Gefangen in den Träumen des Traummeisters – Band 1: Start ins Ungewisse

Gefangen in den Träumen des Traummeisters – Band 1: Start ins Ungewisse
Preis: 3,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Fantasy
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783945600207
Wenn man morgens aufwacht und sich in einer Höhle wiederfindet, statt in seinem Bett, dann ist das schon beängstigend. Wenn man später erfährt, dass man sich nicht mehr auf seinem Heimatplaneten befindet, sondern in den Träumen eines schlafenden Gottes, kann einen schon mal die Verzweiflung packen. Aber bei der Aufforderung, eben diesen Gott zu suchen, um ihn zu wecken, der Weg jedoch durch eine von Magie beherrschte Welt führt und offensichtlich nicht ungefährlich ist, zweifelt man an seinem Verstand. Sechs Wesen, darunter ein Kölner Student, passiert eben dies und nun sollen sie in den Träumen eines Gottes bis zu einem Ort vordringen, der TABHIRONAKEL heißt. Doch wer sind seine 5 Mitstreiter? Kann er sich auf sie verlassen? Begleite sie auf ihrer Reise, erlebe unglaubliche Abenteuer voller Magie, Gewalt und Sex. Doch sei gewarnt: Der Tod lauert an jeder Ecke! Und in den eigenen Reihen! Denn hier stirbt es sich schnell! Ihr wisst doch: Nichts MUSS passieren, doch alles KANN passieren!
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Leseprobe

TAG X

Kroznok saß schon am Tisch, als der Rest der Truppe nach und nach erwachte. Anhand der Wachspapierfetzen war sofort klar, weshalb er so zufrieden wirkte. Da man seinen ewigen Hunger kaum zu stillen vermochte, hatte er mitten in der Nacht eine der eisernen Rationen geöffnet und probiert, immer wieder, bis er sicher war, davon nicht zu sterben. Also öffnete man auch die letzten Päckchen und folgte seinem Beispiel. Ausgeruht und satt verließ man den Raum, bereit zu neuen Taten. Aber die folgenden Zimmer boten keinen Anhaltspunkt, hier könne ein Schwert auf seinen Besitzer warten. Dafür hielten sich dort manchmal Wesen auf, wie sie noch keiner der Gruppe jemals gesehen hatte. Ekelhafte Würmer mit Laufbeinen und riesigen Beißwerkzeugen, Kakteen mit abschießbaren Stacheln, Schleim spuckende Riesenschnecken, ganze Wesen aus Schleim, fliegende Augen und im Dunkeln lauernde Untote.

Als die Ersten eine Pause verlangten, fanden sie, als hätte man sie erhört, auf der elften Ebene einen Schankraum samt Wirt vor. Dieser agierte in Marcos Augen wie ein vor-programmierter Roboter und hatte zudem angeblich keine Ahnung, was außerhalb seiner Kneipe vorging, was nicht nur dem Kölner zu denken gab. Kroznok schienen solche Nebensächlichkeiten nicht zu interessieren. Er machte erneut den Vorkoster und war begeistert von der Qualität der Speisen und dem süffigen Rotwein. Natürlich bestellten nun auch die anderen Sucher etwas, selbst Anjin bekam einen Knochen mit Fleischresten. Problematisch wurde es erst, als der Wirt bezahlt werden wollte.

»So, ihr habt also kein Geld! Verdammte Zechpreller!«, schrie der Wirt, wobei seine Stimme sich in ein Brüllen wandelte, welches nicht nur den gesamten Raum erzittern ließ, ihm zwei weitere Arme wuchsen und seine Haut plötzlich aus dunklen Schuppen bestand. Innerhalb weniger Augenblicke wuchsen ihm auch drei Hörner auf dem Kopf und Klauen an Händen und Füßen. Schon griff er an. Die Gruppe war geschockt, aber auch schnell auf den Beinen und bereit zur Verteidigung. Doch rasch mussten sie einsehen, dass ihre Waffen diesem dämonischen Wesen nichts anhaben konnten.

»Raus hier!«, rief Lydia, denn der Kampf drohte in einem Blutbad zu enden. Kroznok hatte es bereits übel erwischt, da eine Klaue ihn quer über Brust und Bauch bis auf die Knochen aufgeschlitzt hatte, und beinahe auch Marco, was Anjin verhindern konnte, indem er dem Monster blitzschnell an die Kehle sprang und sich festbiss. Aber das Vieh griff sich den Chuba, der trotz der Schmerzen durch die eindringenden Krallen nicht losließ, und zerrte an ihm. Schnell färbte sich Anjins Fell rot, dann riss das Monster ihn in zwei Teile. Während es den hinteren Teil zur Seite schleuderte, dabei Blut und Eingeweide verteilend, hing der vordere Teil noch immer an seinem Hals und ließ nicht los.

»Neiiiiiiin!«, schrie Marco entsetzt und stürzte vor, aber bevor er zuschlagen konnte, wischte ihn einer der neu gewachsenen Arme wie ein lästiges Insekt beiseite. Er prallte mit dem Kopf gegen einen Tisch und verlor das Bewusstsein.

»Marco!«

Lydia lief zu ihm, durchdrungen von Sorge um ihren Liebsten, derweil sich das Monster erneut darum bemühte, Anjins Überreste an seiner Kehle loszuwerden, da diese verhinderten, dass er sein markerschütterndes Gebrüll, welches seine Gegner einschüchterte und schwächte, weiterhin einsetzen konnte.

»Marcia«, rief Rayton, dessen Wurfmesser gerade von den Schuppen des Monsters abgeprallt war. »Unsere Waffen sind nutzlos. Wir haben keine Zeit nach einer Schwachstelle zu suchen, die jedes Lebewesen hat. Ihr müsst etwas tun oder alles endet hier!«

In diesem Augenblick drehte sich das Monster in ihre Richtung und Marcia versuchte verzweifelt, sich zu konzentrieren. Da strömte die Magie aus ihr heraus, formte sich zu einer hellen Kugel und fuhr dann wie ein Blitz durch den monströsen Körper ihres Gegners, aber auch durch den von Lydia, die sich in diesem Moment hinter dem Gehörnten befand. Ihr Schrei mischte sich mit dem röchelnden Gebrüll des Monsters. Noch im Fallen schienen die getroffenen Körper ohne Flammen zu verbrennen, beim Aufprall auf den Boden entstand eine kleine Wolke aus Asche.

Rayton sah, wie Marcia die Augen verdrehte, und konnte sie gerade noch auffangen, als sie ohnmächtig zusammenbrach.

»Was für ein Desaster!«, stöhnte er und fragte dann Yam-Yam:

»Wie geht es Marco und Kroznok?«,

»Der Mensch lebt noch, für Kroznok ist alles vorbei.«

»Marco wird durchdrehen, wenn er merkt, dass er auch Lydia verloren hat. Und dass Marcia eine Mitschuld daran trägt, macht unsere Situation nicht gerade einfacher.«

»Ich würde diesem Traumgott gern den Hals umdrehen, aber nach Lage der Dinge wäre es vermessen, noch eine Chance dafür zu sehen. Wie geht es Marcia?«, erkundigte sich der Umbralla.

»Wohl nur der Schock über Lydias Tod. Hoffentlich versteht Marco, dass es nur ein unglücklicher Zufall war. Aber dass er Anjin und Lydia gleichzeitig verliert, wird ihm das Herz zerreißen.«

Yam-Yam nickte nur.

Bewertung: 4.4 von 5 (50 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 78 mal Aufgerufen Am 24. August 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Entführung, Freundschaft, Liebe, Schwert, Tod, Traum
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