Gefühls-Turbulenzen

Gefühls-Turbulenzen
Preis: 2,99 €
Autoren: ,
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.schreibkatzen.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781503154117
Flugbegleiterin Sarah aus Berlin bemerkt morgens auf dem Weg zum Airport, dass ihr Smartphone die Reise nicht mit ihr angetreten hat, sondern auf der heimischen Küchenablage schlummert. Sie kehrt noch einmal um. Zu Hause überrascht sie ihren Verlobten Patrick mit der halb nackten Nachbarin Kira. Schäumend vor Wut bugsiert sie Kira ohne Klamotten aus der Wohnung und flüchtet dann zum Trösten zu ihrer besten Freundin Maxi an die Ostsee. Unterwegs lernt Sarah an der Raststätte einen attraktiven Motorrad-Fahrer kennen, der ihr unerwartet bei Maxi wieder begegnet. Leider hat dieser Hotshot eine sehr präsente Ex-Freundin. Aber auch der junge Bürgermeister der Ostsee-Gemeinde ist einen zweiten Blick wert. Nachdem sie mit Hilfe von Maxi ihrem untreuen Patrick in einer Hauruck-Aktion seine wenigen Habseligkeiten vor die Tür gepfeffert und die bereits organisierte Hochzeit gecancelt hat, beginnen für Sarah die Gefühls-Turbulenzen …
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Leseprobe

»Du musst nicht immer gleich so austicken!«, versuchte sich Patrick zu verteidigen.

»Ich? Austicken, ich? Ich ticke aus?« Sarah starrte ihren Freund durch tränenverhangene, aber wütende Augen an.

»Genau. Du! Ist sonst noch jemand da? Du bist echt total psycho!«

Patrick hatte die Hände tief in den Hosentaschen versenkt, lehnte im Türrahmen des Schlafzimmers und gab sich besonders cool. Sarah allerdings nahm sehr wohl seine Unsicherheit anhand des unsteten Blickes wahr.

Sie pfefferte ein Kleidungsstück nach dem anderen in die große Reisetasche.

»Ich und austicken! Ich und psycho! Ha!«

»Warum stellst du dich so an? Da war doch nichts!«

»Patrick, ich bitte dich! Bin ich blind? Bin ich blöde? Für was oder wen hältst du mich eigentlich? Du hast einfach den Schuss nicht gehört!«

Die letzten Worte verschwanden mit ihr im Bad, wo sie geräuschvoll die Badschränke leerte. Sie stürmte zurück ins Schlafzimmer und stopfte eine volle Plastiktüte in die Reisetasche.

»Es wird auch nicht besser, wenn du so schreist!«, ätzte Patrick, war aber doch durch die Tatkraft seiner Verlobten deutlich verunsichert. Seine Stimme zitterte ein wenig, als er meinte: »Beruhige dich erst einmal, später reden wir und …«

»Vergiss es!« Sarah zerrte die zum Platzen gefüllte Tasche in den Flur. »Ich bin dann mal weg!«, schrie sie, während dicke Tränen über ihre Wangen rollten.

Patrick kam schnell hinter ihr her.

»Warte doch mal …«, er griff nach ihrer Hand.

Energisch schüttelte sie ihn ab. »Lass das!«

Sarah griff flink den Schlüsselbund, der ihr prompt auch noch scheppernd auf den Fliesenboden fiel, hob ihn in Windeseile mit dem Fluch »Fuck!« hoch und riss die Wohnungstür auf. Sie schob die Tasche mit Schwung hindurch und drehte sich mit einem vernichtenden Blick zu Patrick um. »Ciao, Arschloch!«

»Sarah, lass uns reden!«

Sie sah in seine bittenden Augen und war fast versucht, auf das Angebot einzugehen, als er noch hinzufügte: »Männern passiert das halt manchmal! Sei doch nicht so mädchenhaft zickig!«

Da begriff Sarah, dass er nichts verstanden hatte. Sie lachte bitter auf, um gleich darauf hemmungslos zu schluchzen.

Patrick bekam aber trotzdem mit, was sie undeutlich rauspresste: »Vergiss es, du Blitzbirne! Geh zum Teufel!«

Sarah schnappte ihr Gepäck. Beinahe wäre sie gestürzt, weil das Gewicht der Tasche sie nach vorne zog. Gerade noch konnte sie verhindern zu stolpern, was ihr einen Angst- und Adrenalinstoß durch den Körper schickte.

Beim Verlassen des Hauses hörte sie Patricks laute Stimme: »Dann komm eben wieder, wenn du dich beruhigt hast.« Etwas leiser vernahm sie »Tusse!«, als die Wohnungstür zuknallte.

Wie sie auf die Autobahn kam, wusste sie selbst nicht. Aber sie hatte ein Ziel. Ihre alte Freundin Maxi! Die wohnte seit knapp drei Jahren mehr als zweihundert Kilometer weiter an der Ostsee.

Sie hatte sich ihren Lebenstraum schneller als jemals gedacht erfüllt und dort ein hübsches kleines Hotel übernommen.

Das Bed and Breakfast lag direkt hinter den Dünen in einem überschaubaren Ort in der Nähe von Zingst. Also: Landleben pur! Aber wie hatte Maxi voller Glück gesagt? »Ich werde Landpomeranze. Ich mach Karriere bei den Landfrauen!«

Ihr Vater hatte Maxi nicht nur bei den Verhandlungen, sondern auch finanziell unterstützt. Und eh sich Sarah versah, war Maxi auf und davon. Von der City ins Country life!

So sehr sie sich für ihre Freundin gefreut hatte, sie konnte es kaum verstehen. Um nichts in der Welt würde sie aufs Land ziehen wollen! Sie mochte ihre Wohnung in Charlottenburg nahe dem Flughafen Tegel, mitten im turbulenten, quirligen Leben Berlins. Als Flugbegleiterin war es allerdings auch erforderlich, in der näheren Umgebung des Airports zu wohnen.

Die Wohnung war sowieso ein Glücksfall gewesen. Sie hatte diesen Wohntraum ein halbes Jahr, bevor sie Patrick kennengelernt hatte, ergattert. Zwei Zimmer, hell und geräumig, mit Terrasse, als Highlight ein kleiner Kamin – und vor allen Dingen bezahlbar!

Als Patrick ein paar Monate später zu ihr zog, war das Glück perfekt. Er hatte es ebenfalls nicht weit zu seiner Arbeitsstelle, dem Finanzamt.

Und nun war sie auf der Flucht. Auf der Flucht vor ihrem Freund und auf der Flucht vor ihrer Hochzeit, auf die sie so hingefiebert hatte. Sie war auf der Flucht vor ihrem bisherigen Leben!

Bei dem Wort Hochzeit hätte sie kotzen können! Die Einladungen waren seit einer Woche verschickt, das Restaurant gebucht.

Merde!

Mit Tränen in den Augen wählte sie zuerst die Airline an und meldete sich krank. Grippaler Infekt. Mit Magen-Darm. Ganz plötzlich. Unmöglich zu fliegen. Das war das erste Mal, dass sie in dieser Hinsicht log.

Und boshaft dachte sie, den Durchfall wünsch ich Patrick an den Hals!

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Seitenaufrufe: 48 mal Aufgerufen Am 2. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Beziehung, Eifersucht, Freundinnen, Herz, Humor, Liebesroman, Romantik, Single
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