grau-gelber Mond

grau-gelber Mond
Preis: 2,49 €
Autor:
Genres: Horror & Mystery, Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739631226
grau-gelber Mond - Leichenfunde, Albträume, Schlafwandeln, Drohbriefe. Selenas Leben gerät immer mehr aus den Fugen. Noch dazu scheint der Mond eine seltsame Kraft auf sie auszuüben und sie findet heraus, dass auch der Tod ihrer Mutter in Zusammenhang mit dieser Kraft zu stehen scheint. Umso mehr freut sie sich auf den Urlaub in Australien, weit weg von ihrem Dorf und all den schrecklichen Ereignissen. Doch vor dem Mond kann man nicht davonlaufen ...
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Leseprobe

Teil 1:

„Neumond“

Das Licht verdeckt, eröffnet doch,

den hellen Geist des Schattenlochs.

Die Wanderung in Angriff nehmend,

nimmt zu und ab und sich nicht schämend.

Beginnt und endet, schließt den Kreis,

bis jedes End´ den Anfang weiß.

„Nacht“

Selena ging weiter. Immer weiter.

Dagegen anlaufen, auch wenn es nicht hilft. Das ungute Gefühl will einfach nicht weggehen, obwohl der Mond heute kaum noch am Himmel zu sehen war. In diesem öden Ort war es leer wie eh und je, erst recht um diese Zeit.

Es war vielleicht zwei oder drei Uhr morgens, doch sie musste einfach diese Gedanken weglaufen, sonst konnte sie nicht schlafen. Gedanken an Laute – an das Wimmern und Schluchzen ihrer Mutter. Ein Unfall sei es gewesen. Sie ist dabei gestorben. Über ein Jahr war das nun her und noch immer hörte sie ihr Wimmern, sah genau ihr schmerzverzerrtes Gesicht vor sich, jede Nacht. Nie wieder hatte sie so gut geschlafen wie früher.

„Wie ein Stein, man kann rütteln und nichts regt sich“, hatte ihr Vater einst über ihren Schlaf gesagt.

Wenn sie jetzt schlief, waren da nur Albträume, aus denen sie schweißgebadet aufwachte und sie hatte festgestellt, je mehr vom Mond am Himmel zu sehen war, desto schlimmer war es. Leider war der Himmel hier nachts meist klar. Sie hasste diesen Ort, diese Leute hier, einfach alles. Wie sie sie immer ansahen, so verurteilend.

Auch wenn der Mond beinahe gar nicht mehr zu sehen war, trieb nun IRGENDETWAS sie nach draußen. ETWAS, das ihr sagte, heute wäre es besser nicht zu schlafen.

Sie ging ein paar leere Straßen entlang, Richtung Wildnis, wie sie es nannte. Richtung Felder, Richtung Wald.

Ihre Lederjacke hatte sie sich noch schnell übergeworfen, darunter nur ihr schwarzes Negligé. Leider war es kalt in dieser Nacht.

Kein Auto zu sehen, erst recht kein Mensch. Sie ging quer über die Felder, dann einen Feldweg entlang, der Wald näherte sich, doch sie ging nicht hinein. ETWAS hielt sie davon ab. Dort in einem der Felder sah sie einen Umriss. Der Mond schien wie zum Spott das Ding besonders hell zu erleuchten.

Sie wollte umkehren, doch ihre Beine gehorchten nicht, gingen darauf zu.

Es war ein Mädchen, erkannte sie sofort. Ihre leeren, toten Augen blickten sie bittend an. Wer sie war, erkannte sie hingegen nicht. Was hatte sie hier draußen mitten auf dem Feld zu suchen? Und was war nur mit ihr geschehen?

Da war Blut.

So viel Blut.

Überall.

Panik erfasste Selena.

Sie wusste nicht, was sie tun sollte und lief auf und ab. Hin und her.

Mit zitternden Händen fummelte sie ihr Handy aus der Jackentasche.

„Notrufzentrale, was kann ich für Sie tun?“, ertönte blechern eine Frauenstimme.

„Ha … Hallo. Hier liegt eine Tote im Feld …“, stammelte Selena nur und legt wieder auf.

Dann rannte sie nach Hause.

Keine Sirenen. Noch nicht. Sie wollte sie erst gar nicht hören. Sie würden schon wissen, woher der Anruf kam, konnten das heutzutage doch orten. Selbst dieses Kaff hier würden sie finden. Sie versuchte alle Gedanken abzuschütteln, legte sich in ihr Bett und schlief letztendlich ein, trotz allem.

Der Mond lachte, bevor er verschwand.

„Ich komme wieder, neu und stärker“, flüsterte er.

Überall Lichter auf das Feld gerichtet. Sie stand dort nackt. Schamerfüllt verdeckte sie ihre Brüste mit ihren Armen. Doch sie starrten nicht sie an. Mehr die Gestalt dort im Feld. Auch ihr Blick wanderte nun dorthin.

Ein Wimmern ertönte. Ein zu bekanntes Wimmern.

„Mutter?“

„Das ist deine Schuld!“, schrie irgendwer.

„Nein … nein …“, schluchzte sie

Die Lichter erloschen schlagartig. Nacht. Dunkel. Finsternis. Kein Mond mehr.

Sie fiel über irgendetwas.

Schrie.

Sirenen ertönten.

Erneut Lichter.

Doch es war nicht Mutter, die da weggebracht wurde, es war ein Mädchen, das so aussah wie sie selbst.

„Wach auf! Du träumst“, flüsterte er sanft. So weckte er sie so häufig, seit jener Nacht. Vater. Der, der scheinbar noch auf ihrer Seite ist und ihr immer versucht hatte zu glauben. Nicht dem Geschwätz der Leute, die die wahnwitzigsten Vermutungen aufgestellt hatten, Mutters Tod betreffend.

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Seitenaufrufe: 52 mal Aufgerufen Am 18. Januar 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Mond, Mystery-Thriller
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