Hausnummer 25 Emma & Laura – gestohlene Liebe –

Hausnummer 25 Emma & Laura – gestohlene Liebe –
Preis: 14,95 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.verk-kaa.de
Erscheinungsjahr: 1945
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783745054873
Was gibt es Neues in der Kaiserallee 25? Gibt es Veränderungen in den Steckbriefen? Wer zieht ein und wer verlässt das Neunfamilienhaus? Bei Emma geht es völlig drunter und drüber. Lara treibt sie in den Liebeskummer. Jan und Leon überreden sie zu einem Kurztrip nach Hamburg und dort treten dann auch noch Rehaugen in ihr Leben. Wer ist die attraktive Unbekannte und was wird mit Kurt, den Emma auf ihrer Heimreise nach Berlin trifft? Emma erhielt von einem Boten einen wundervollen Blumenstrauß »Für mich?«, fragte sie überrascht. Da stand sie nun; Rätselraten war nicht ihr Ding. Sie setzte sich in einen Sessel und öffnete das Kuvert. Ein Schlüssel, der an einem rosa Bändchen hing, fiel ihr entgegen. Auch ein Brief war dabei. Sie faltete ihn auf und begann zu lesen. »Heißgeliebte Emma, das ist der Schlüssel zu meinem Herzen. Ich erwarte dich gegen 16.00 Uhr. Mach dich schick! Wir wollen feiern, hier im Haus 1. OG. WG links, der neue, 4. Steckbrief!« Deine große Liebe. Wird Emma es schaffen, das Chaos in ihrem Herzen zu entwirren?
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»Komm, Emma trink. Der weckt die Geister in dir!«, befahl er und reichte mir den Pappbecher. Brav nippte ich an dem Becher. Zwischendurch musste ich immer kichern. »So richtig heiß ist der Wachmacher in seinem Pappkarton!«, meckerte ich ganz laut. Dann meldete sich der Schluckauf. »Der hat mir noch gefehlt«, stöhnte ich. Passanten blieben stehen, schauten und schüttelten die Köpfe. »Gaffer! Was glotzt Ihr so? Habt Ihr noch nie eine Professorin Dr. med. Chefärztin mit einem Schwips gesehen? Ach ja und sie ist eine Lesbe dazu!«, ereiferte ich mich und machte dabei einen Passanten an. Völlig verstört und genervt blieb dieser vor mir stehen. Nun war ich in Rage, und das gefiel mir. »Komm, lauf weiter, Du blickst es ja doch nicht!«, schnauzte ich ihn an und fragte: «Weißt Du überhaupt, was eine Lesbe ist?« Er schüttelte den Kopf und ging weiter. »Und das ist Hamburg!«, rief ich ihm nach. »Lara!«, stöhnte ich. »Wie kuschelig ist das denn?» Mit den Fäusten trommelte ich auf das Polster. »Kommt, legt euch zu mir!«, forderte ich Jan und Leon auf. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich zwei Gestalten in Uniform auf uns zusteuern. »Zwei Bullen. Ach wie schön. Meine Herren, wollen Sie sich zu mir setzen oder legen?«, schmeichelte ich und lachte ganz laut. Doch sie reagierten nicht, waren im Gespräch mit Leon. »Mein Freund und Helfer. Sofort zur Stelle«, scherzte ich. »Leutchen, mir geht es gut! Meine zwei Freunde heiraten morgen. Ich bin die Trauzeugin. Meine große Liebe, Lara, ist daheim. Sie geht fremd.« »Nun wird es langweilig!«, meinte ich zappelig, senkte meinen Kopf, kniff die Augen zu und rief mich innerlich zur Ordnung: ›Emma, schön ruhig bleiben, blamiere Leon und Jan nicht!‹ Ich hatte mich gefasst und anständig hingesetzt. »Es geht mir gut!«, beteuerte ich wieder und kaute auf meiner Unterlippe. »Wir sind nicht von der Polizei, sondern vom Hausdienst der Euro Passage. Ich bin Marc«, erklärte der etwas Kleinere der beiden. Dann wandte er sich Leon zu. Was sie beredeten, konnte ich auch diesmal nicht hören. Aber sie zogen mit dem Abschiedswort ›Servus‹ von dannen. Jan war diese Situation sichtlich peinlich. Er merkte, dass ich überhaupt keinen Alkohol vertrug, sagte aber nichts. »Tja!