Hausnummer 25, Bei wem klingelt die Liebe?

Hausnummer 25, Bei wem klingelt die Liebe?
Preis: 14,95 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.vero-kaa.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783737508933
Sie sind beste Freundinnen, Nachbarinnen und Single: die acht Frauen in der Kaiserallee 25. Der Hausfrieden gerät jedoch in Gefahr, als ein Traummann am Horizont auftaucht. Tagtäglich kurvt er mit seinem roten Cabrio durch die Kaiserallee – vielleicht auf der Suche nach der Partnerin fürs Leben? Für die Nachbarinnen ist schnell klar: Eine von ihnen muss es sein! Um ihm die Wahl zu erleichtern, beauftragen sie Ärztin und Hobbyautorin Emma damit, Steckbriefe von ihnen allen zu verfassen, die sie dann dem geheimnisvollen Fahrer überreichen wollen. Emma ist von dieser Aufgabe allerdings gar nicht begeistert, hütet sie doch ein Geheimnis, das bei der Jagd auf den Traummann ans Licht zu kommen droht. Aber da ist sie nicht die Einzige ...
Jetzt das Buch bei Weltbild.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Thalia.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

2013

In einem Neunfamilienwohnhaus, Kaiserallee 25 in Berlin, wohnen wir: acht Frauen.

Bunt gemischt, allein erziehend, geschieden, verwitwet und Single.

Wir wohnen zur Miete oder im Eigentum. Heute verstehen wir uns alle prächtig. Das war nicht immer so. Es ist eine moderne Wohnanlage, das Neunfamilienwohnhaus. Ausgestattet mit einem großen, breiten Eingangsportal, Tiefgaragen, einem Aufzug, guten Parkplatzmöglichkeiten vor der Tür, einem Hausmeister und einer gut funktionierenden Hausverwaltung.

So weit alles okay.

Wäre da nicht unser klitzekleines Problem: Wir Frauen suchen einen Mann. (Berichtigung: ich nicht. Aber dazu später.)

Der einzige Mann in unserem Haus, der altersmäßig zu uns passt, ist unser Hausmeister Jan – aber der kommt nicht in Frage.

So dachte ich zumindest bis dahin …

Das Objekt unserer Begierde ist ein anderer.

Seit über einem Jahr fährt dieser Mann fast täglich mit seinem roten Flitzer, einem Audi Cabrio, durch unsere Kaiserallee.

Auf dem Kopf trägt er ein schwarzes Cappy. Eine dunkle Sonnenbrille sitzt auf seiner Nase.

Wir vermuten alle, dieser – Mann – wohnt nicht in unserer Straße, sonst würden wir ihn kennen. Darin sind wir uns einig. Er ist nämlich das Thema Nummer eins, sobald wir uns treffen.

So wie gestern: Wir trafen uns im Hobbyraum zur Hausversammlung. Jan war verhindert.

Nichts Spannendes, das übliche Prozedere. Das Schönste und Tollste an solchen Abenden ist immer der gemütliche Teil danach, der Absacker. Er findet immer bei einer von uns Frauen, ohne Jan, statt.

Dieses Mal war ich an der Reihe.

Desy, Uschi, Caro, Lilli, Sabine, Rita und Madeleine kamen also mit zu mir.

Mein Esszimmer glich einem Partyraum. Es gab reichlich Sekt. Dazu hatte ich kleine Snacks und Knabbereien vorbereitet. Rockmusik aus den Achtzigern heizte unsere Stimmung an.

Schnell lenkten die Frauen das Gespräch auf dich, das Lieblingsthema: du, Mann mit dem roten Flitzer.

Wir ereiferten uns und redeten uns in Rage. Der Sekt tat das Seine dazu. Alle unsere Beobachtungen der letzten Tage brachten wir auf den Tisch. Jede von uns hatte so ihre eigene Meinung über dich. Mal fanden wir dich gut, mal arrogant, mal redeten wir abwertend, mal einfach nur mies und dann wieder total schwärmerisch von dir. Unsere Gesichter fingen an zu glühen und die Augen leuchteten.

Kurzum: Wir mochten dich. Jede auf ihre Art. Nur ein Fingerschnippen von dir und wir wären dabei – egal wobei, wir waren für alles offen.

Auch ich – so wahrte ich den Anschein.

Es wurden immer wieder die gleichen Fragen in den Raum geworfen. „Was will er in unserer Straße?“ – „Wer ist er?“ – „Wen sucht er?“ – „Vielleicht weiß er, dass hier nur Frauen wohnen, und könnte sich für eine von uns entscheiden?“ – „Oder ist er schon vergeben und in festen Händen?“

Eine neue Flasche Sekt machte die Runde. Und ich füllte die Knabbereien auf.

Unsere Stimmen wurden lauter und unsere Diskussion hektischer.

„Ich habe ihn gestern wieder gesehen. Es sieht einfach affengeil aus. Und wie lässig er in seinem Auto sitzt und durch unsere Straße fährt!“, fachte Caro das Gespräch an.

„Ich habe ihn auch gesehen. Am liebsten hätte ich ihn angehalten und gefragt, ob er mich sucht. Ich war aber dann doch zu feige. Er hätte ja auch merken können, dass ich mich für ihn interessiere!“, sagte Desy.

„Woran hätte er das denn erkennen sollen?“, fragte Uschi.

„Na, an meinem Aussehen, ist doch klar! Schließlich bin ich eine blonde Wucht, die man nicht übersehen kann!“, rief Desy überschwänglich. Es war einfach zu laut: Alle sprachen durcheinander und die Musik dröhnte aus den Boxen. Wir saßen alle mit einem hochroten Kopf an meinem Esszimmertisch.

Desy hatte die Musik ausgeschaltet und sagte nun: „Meine Lieben, bitte einmal zuhören.“

Sie fand aber kein Gehör. Daher klatschte sie in die Hände und sagte ganz laut: „Ruhe, bitte!“

Nun war es still.

„Wie kommen wir nur an ihn heran? Und was können wir unternehmen, damit wir mehr über ihn erfahren?“, fragte sie lallend. Der Sekt hatte ihre Zunge etwas gelöst.

„Vielleicht kann ich über sein Auto und das Kennzeichen etwas herausfinden“, schlug Sabine vor.

Schweigen. Caro mischte sich ein.

„Wie alt mag er nur sein? Ich habe schon einen grauen Haaransatz unter seinem Cappy gesehen!“, sagte sie.

„Grauer Haaransatz, wie interessant ist das denn?“, lallte Madeleine.

„Auch ich liebe Männer mit grauen Schläfen!“, sagte Uschi und lachte spitzbübisch. Sie zog eine entzückende Grimasse, als hätte sie dich schon am Haken.

„Ich habe ihn mal beobachtet. Er warf eine Zigarettenkippe aus dem Fenster, öffnete die Fahrertür und drückte mit seinem linken Schuh die Kippe aus. Er hatte rote Socken mit der weißen Aufschrift I love you an. Darunter befand sich auch noch ein Herz in Weiß“, sagte Sabine.

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 61 mal Aufgerufen Am 13. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Berlin, Cabrio, Frauen, Freundinnen, Hausmeister, Herz, Liebe, Nachbarn, Neunfamilienhaus, Socke, Steckbriefe
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.