Gefühlschaos – Blind Dates und andere Katastrophen (Band 1)

Gefühlschaos – Blind Dates und andere Katastrophen (Band 1)
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.heidioehlmann.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Mia ist Mitte zwanzig, Single und Verkäuferin in einer Modeboutique. Sie hat mit ihren Freundinnen einen Pakt geschlossen. Bis zum 30. Geburtstag wollen sie alle in einer festen Beziehung sein und eine Familie gründen. Bisher schafften sie es nicht einmal, sich alle gleichzeitig zu verlieben. Also beschließen die Frauen sich aktiv auf Männersuche zu begeben und es entsteht die Idee, an einem Speed Dating teilzunehmen. Doch Mia plagen Gewissensbisse. Sie ist sich unsicher, ob sie tatsächlich zu der Singleveranstaltung gehen soll. Denn sie meldete sich zuvor in einem Onlineportal für Singles an und lernte Konstantin kennen. Mit ihm chattet sie beinahe täglich. Die beiden verstehen sich blendend, bis Konstantin ein Treffen vorschlägt. Mia hat Angst, dass die Begegnung alles zerstören könnte. Dennoch stimmt sie zu. Aber dann kommt alles anders.
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1. Kapitel – Mia

»Hi Mädels!«, keuche ich, als ich völlig außer Atem im Café eintreffe. Wie immer bin ich auch heute wieder die Letzte. Dabei habe ich mich so beeilt, um noch einigermaßen pünktlich zu sein. Die anderen Mädels haben es sich schon an unserem Stammtisch gemütlich gemacht und die ersten Getränke bestellt.

»Na Mia, kommst du auch schon!«, sagt Lisa in einem strengen, Gänsehaut hervorrufenden Lehrerton. Dabei schauen mich ihre blauen Augen anklagend über ihre Brille hinweg an. Wie ich diesen Blick hasse. Immer wenn sie das tut, fühle ich mich schuldig. Sie gibt mir jedes Mal das Gefühl, als hätte ich irgendetwas Schlimmes verbrochen. Dabei geht es meist nur um Kleinigkeiten, aus denen sie eine riesengroße Sache macht.

Lisa erinnert mich immer an meine Grundschullehrerin Frau Marten, bei der ich Deutsch und Sachkunde hatte. Wenn ich im Unterricht nicht aufgepasst hatte – das kam sehr häufig vor – schaute sie mich genauso vorwurfsvoll über ihre Hornbrille mit den Aschenbechergläsern an wie Lisa es heute macht.

Lisa ist in unserer Mädelsrunde das, was man früher zu Schulzeiten wohl als Streberin bezeichnet hätte. Bei solchen Mädchen schrieb man höchstens Mal die Hausaufgaben ab. Aber sonst wollte man eher weniger mit ihnen zu tun haben. Genauso geht es mir heute mit Lisa. Sie weiß grundsätzlich alles besser und verhält sich überhaupt nicht ihrem Alter entsprechend. Wenn ich nicht wüsste, dass sie erst vierundzwanzig Jahre alt ist, würde ich sie fast auf das Doppelte schätzen. Ihr ganzes Auftreten macht sie mächtig alt. Ihr blondes langes Haar trägt sie grundsätzlich streng als Zopf zusammengebunden. Ich kann mich nicht erinnern, sie jemals mit offenen Haaren auf der Straße gesehen zu haben. Wenn ich recht darüber nachdenke, habe ich sie noch nie mit offenen Haaren gesehen. Selbst an den Abenden, in denen ich mit den anderen in ihrer Wohnung war – zugegeben es kam selten vor, weil wir uns alle nicht so wohl bei ihr fühlten – trug sie ihr Haar niemals offen.

»Hallo Mia, was war denn heute wieder los?«, fragt Sybille, die Frohnatur unter uns. Sie versucht genauso ernst zu klingen wie Lisa. Aber sie schafft es nicht. Sybille gehört zu den Menschen, die einen ziemlich schnell aufheitern, ganz gleich, wie mies man gerade drauf ist. Wenn ich in ihre grünen Augen sehe, bin ich automatisch gut gelaunt. Sie schafft es einfach Menschen zum Lachen zu bringen, ohne großartig etwas dafür tun zu müssen. Es ist kein Wunder, dass ich mir auch jetzt mein Grinsen nicht verkneifen kann. Erst recht nicht, als ihr eine ihrer langen roten Locken ins Gesicht fällt, und Sybille sie versucht wegzupusten. Es gelingt ihr nicht. Erst als sie ihre linke Hand zur Hilfe nimmt, kann sie die Haarsträhne bändigen.

»Ach, hört bloß auf! Ich habe total die Zeit vergessen!«

»Wieso warst du wieder stundenlang im Chat?«, fragt Marta, die zu den ruhigeren Typen gehört – zumindest außerhalb unserer Treffen. In unserer Mädchenclique ist sie alles andere als ruhig. Wenn ich einem Außenstehenden Geschichten über Marta erzählen müsste, würde mir die Person nicht ein einziges Wort glauben, wenn Marta danebensteht. Denn Marta wirkt so schüchtern, so als ob sie kein Wässerchen trüben könnte. Ihr schulterlanges braunes Haar trägt sie immer so gut sortiert, dass sich der Eindruck eines braven Mädchens festigt. Wenn man dann noch in ihre treuen rehbraunen Augen schaut, bekommt man erst recht das Gefühl, dass Marta so scheu ist wie ein Reh. Dabei hat sie es faustdick hinter den Ohren. Das merkt man aber nur, wenn man sie richtig kennengelernt hat. Dann taut sie erst so richtig auf.

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Seitenaufrufe: 104 mal Aufgerufen Am 26. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Chat, Date, Flirt, Frauen, Freundschaft, Liebe, Männer, Partnersuche, Single
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