Geheimes Vertrauen (Manhattan City Lights 4)

Geheimes Vertrauen (Manhattan City Lights 4)
Preis: 2,99 €
Autor:
Genre: Romantik
Webseite: www.facebook.com/people/Mary-Jay-Thurner
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781515392804
Eine Ehe auf dem Papier? Noch dazu mit einem völlig Unbekannten, dem sie niemals begegnen wird? Veronica Crisp, genannt Roni, staunt nicht schlecht, als ausgerechnet ihr dieses völlig unverhoffte Angebot unterbreitet wird, mit dem sie niemals gerechnet hätte. Aber was hat sie schon zu verlieren, wenn das Risiko minimal daherkommt und die Aufwandsentschädigung für ihre Unterschrift äußerst üppig ausfällt? Zumal in ihrem Lebensplan weder Ehe noch Beziehungen eine Rolle spielen, da sie Geheimnisse hütet, die sie ihren Mitmenschen gegenüber große Zurückhaltung üben lassen. Doch dann tritt Captain Dave Carter in ihr Leben und stellt es mit seinem einnehmend männlichen Wesen gehörig auf den Kopf. Wird er Sehnsüchte in ihr erwecken, die Roni bisher vollkommen für sich ausgeschlossen hat? Aber auch Dave verbirgt Geheimnisse, die Ronis Vertrauen in ihn auf eine harte Probe stellen. Manhattan City Lights – Dunkle Geheimnisse, ungezähmte Leidenschaft, geheimes Vertrauen
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Leseprobe

Roni löste den obersten Knopf der Uniform und lockerte den Sitz ihrer Krawatte, während sie ihre Wohnung im Laufschritt verließ, die sich in der ersten Etage des Mercer Towers befand. Sie nahm die Treppen nach unten und betrat die elegante Lobby des Gebäudes über einen versteckten Seiteneingang, der nur für Personal zugänglich war. Sie winkte ihrem Kollegen lächelnd zu und eilte dann zum Wartebereich, wohin ihr Termin verwiesen worden war, der ihr im Moment den breiten Rücken zuwies.

„Guten Morgen, Mr. Carter. Es tut mir leid, dass Sie warten mussten. Wenn Sie mir in mein Büro folgen würden?“, begrüßte Roni den Mann freundlich zuvorkommend.

Selbstverständlich fiel kein Wort darüber, dass er sehr viel zu früh zum vereinbarten Termin erschienen war. Roni nahm an, dass er gute Gründe dafür hatte. Und wenn nicht, dann ging sie das auch nichts an. Bei den horrenden Preisen, die ein Apartment in diesem Gebäude kostete, durften sich die Mieter oder Käufer sehr viel erlauben.

Roni tastete blind an ihrem Revers herum. Sie hatte vergessen, das schicke Namensschild abzunehmen, das sie am Empfang trug. Das Zeichen des Towers war dezent darauf eingraviert und ihr Vorname. Roni. Nur ihre Großmutter nannte sie bei ihrem vollen Namen, den sie nicht mochte. Getauft hatte man sie „Veronique“, aber diesen Namen mochte sie noch weniger als dessen südländische Form.

„Wenn es dort einen starken Kaffee gibt, folge ich Ihnen sogar in eine Schlangengrube.“, murmelte Dave Carter in einer kaum hörbaren Antwort und machte sich weder die Mühe, die Hände aus den Hosentaschen seiner ausgebeulten Jeans zu nehmen, noch die Sonnenbrille von der Nase zu ziehen oder das nachtblaue Basecap mit NY-Aufdruck abzusetzen. Auch wenn ihm in der abgewetzten braunen Lederjacke so langsam warm wurde.

Ein Glück, dass er darunter nicht mehr als ein dünnes T-Shirt gezogen hatte. Noch zweieinhalb Stunden, bis er die nächsten Klienten durch ein neunzig Minuten dauerndes Hardcore-Trainingsprogramm im Central Park jagen musste. In der letzten Nacht hatte er gerade mal genauso lange geschlafen wie eine Kursstunde mit Captain Dave dauerte. Dabei predigte er doch allen, die an seinen Kursen teilnahmen, wie wichtig ausgedehnter Nachtschlaf für die eigene Gesundheit war. Neben allen möglichen Nahrungsergänzungsmitteln und Superfoods, für deren Bewerbung er sich teuer bezahlen ließ, aber den Teufel tat, das verdammte Zeug selbst in sich reinzustopfen.

Wenigstens entschädigte das Geld einen für so manches, was in der Vergangenheit schiefgelaufen war und es machte den dritten Umzug in einem Jahr möglich. Ihn hielt es nie lange an einem Ort. Er war kein Freund von allzu viel Bequemlichkeit, obwohl man es auch eine dumme Angewohnheit nennen konnte, die er sich nicht wieder hatte abtrainieren können. Irgendwann wurde Dave Opfer seiner eigenen Rastlosigkeit. Es war schon ein großer Fortschritt, dass er sich innerhalb der Grenzen einer Stadt bewegte und den Dingen oder seinem Willen nicht freien Lauf ließ. Der hätte ihn so weit weg von allem fliehen lassen, dass es seinem Agenten und dem Tross dahinter, der für Dave arbeitete, wohl noch mehr graue Haare beschert hätte.

Nun also der Mercer Tower. Wenn die Ausstattung des neuen Apartments nur halb so ansprechend war wie die Kleine, die trotz der frühen Uhrzeit bestens gelaunt und überaus diensteifrig vor ihm her stolzierte, dann war die Unterschrift auf dem Vertrag eigentlich nur eine reine Formalität.

„Stört es Sie gar nicht, dass ich so früh aufgetaucht bin, Roni?“

Ihm war das Namensschild aufgefallen und er dachte, sie trug es mit Absicht. Er hatte keine Ahnung, dass sie hier auch noch Concierge-Dienst schob, dann hätte er doch so etwas wie ein schlechtes Gewissen verspürt. Er war tatsächlich dazu fähig, selbst wenn ihm Feinde und Neider das Gegenteil unterstellten.

Dave bedachte sie hinter den dunklen Gläsern seiner Pilotenbrille, die sicher mehr als das gekostet hatte, was Miss Crisp im Monat verdiente, mit einem fragenden Blick. Sie war ihm ziemlich gefasst und geradezu vorbereitet entgegengetreten. Als hätte sie schon seit dem Morgengrauen auf den Termin gewartet. Oder besser gesagt, auf ihn. Dave Carter. Personal Trainer. Fitness-Guru. Ein Aushängeschild der Stadt. Der feuchte amerikanische Traum vieler Frauen und so ziemlich jedes schwulen Typens, den er kennengelernt hatte. So prominent, dass er keinen Schritt in der Öffentlichkeit geradeaus gehen konnte, ohne von vorn bis hinten belagert zu werden. Manchmal freiwillig, aber immer öfter unfreiwillig. So auch heute Morgen, weshalb er kurzerhand über Feuerleiter und ein paar Hinterhöfe in unkenntlich machender Zivilkluft entkommen war. Für gewöhnlich wählte er zu geschäftlichen Treffen den eleganteren Look, um die Form zu wahren. Heute war keine Zeit mehr dafür gewesen. Die Geister der Vergangenheit hatten ihn eingeholt und er hatte ein bisschen Dampf ablassen müssen. Danach war er geradewegs hierhergekommen…

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Seitenaufrufe: 32 mal Aufgerufen Am 31. August 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Affäre, Ehefrau, Geheimnis, Leidenschaft, Liebe, Trauma, Vertrag
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