Flederzeit – Sturz in die Vergangenheit

Flederzeit – Sturz in die Vergangenheit
Preis: 2,99 €
Autoren: ,
Genres: Belletristik, Historisch
Webseite: www.winacht-und-noel.de
Erscheinungsjahr: 2012
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783944824437
Tirol, Anno 1293: Mila hat ein Geheimnis, das sie mit niemandem teilen kann. Schuld daran sind die beißenden Fledermäuse in der Höhle, ganz klar. Die bringen immer wieder 'Dämonen' zu ihr. Als sie den eigenartigen Matthias findet, der neben einem getöteten Dämon in einem Loch sitzt, weiß sie selbst nicht mehr, was sie glauben soll. Ist Matthias wirklich nur ein Zeitreisender, wie all die anderen auch? Aber warum kennt er dann sie und Ilya, ihren Sohn? Und was, verdammt noch mal, hat er mit Johann zu tun, dem Herrn von Ernberg? München, Anno 2012: Krimiautor Matthias hat alles verloren, was ihm wichtig war, sein Kind, seine Frau, seinen Beruf. Klar, dass er nicht mehr sonderlich am Leben hängt. Dass ihm dann ausgerechnet beißende Fledermäuse helfen, seine Vergangenheit aufzuarbeiten, hätte er sich nicht träumen lassen. Jedenfalls findet er sich in seinem eigenen Roman wieder. Verliebt sich in die geheimnisvolle Mila und ist mitten drin in ihrer faszinierenden Welt. Dann jedoch wird er grausam in die Realität zurückgeholt, denn die Fledermäuse haben eine Krankheit übertragen … Ein Zeitreise-Liebesroman vor historischer Kulisse
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Fledermäuse! Eine gewaltige Menge sogar. Die waren wohl auch die Verursacher des scharfen Geruchs. Dies schien ihre Schlafhöhle zu sein.

Instinktiv duckte sich Matthias – als der Gedanke ihn durchzuckte: Elias! Der Junge saß in der Rückentrage und war somit den herumflatternden Viechern völlig ungeschützt ausgeliefert. Hastig zerrte er die Kraxenträger von den Schultern, packte Elias, drückte ihn an seine Brust und ging in die Knie.

„Seltsam“, rief er dem Kind zu, „mein kurzer Schrei weckt sie auf, das donnernde Rauschen des Wassers macht ihnen jedoch nichts.“

Langsam ebbte das Geflatter und Gekreische ab. Matthias hob den Kopf, zuckte jedoch wieder nach unten, als ein ledriger Flügel seine Haare streifte. All seine Aufmerksamkeit nach oben gerichtet, registrierte er, dass es endlich still geworden war – vom Wasserrauschen abgesehen, das ihm nun laut wie Donner vorkam.

„Bist du auch so erschrocken?“ Er richtete sich auf.

Von Elias kam keine Reaktion.

Erst in diesem Moment fiel ihm auf, dass sich der Kleine die ganze Zeit über absolut ruhig verhalten hatte.

Eigenartig. Beunruhigend eigenartig.

Eine kurze Bewegung später leuchtete er Elias ins Gesicht. Der hing schräg in seinem Sitz, den Kopf auf den Rand gelegt.

Er konnte doch nicht schlafen! Aber da erkannte Matthias bereits die bläulich verfärbten Lippen, nahm das typisch keuchende Atemziehen des Kleinen wahr. Hören konnte er es in all dem Rauschen nicht.

Elias hatte einen Asthmaanfall und er hatte es nicht mitbekommen! Der Schreck darüber durchzuckte Matthias so heftig, dass er die Koordination über seine Muskeln verlor. Nur einen Moment, aber der reichte, dass ihm die Taschenlampe aus der Hand glitt, zu Boden fiel und wegrollte.

Aber das war jetzt egal. Hastig fuhr seine Hand in die Hosentasche. Das Notfallspray! Er riss die Kappe vom Sprühknopf, öffnete Elias‘ Mund, schob das Spray hinein und drückte auf den Knopf.

Nichts.

Er drückte erneut, sicher, nur nichts gehört zu haben.

Aber Elias regte sich noch immer nicht.

Verdammt! Matthias hastete nach vorn, stieß sich seinen Kopf an irgendetwas, fuhr zur Seite, bückte sich und fischte nach der Taschenlampe, sprang zu Elias und leuchtete ihm ins alarmierend blau angelaufene Gesicht, sah, dass der Kleine mühsam und sichtlich vergebens um Luft rang.

Erneut drückte er ihm das Spray in den Mund und presste mit aller Kraft den Sprühknopf, während er mit der anderen Hand die Taschenlampe hielt.

Jetzt konnte er es sehen. Nichts. Aus dem Spray kam nichts.

Verzweifelt drückte er wieder, fester, nochmal.

„Elias, atme!“

Das Spray war leer.

Er riss Elias aus der Rückentrage, in der er immer noch klemmte, schüttelte ihn.

Was hatte den Anfall ausgelöst? Die Fledermäuse? Ihr scharf riechender Kot etwa? Also raus hier!

Mit Elias auf dem Arm rannte er los, so gut und schnell er konnte. Dort drüben, er leuchtete kurz, ja, da klaffte dunkel die Öffnung zum Korridor, durch den sie gekommen waren. Eilig schlüpfte er hinein, achtete nicht darauf, ob er sich stieß, nur auf Elias sah er, der nun nicht einmal mehr nach Luft schnappte. Oh Gott, sie mussten raus hier, sofort!

Matthias wurde schneller. Einen Moment später war er an dem engen Durchgang, quetschte sich ohne Rücksicht auf sich selbst hindurch. Das Licht vom Höhlenausgang blendete ihn. Er rannte darauf zu, hinaus in die Sonne, sah gar nichts mehr, stolperte noch einige Schritte. Weg, nur weg hier.

Dann legte er Elias auf den Boden. Dessen Gesicht war dunkelblau. Er atmete nicht.

„ELIAS.“

Wieder das Spray.

Nichts.

Matthias drückte seinen Mund um Elias‘ Mund und Nase, gab einen Atemstoß.

Nichts. Elias‘ Bronchien waren völlig zu. Der Kleine war mitten in einem schlimmen Asthmaanfall und kam von alleine nicht wieder heraus.

„ATME.“

Matthias hob Elias hoch und schüttelte ihn. „VERDAMMT NOCH MAL, ATME.“ Er schlug ihm auf die Wange. „HÖRST DU? DU SOLLST ATMEN.“

Doch das Kind rührte sich noch immer nicht.

„ELIAS!“

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Seitenaufrufe: 43 mal Aufgerufen Am 16. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Dämonen, Dreiecksbeziehung, Fledermaus, Kerker, Krimi, Liebe, Mittelalter, Ritterburg, Zeitreise
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