Gefesselt von Dir – Obsessions

Gefesselt von Dir – Obsessions
Preis: 4,99 €
Autor:
Genres: Erotik, Krimi & Thriller
Webseite: www.traumstunden-verlag.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783944896342
Hypnosetherapeut Daniel Merzig gerät in die Konfrontation zu sich selbst, als eine seiner Klientinnen ihn um einen "besonderen Gefallen" bittet. Bei der Umsetzung ihrer Fantasien kommt es zu einem folgenschweren Unfall, der nicht nur sein Leben zu zerstören droht, sondern das seiner Freunde gleich mit beeinträchtigt. Werden Serafina Neumann und Christian von Dannerau es schaffen, ihm zu helfen oder werden die dunklen Leidenschaften des Hypnotiseurs sie mit in die Tiefe reissen?
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Leseprobe

„Du glaubst, SM würde sich in sexuellen Spielchen verlieren? Du denkst an Leder, Ketten, Fesselungen und Gangbang? An Masken und Peitschen?“ Serafina Neumann legte den Kopf in den Nacken und lachte laut. Irritiert sah Daniel sie an.

„Wie meinst Du das?“ Wieder lachte sie.

„Daniel, ich bitte Dich! Wenn Du „die Szene“ verstehen willst, hör auf, in Klischees zu denken! Hör auf, alles zu glauben, was Dir Heftchen und Pornofilme glauben machen wollen. SM ist keine sexuelle Neigung. Zur Szene zu gehören ist eine Lebenseinstellung! Aber gut!“, mit zwei raschen Schritten war sie bei ihm. Jetzt stand sie ihm genau gegenüber, nur wenige Zentimeter trennten seinen Körper von ihrem. Der Blick in seine Augen hatte plötzlich etwas Zwingendes, Hypnotisches. Und er stellte fest, er fand sich weder in der Lage, sie zu berühren, noch ihrem Blick auszuweichen. Was tat sie? Er, der normal schon über seine eigene Ausbildung als Hypnotiseur alle Kenntnisse hatte, einer solchen Situation zu entgehen, fand sich gefangen. Gefesselt – nur durch ihren Blick. Dem er jetzt, wie unter Zwang weiter folgte, als sie sich zu bewegen begann.

„In meiner Welt geht es um Macht, das stimmt! Aber um eine andere Macht, als Du sie Dir auch nur ansatzweise vorzustellen in der Lage bist, mein Lieber. Es geht immer um Macht, wenn zwei Menschen miteinander einen Weg gehen. Der eine hat sie, der andere gibt sie ihm – entweder freiwillig – oder erzwungen. IMMER!“ Beim letzten Wort war ihre Stimme laut und herrisch geworden, als sie jedoch nach einer kurzen Pause weitersprach, tat sie dies so leise, dass er sich anstrengen musste, um sie zu verstehen.

„Du machst den Fehler vieler Männer. Du glaubst, wer penetriert, beherrscht! Doch genau das ist dein Fehler – nein, es ist euer Fehler! Denn die Macht hat in Wahrheit der, der sich unterwirft!“ Als wäre nichts vorgefallen, ließ sie ihn stehen, trat an den Tisch und trank einen Schluck aus ihrem Glas.

Das Blut rauschte noch in seinen Ohren als er Stunden später wieder in seinem Wagen saß. Wieder und wieder hörte er ihre Worte, sah die Szene im Wohnzimmer vor sich, als würde er sie gerade erleben.

Serafina Neumann war eine schöne Frau, und eine ihm zugeneigte obendrein. Und nur zu gerne hatte er ihr das Leben gerettet, als es in seiner Hand lag, das zu tun. Schon allein, um noch mehr von dem zu erleben, das sie und sein Freund Christian von Dannerau ihm möglich gemacht hatten in den Tagen vor diesem Telefonat. Der Grund seines heutigen Besuches war ein total harmloser gewesen. Im Grunde hatte er nur wissen wollen, ob es ihr gut ging nach ihrer Rückkehr aus Berlin. Sie war völlig anders, als alle Frauen, die er kannte! Morddrohungen wurden von ihr belächelt, doch der Geruch von Bohnerwachs rief bei ihr einen hysterischen Anfall hervor, den nur ein Notarzt und eine Beruhigungsspritze stoppen konnten. Und selbst der Mediziner hatte nur die Schultern gezuckt, als Daniel ihn dazu befragte.

„Wer weiß schon, was genau einen solchen Nervenzu-sammenbruch auszulösen imstande ist?“, hatte er lakonisch gemeint.

„Wie Herr von Dannerau mir sagte, stand Frau Neumann seit Wochen unter einer immensen Anspannung – da sind die Reaktionen nicht mehr immer logisch!“ Christian war scheinbar auch der einzige, den Serafinas Zusammenbruch völlig kalt gelassen hatte.

„Geben Sie ihr die nötigen Medikamente, damit sie schläft – für den Rest sorge ich!“, hatte er gesagt und dem Notarzt seine Visitenkarte gereicht. Kalt, ja kalt war das passende Wort dafür. Unbeteiligt würde vielleicht auch noch passen. Jedenfalls nicht angemessen, wenn die Lebensge-fährtin gerade einen Nervenzusammenbruch erlitt. Von einem Berliner Notarzt hatte Daniel kein Gefühl erwartet. Wer jeden Tag mit Drogensüchtigen, Obdachlosen und Selbstmordgefährdeten im Moloch einer Großstadt zu tun hatte, der musste seine Gefühle irgendwann hinter Glas legen um weiter machen zu können. Aber er verstand Christian nicht.

Und jetzt das. War das die gleiche Frau, die er Wochen zuvor kennen gelernt hatte? Die anscheinend nur aus Charme und Liebreiz zu bestehen schien und selbst unter extremstem Druck noch immer einen Scherz auf den Lippen hatte? Die es sich zum Ziel gesetzt zu haben schien, allen Männern, egal welchen Alters, den Kopf zu verdrehen und es nicht selten auch schaffte?

Was heute vor ihm gestanden hatte, war dazu kein Vergleich. Dem Lachen hatte jede Wärme gefehlt, den Worten ihre, sonst so ureigene Herzlichkeit. „In meiner Welt …“ die Worte klangen in ihm nach. Was mochte es sein, das sie als „ihre Welt“ beschrieb? Und wo lebte dann er, wenn das „ihre“ war?

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Seitenaufrufe: 137 mal Aufgerufen Am 1. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: High Society, Nachtclub, SM
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