«, hickste ich und blickte den Fremdlingen in ihren Uniformen hinterher. »Der Große sieht schnuckelig aus«, stellte ich fest, stand auf und zog meine Kleidung zurecht. Dabei strahlte ich Jan und Leon an. Sie schauten mich ratlos an. Verlegen senkte ich den Blick. »Ja, ich habe einen Schwips! Es geht mir wirklich gut! Echt jetzt. Nun geht und sucht für mich die Kleidung für eure Hochzeit aus. Ich verlasse mich auf euren Geschmack, denn es wird ja die Feier des Jahres. Ihr zwei Turteltauben.« Trotz meines Schwipses entging mir nicht, wie verliebt sie waren. Und genau dabei blutete mein Herz. Leon drückte mich wieder aufs Sofa, packte Jan am Arm und zog ihn mit den Worten »Wir sind gleich zurück«, hinter sich her. Ich blieb brav auf dem Samtpolster sitzen. Nach kurzer Zeit kamen die glücklich Verliebten zurück. Sie schleppten einen Berg von Kleidern mit sich. Alles hing fein säuberlich über ihren Armen. Ein grauer Hosenanzug, ein braunes Kostüm, zwei schwarze Röcke mit weißen Blusen, dazu vier passende Jacken, ein kirschrotes Kleid mit passendem Jackett und einige Schals. »Schau Emma, was für eine festliche Auswahl wir für dich mitgebracht haben! Komm mit in eine Umkleidekabine und probiere sie an«, bat Leon »Wir sind gespannt, wie du darin aussiehst.« Jan stand daneben und hielt mir die ausgesuchten Teile entgegen. Den Hosenanzug, der über Jans Arm hing, hatte ich sofort im Visier. Ich beugte mich gerade nach vorn, wollte nach ihm greifen, doch eine schrille, laute Stimme schreckte mich von meinem Vorhaben ab. »Halt, Stopp!«, schrie von Weitem eine Stimme. Sie klang bedrohlich nach einem weiblichen General. Suchend schaute ich, wo diese grelle Stimme herkam. Dann sah ich in die Augen einer dürren, großen Blondine. ›Was für eine aufgetakelte Erscheinung‹, dachte ich, ›und diese fruchterregenden, langen Beine‹. Mit einem fordernden Blick musterte die Dame uns drei. Jan und Leon standen etwas abseits von mir. Sie steuerte auf die beiden zu. »Nur drei Stück zur Anprobe!« Schon hatte sie alle Kleidungsstücke in ihrem Besitz. Jan und Leon standen da wie zwei begossene Pudel. Leon räusperte sich und fragte: »Was soll das? Seit Jahren sind wir Stammkunden in diesem Modehaus ›So eine blöde Pute‹, dachte ich, stand vom Sofa auf, und wollte etwas sagen. In Gedanken hatte ich die Furie längst Giraffin getauft. Sie stellte sich vor: »Gestatten, Isa Müller, Leiterin der Damenabteilung.« Ich setzte mich wieder. Jan holte tief Luft. Ich sah ihm an, dass er gegen einen Lachanfall kämpfte. Er musterte Frau Müller. Ich nickte ihm zu. Mein Gehirn verfasste schon einen Steckbrief, von dieser speziellen ›Lady‹. ›Frau Müller, Größe zirka 1,85 m, mittelschlank, aufgequollene oder aufgespritzte rote Lippen.

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Seitenaufrufe: 1962 mal Aufgerufen Am 28. Juni 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Berlin, Brautkleid, Eifersucht, Flug, Gate, Hamburg, Hotel, Lesben, Liebe, Musical, Romantik, Schwule, Sexualität, Zungensocken
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1 Kommentar

  1. Nachdem ich das erste Buch von der Autorin VeroKAa ,“Hausnummer 25 ,“gelesen und für gut befunden habe,war ich gespannt auf das zweite Buch „Hausnummer 25 Emma & Laura: gestohlene Liebe .“
    Ich habe das zweite Buch mit Freude gelesen. Es hat mir noch besser als das erste gefallen. Die Geschichte ist witzig und flott geschrieben. Die erotischen Entwicklungen und Ver(z)wicklungen nahmen ein unerwartetes Ende. Da muss man erst darauf kommen .
    Ich freue mich auf die neuen Geschichten von der Autorin VeroKAa.

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