bremer hat heute Morgen die Semmeln für seine Familie mit einem Fünfer bezahlt. Die alte Frau Müller hatte kein Geld dabei. Ich habe 8,20 € für sie aufgeschrieben. Sonst waren nur ein paar Kinder hier. Die haben ihre Süßigkeiten alle in Münzen bezahlt.“

„Hmm“, machte Harald Neumann. „Wie heißt dieser Sepp denn weiter?“

Der Ladenbesitzer zuckte mit den Schultern.

„Keine Ahnung. Der arbeitet auf der Baustelle in der Kirchengasse. Seit ein paar Tagen kommt er immer in der Mittagspause vorbei, um eine belegte Semmel zu kaufen.“

„Dann werde ich mir diesen Bauarbeiter doch mal vorknöpfen!“

Damit machte sich der Kommissar auf den Weg durch das herbstliche Dorf.

Wenig später erreichte er die Kirchengasse und fragte den erstbesten Arbeiter, dem er begegnete, ob hier ein Sepp arbeite. Der Mann nickte mürrisch und deutete wortlos auf einen kräftigen Kerl, der gerade in einer Werkzeugkiste kramte.

Neumann stellte sich dem Bauarbeiter vor und erfuhr, dass dieser mit Nachnamen Huber hieß. Er schien besser gelaunt und gesprächiger zu sein als sein Kollege und erkundigte sich nach dem Anliegen des Kommissars.

Er hatte ein freundliches Gesicht mit Spitzbart und wirkte trotz seiner massigen Gestalt vertrauenerweckend.

Als er von dem falschen Zwanziger erfuhr, wies er alle Schuld von sich.

„Ich war heute im Dorfladen, das stimmt, aber falls ich dabei mit einer Blüte bezahlt haben sollte, dann wusste ich jedenfalls nichts davon! Ich bin schließlich ein ehrlicher Mensch!“

„Wenn das so ist, dann haben Sie sicherlich nichts dagegen mir mal Ihr Geld zu zeigen?“

Bereitwillig fingerte Sepp Huber zwei zerknitterte, schmutzige Scheine aus der Tasche seines Blaumanns: Einen Zehner und einen Fünfer.

Zweifelsohne echt, wie der Kommissar sofort feststellte. Nach weiterem Suchen förderte der Bauarbeiter noch drei Euro in Münzen zu Tage.

„Das ist das Wechselgeld, was ich bekommen habe. Mehr als den Zwanziger hatte ich nicht dabei. Ich nehme nie viel Geld mit auf die Arbeit, da muss man nur ständig drauf aufpassen.“

Harald Neumann lächelte zufrieden. Er wusste längst, wo die Blüte herkam.

Wer hat versucht, den falschen Zwanziger in Umlauf zu bringen?

Lösung

Die Blüte stammte vom Ladenbesitzer Peter Altvater selbst. Er hatte den falschen Zwanziger in die Kasse gelegt, um ihn ahnungslosen Kunden als Wechselgeld unterzujubeln. Dem Kommissar war aufgefallen, dass der Schein neu und unzerknittert aussah, während Geld, das sich einmal in der Tasche des Blaumannes von Sepp Huber befunden hatte, schmutzig und zerknüllt war.

Die Eisprinzessin

Sie bewegte sich so leichtfüßig und perfekt im Einklang mit der Musik. Ihre Kufen schienen ganz von selbst über das Eis zu gleiten. Sie lächelte geheimnisvoll und zog alle Zuschauer auf den Tribünen mühelos in ihren Bann.

Doch plötzlich endete das Märchen abrupt und tragisch. Die Eiskunstläuferin griff sich an die Kehle und röchelte, bevor sie zusammensackte und in der Mitte des Stadions liegen blieb.

Wenig später erreichten Kommissarin Maja Althaus und ihr Kollege, Inspektor Alfons Tischler, die Eislaufhalle. Die beiden sahen sich um und bemerkten, dass die Tribünen inzwischen geräumt worden waren. Rund um den Tatort hatten die Streifenpolizisten rot-weiße Absperrbänder angebracht. Und mittendrin lag die Leiche von Viviane Kalch, der erfolgreichsten Eiskunstläuferin des Vereins. Der Gerichtsmediziner war bereits bei ihr.

Maja Althaus betrat vorsichtig die kalte, weiße Fläche. Plötzlich hörte sie hinter sich einen erschrockenen Aufschrei. Als sie sich umdrehte, sah sie den dicken Inspektor Tischler auf dem Eis liegen. Er zappelte wie ein auf den Rücken gedrehtes Insekt. Die Kommissarin konnte sich nur mit allergrößter Mühe das Lachen verkneifen. Sie half ihrem Kollegen auf.

„Verdammt rutschig hier!“, brummte Alfons Tischler.

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Seitenaufrufe: 70 mal Aufgerufen Am 9. März 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Diebstahl, Entführung, knobeln, Kommissar, Kriminalität, Leiche, Mord, Polizei, Ratekrimi, Rätselkrimi
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