Freundschaft aus der Küche – Eine neue Dimension

Freundschaft aus der Küche – Eine neue Dimension
Preis: 0,49 €
Autor:
Genres: Kinder & Jugend, Romantik
Webseite: www.rene-bote.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783744848824
Pauline ist endlich in der neuen Stadt heimisch geworden und hat Freunde gefunden. Der beste Freund von allen aber bleibt Robin, und die Freundschaft beschränkt sich längst nicht mehr auf gemeinsames Kochen und Backen. Doch wie sehr sich diese Küchengemeinschaft wirklich schon verselbständigt hat, merkt Pauline erst, als eine Bitte von Robins Eltern eine völlig neue Dimension eröffnet.
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Ein knappes Vierteljahr nach ihrem Umzug fühlte Pauline sich endlich halbwegs in der neuen Heimat angekommen. Nachdem sie die ersten nicht ganz zwölf Jahre ihres Lebens in Hamburg verbracht hatte, hatte sie sich natürlich nicht auf Knopfdruck umpolen können auf die Geburtsstadt ihrer Mutter im Ruhrgebiet, die sie bis dahin nur aus Erzählungen gekannt hatte, und ihre neuen Mitschüler hatten es ihr auch nicht leicht gemacht, sich wohlzufühlen. Vor allem dass sie sofort bei Anna durchgefallen war, der Klassensprecherin und Anführerin der tonangebenden Mädchenclique, hatte ihr den Neustart schwer gemacht.
Wer bei Anna etwas gelten wollte, musste in erster Linie die richtigen Statussymbole haben: Markenklamotten und ein teures Smartphone. Da konnte Pauline nicht mitbieten, denn das Gehalt ihrer Mutter erlaubte keine großen Sprünge, auch wenn die neue Arbeitsstelle, die den Umzug überhaupt erst ausgelöst hatte, etwas besser bezahlt war als die alte in Hamburg. Es war nicht so, dass es Pauline an etwas gefehlt hätte, aber sie musste das Augenmerk auf Qualität zu einem vertretbaren Preis legen. Deshalb trugen ihre Jeans eben nicht das Logo eines bekannten Herstellers, und ihr Smartphone war keines aus der kleinen Auswahl von Modellen, die – natürlich nur in der jeweils aktuellsten Version – in Annas Augen Gnade gefunden hätten.
Nicht alle in der Klasse hatten Annas Meinung geteilt, aber es hatte über Wochen auch keiner gewagt, sich offen gegen sie und ihre Freundinnen zu stellen. Zu groß war wohl die Angst gewesen, durch die Freundschaft mit einem Mädchen, das Anna abgestempelt hatte, selbst zum Außenseiter zu werden.
Erst der Kuchen, den Pauline zu ihrem Geburtstag für die Klasse gebacken hatte, hatte schließlich das Eis gebrochen. Der hatte wirklich allen hervorragend geschmeckt, und Anna ärgerte sich wahrscheinlich heute noch, dass sie sich hatte hinreißen lassen, das erste Stück förmlich zu verschlingen, und dass es ihr nicht gelungen war, zu verbergen, wie gern sie sich noch ein zweites genommen hätte.
Das mussten wohl auch andere beobachtet haben, denn nur so war es zu erklären, dass Annas vernichtendes Urteil über Pauline anschließend immer weniger Beachtung gefunden hatte. Sicher, Anna und ihre beiden Freundinnen Maike und Estefania behandelten Pauline immer noch von oben herab, und es gab ein paar Mädchen, die dieser Clique immer hinterherhechelten in der unsinnigen Hoffnung, irgendwann selbst aufgenommen zu werden in den elitären Kreis, aber zu den anderen hatte Pauline inzwischen zumindest ein kameradschaftliches Verhältnis.
Mit zwei Mädchen hatte sie sich seitdem richtig gut angefreundet, mit Marlene, mit der man einfach jeden Quatsch machen konnte, und mit Friederike, über die sie auch in den Volleyball-Verein gekommen war. Ihr bester Freund in der neuen Heimat war und blieb jedoch Robin, der wohl auch keine Vorstellung davon gehabt hatte, was sich aus seiner Frage nach dem Rezept von Paulines Geburtstagskuchen entwickeln würde. Noch immer kochten die Beiden gern und oft gemeinsam, aber sie unternahmen auch viele andere Sachen zusammen, mal zu zweit, mal mit anderen dabei.

***

Es war nicht mehr lange hin zu den Sommerferien, und obwohl sie sich inzwischen eingelebt hatte, freute Pauline sich darauf, dann für kurze Zeit nach Hamburg zurückzukehren. Eine Woche würde sie bei Nina zu Gast sein, der besten Freundin aus alten Tagen und der einzigen, zu der sie noch regelmäßig Kontakt hatte. Sie war selbst erschrocken gewesen, als ihr aufgefallen war, wie schnell viele Verbindungen zu ihrem alten Freundeskreis abgebrochen waren, mit vielen, mit denen sie sich regelmäßig getroffen hatte, als sie noch in Hamburg gewohnt hatte, hatte sie nach dem Umzug noch nicht eine einzige E-Mail oder Handynachricht ausgetauscht. Mit anderen hatte sie einige wenige Male Kontakt gehabt, nur mit Nina schrieb oder telefonierte sie jede Woche mehrfach.
Auf diese Weise blieb Pauline zwar halbwegs auf dem Laufenden, was in Hamburg passierte, aber trotzdem fühlte sie sich merkwürdig, als sie dann am Hamburger Hauptbahnhof auf dem Bahnsteig stand. Warum konnte sie sich kaum noch vorstellen, dass sie hier vor dreieinhalb Monaten noch zu Hause gewesen war? Es hatte sich nichts verändert, der Bahnhof sah immer noch so aus, wie Pauline ihn in Erinnerung hatte, aber trotzdem kam er ihr merkwürdig fremd vor.

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Seitenaufrufe: 3 mal Aufgerufen Am 23. Oktober 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Eifersucht, Erste Liebe, kochen, Mobbing, Neuanfang
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