Fragwürdige Identität Teil 2

Fragwürdige Identität Teil 2
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Webseite: www.angela-planert.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Nachdem seine Yacht unter mysteriösen Umständen explodiert, er selbst aber überlebt, bleibt Nicolas Rodriguez keine andere Wahl, als sich seinem dominanten Vater unterzuordnen. Er nimmt seinen Job als Leibwächter wieder auf und gibt sich seinem Schicksal hin. Seit seiner angeblichen Entführung leidet er immer noch unter Amnesie, doch aufgrund diverser Begebenheiten und intensiver Flashbacks hat er vermehrt das unbestimmte Gefühl, dass er möglicherweise eine falsche Identität lebt. Ihm fehlen lediglich die Beweise, die seine Zweifel untermauern. Als auf seinen Vater ein Attentat verübt wird und Nicolás in die Schusslinie gerät, wird er selbst schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Was zuerst wie ein Unglück erscheint, soll sich schon bald als Glücksfall erweisen, denn durch seine Verletzung hinterlässt er Spuren für diejenigen, die ihn seit Langem suchen ...
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Leseprobe

Nicolás stieg aus und sah sich aufmerksam um, aber sein Vater öffnete bereits ungeduldig die Autotür und stieg aus. „Ich will hier keine Wurzeln schlagen.“ Sein Vater hatte die Worte noch nicht ausgesprochen, als Nicolás einen roten Laserpunkt auf dessen Brust gerichtet sah. „Runter!“ Nicolás drückte den Oberkörper seines Vaters nach unten und duckte sich gleichzeitig. Geistesgegenwärtig zog Nicolás die Pistole, richtete sich hinter der noch offenstehenden Autotür auf und drehte sich dabei um. Auf dem gegenüberliegenden Dach entdeckte er den Schützen, der sich hinter einem Mauerabsatz zu verstecken suchte. Nicolás zielte und schoss. Im gleichen Atemzug spürte er einen Ruck in seiner rechten Schulter, dann einen heftigen Schmerz, der ihm für den Moment den Atem raubte. „Einsteigen! Sind Sie verletzt, Señor Rodríguez?“, hörte er Rodrigo fragen. „No! Ich bin in Ordnung“, antwortete sein Vater mit bebender Stimme und es klang als sei er im Wagen. „Steig ein, Nicolás, sehen wir zu, dass wir hier wegkommen!“, forderte ihn Andrés auf, der hinterm Steuer Platz genommen hatte. Nicolás sah zum Dach hinüber, wo jetzt niemand mehr zu sehen war. „Wie gut, dass wir dich wieder im Team haben! Wie hast du es diesmal bemerkt?“ Andrés klopfte ihm auf die linke Schulter, als Nicolás zu ihm in den Wagen stieg. Seine Knie fühlten sich weich an. Er war froh, dass er saß. Langsam sah er an sich herunter, konnte jedoch keine Schusswunde, nicht einmal Blut entdecken. Sein rechter Arm schmerzte trotzdem. „Der Laserpunkt“, antwortete Nicolás leise. Ihm war seltsam zumute. „Don Nicolás? Sind Sie in Ordnung?“ Catalina beugte sich zu ihm vor. „Weiß nicht“, sein Mund war trocken. „Ist er verletzt?“, hörte er die Stimme seines Vaters. „Soweit ich das beurteilen kann, nicht“, murmelte Catalina. Ein Stich in seinen Zeigefinger folgte. „Andrés, halten Sie dort vorn“, befahl sein Vater. „Der Blutzucker ist es definitiv nicht.“ Erst jetzt bemerkte Nicolás, dass seine Augen geöffnet waren. Er befand sich auf dem Beifahrersitz. Träge schaute er zu Andrés, der den Wagen in diesem Augenblick an den Straßenrand lenkte. Catalina beugte sich zwischen den beiden Vordersitzen zu ihm nach vorn. „Wieder zurück? Was war los?“ Prüfend sah sie in sein Gesicht. „Sie sind blass, ist Ihnen der Anschlag auf den Magen geschlagen?“ Nicolás schüttelte den Kopf. „Bist du denn von allen guten Geistern verlassen?“, fuhr ihn sein Vater an. Catalina hatte sich wieder auf die Rückbank gesetzt. Sein Vater beugte sich nun vor und packte ihn an der Schulter. „Wie ich gerade von Andrés und Rodrigo erfahren musste, trägst du die schusssichere Weste nicht immer?“ „Perdón, Papá“, antwortete Nicolás automatisch. „Die Dinger behindern mich nur …“ „Nicolás!“, ermahnte ihn sein Vater, „ich hoffe, dir ist jetzt klar, wie wichtig die Weste ist! Das hätte eben auch anders für uns beide ausgehen können!“ Nicolás ging in Gedanken noch einmal das Attentat durch. Seine rechte Brusthälfte pochte merklich. Vermutlich hatte er sich im Eifer des Gefechts verletzt, als er seinen Vater zu Boden stieß. „Wer, außer uns, wusste von deinem Vorhaben, einen neuen Anzug zu kaufen?“, fragte Nicolás leise, ihm war merkwürdig zumute. Er wollte sich zu seinem Vater umdrehen, doch ein reißender Schmerz in der Nähe seines Halses hielt ihn davon ab. „Niemand!“, empörte sich sein Vater. „Der Schütze auf dem Dach hat aber nur auf dich gewartet! Jemand muss davon gewusst haben.“ Nicolás hatte Mühe, seine Verärgerung zu verbergen. Sein Vater lachte gekünstelt. „Ganz wunderbar! Wir machen uns Sorgen um dich, weil du eine Weile weggetreten warst, fragen uns, ob alles mit dir in Ordnung ist, ob du unverletzt bist, und du analysiert unterdessen den Anschlag!“ „Gehst du da regelmäßig einkaufen?“ Nicolás verspürte ein trockenes Gefühl im Mund. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm. Er rieb sich die Stirn; sie war nass. „Alle acht Wochen“, antwortete sein Vater gereizt. „Nicolás hat recht, Señor Rodríguez, wenn Sie dort einkaufen gehen, dann in der Regel immer freitags!“, stellte Rodrigo fest. Nicolás fiel es schwer, den Worten zu folgen, da er nun auch noch ein starkes Schwindelgefühl wahrnahm und ihn abwechselnd heiße und kalte Schauer überkamen. „Was ist los mit dir?“, fragte Andrés, „mit dir stimmt doch was nicht!“ Nicolás fasste sich auf die Stelle an seiner Brust, wo die Ursache des Schmerzes zu sitzen schien. Vorsichtig griff er unter das Hemd und tastete seine rechte Halsseite ab. Er zuckte zusammen, als er eine äußerst empfindliche Stelle am Schlüsselbein berührte, die sich feucht anfühlte. Bestürzt zog Nicolás seine Hand zurück und schaute auf seine blutigen Finger. „Carajo! Nicolás!“, rief Andrés aus. „Ist das Blut?“, Rodrigo, der links hinter ihm saß, klang entsetzt. „Carajo!“, Andrés drehte sich zu Señor Rodríguez um, „Nicolás ist scheinbar getroffen!“

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Seitenaufrufe: 45 mal Aufgerufen Am 24. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Anschlag, Diabetes, Flashbacks, Gedächtnis, Karibik, Kolumbien, Leibwächter, Liebe, Rodríguez, Spannung
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