Fluch des Bösen Teil I – Erinnerungen

Fluch des Bösen Teil I – Erinnerungen
Preis: 11,90 €
Autor:
Genres: Fantasy, Horror & Mystery
Webseite: www.manuela-maer.de
Erscheinungsjahr: 2012
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783848200900
Kurz vor Sarahs einundzwanzigstem Geburtstag macht ihre Freundin Rosalie eine aufregende Entdeckung: In einer Ausstellung hängt das Gemälde einer jungen Frau, die Sarah zum Verwechseln ähnlich sieht. Ebenfalls in der Ausstellung lernt sie John und seinen attraktiven Cousin Dominik kennen, der sich unsterblich in die Frau auf dem Gemälde verliebt hat und natürlich nichts lieber möchte, als diese Schönheit leibhaftig vor sich zu sehen. Überaus charmant laden die beiden Männer die Freundinnen zu einer großen Festlichkeit in Dominiks Landhaus ein. Die Freundinnen merken zu spät, dass auf Dominiks Landsitz nichts mit rechten Dingen zugeht, denn John und Dominik sind Vampire! Und dann, als Sarah erfährt, dass sie eine Sangvuella ist, eine verfluchte Frau, von deren Blut sich die Vampire ernähren, ist es bereits zu spät: Sie hat sich in Dominik verliebt! Hin- und hergerissen zwischen Liebe, Hass und Verzweiflung, ersinnt sie einen gefährlichen Plan.
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Leseprobe

… Wie der Blitz drehte Rosalie sich um und rannte in den dunklen Garten.
Nach ein paar Schritten war sie von der Dunkelheit verschluckt. Sie rannte und
rannte, ohne zu wissen, wohin. Sie stieß an Bäume, stolperte über Büsche, und
als sie sich weit genug weg glaubte, blieb sie stehen, völlig außer Atem.
Er will mich umbringen, dachte sie panisch.
Sie sah sich um, aber es war zu dunkel, um etwas erkennen zu können. Etwas
vorsichtiger tastete sie sich langsam voran, bis sie unter einem buschähnlichen
Baum ein Plätzchen fand, auf dem sie sich niederließ.
John rief nach ihr: »Rosalie, komm zurück. Du kommst hier nirgends nach
draußen«, und als er keine Antwort bekam: »Ich werde dich suchen – und ich
werde dich finden!«
Er schüttelte den Kopf, lachte und ging wieder zurück ins Haus.
Rosalie überlegte unterdessen, was sie tun könnte: Wenn er mich findet,
wird er mich töten. Was mach ich nur? Um Hilfe rufen, wird nichts nützen.
Hier hört mich ja doch niemand.
Auch weiterzulaufen war sinnlos, da sie nichts sehen konnte. Aber hier zu
warten, bis er sie gefunden hätte? Vorsichtig erhob sie sich und tastete sich
geräuschlos voran.
Dominik hatte gerade noch Johns Rufe gehört, als sein Cousin schon ins
Haus kam. »Was ist los?«, fragte er.
John musste immer noch lachen. »Sie ist weggelaufen, geradewegs in unseren
schönen Garten.« Er zog den Mantel aus und hängte ihn über seinen Arm.
Dann besprach er sich mit Dominik. Sollten sie Rosalie im Garten suchen und
sie zurück ins Haus holen? Andererseits war der Garten groß, und Rosalie würde
ihn ohnehin nicht verlassen können. Dennoch konnten sie nicht riskieren, dass
das Mädchen doch einen Weg fand, das Grundstück zu verlassen. Sie überlegten
noch ein wenig, bis John eine Entscheidung traf.
»Ich werde sie suchen gehen.«
Sein ganzer Körper spannte sich an. Plötzlich war er sehr aufgeregt. Er warf
seinen Mantel dem Butler zu und drehte sich wieder um.
Beim Hinausgehen rief er: »Wünscht mir denn keiner einen guten Appetit?«
Die Partygäste bekamen voll all dem nichts mit.
Rosalie hatte unterdessen bemerkt, dass es sinnlos war, weiter in das Gestrüpp
hineinzulaufen. Auf einem Stück Rasen, das von üppigen Thujasträuchern
eingefasst war, ließ sie sich nieder. Die Dunkelheit umringte sie wie eine
schwarze Decke. Sie zitterte – nicht vor Kälte, sondern weil sie Angst hatte.
Todesangst. Rosalie konnte nicht glauben, was hier geschah. Ihr schönes blaues
Kleid war durchnässt von Angstschweiß.
Dann gab sie sich einen Ruck. Sie lief den Weg wieder zurück, vorbei an der
Limousine und ein Stück den Kiesweg entlang, der noch immer ein wenig von
den schwächer gewordenen Fackeln beleuchtet wurde. Es genügte ihr, um den
Weg zu erkennen und sich einen Rückweg aus dem hinteren Garten zu bahnen.
Da der Kies zu laut knirschte, lief sie neben dem Weg auf dem Rasen. Der
dämpfte ihre Schritte. Nun konnte sie John hören.
Er hatte angefangen, sie zu suchen, und rief immer wieder ihren Namen. Es
klang, als ob er weit genug entfernt war; offenbar lief er zuerst in den hinteren
Teil des Gartens.
John hatte eine kleine Öllampe mitgenommen und leuchtete mit ihr in die
dunkelsten Ecken. Auch wenn er selbst diese Leuchte nicht brauchte, hoffte
er, dass sie Rosalie beruhigen würde. Er erreichte die Thujasträucher. Rosalies
Geruch war ihm schon von Weitem in die Nase gestiegen, er verteilte sich wie
eine Wolke in der Luft. John fuhr mit der Zunge über seine Lippen. Dieser Duft,
vermischt mit dem Geruch ihres Parfüms, machte ihn fast verrückt. Langsam
drückte er die Äste der eng zusammenstehenden Sträucher auseinander. Das
schwache Licht der Öllampe fiel auf die kleine, mit Rasen bewachsene Lichtung.
John konnte noch die Abdrücke sehen, die Rosalie hinterlassen hatte. Wieder
sog er tief ihren Geruch ein und sah sich genauer um. Sie musste sich irgendwo
verletzt haben. Zwei winzige Blutstropfen hingen an einem der unteren Zweige.
Rosalie lauschte. Als sie John nicht hören konnte, spurtete sie das letzte
Stück zum Tor. Außer Atem stand sie vor den beiden Flügeln des Tors. Es war
verschlossen. Sie ärgerte sich. Hatte sie wirklich etwas anderes erwartet? Sie
rüttelte am Gestänge. Es musste doch eine Tür geben! Man musste hier doch
auch zu Fuß ein- und ausgehen können, ohne gleich das große Portal zu öffnen!
Was jetzt? Sollte sie nach rechts oder links gehen? Die falsche Entscheidung
würde sie Zeit und damit vielleicht das Leben kosten. Aber was, wenn sie sich
hier unmöglich aufführte und ihr Verhalten einfach nur albern war? Wenn es
sich nur um ein Missverständnis handelte? Sie haderte mit sich. Sie hatte doch
richtig gehört, dass Dominik ein Vampir war? Dann war es nur wahrscheinlich,
dass auch John einer war. Rosalie begann, hysterisch zu lachen. Vampire! Als ob
es so etwas geben würde! Und dennoch …
Sie wandte sich nach rechts und huschte an dem hohen Gitterzaun entlang……

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Seitenaufrufe: 15 mal Aufgerufen Am 21. Januar 2018 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abhängigkeiten, Fantasy, Freundschaft, Gefahr, Liebe, Mystery, Vampire
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