Flammenwut – Das Feuer der Sonne

Flammenwut – Das Feuer der Sonne
Preis: 1,99 €
Autor:
Genres: Horror & Mystery, Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739657936
Als Jane erwacht, liegt sie im Erdgeschoss des alten Hauses, in dem sie schon ihr ganzes Leben verbracht hat. Nun brennt es. Eingeschlossen von Flammen weiß sie sofort: Ihre Schwester ist noch im Obergeschoss. ER hat sich Rache geschworen. Mit Hilfe einer seltsamen Kraft, die er in sich trägt, hat er jenes Feuer entfacht. Er weiß: Auch Jane ist Trägerin jener Kraft. Dieses Feuer ist erst der Anfang ...
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Leseprobe

„Feuer“

Funken, Knistern, dann entfacht,

Flammen dringen bis zum Dach.

Lodert, brennt, schließt den Kreis,

Rauch, Asche – schwarz dann weiß.

Sie ist noch da oben, war das Erste, was Jane dachte, als sie langsam zu sich kam, aufstand und hustete. Rauch, roch sie, viel Rauch. Stöhnend hielt sie sich ihren schmerzenden Rücken, vom harten Boden auf dem sie aufgewacht war. Dann ihren dröhnenden Kopf. Wieder hustete sie.

Es war heiß, viel zu heiß. Sie kam ins Schwitzen, das tat sie sonst nie. Schnell streifte sie ihr Oberteil ab, hielt es sich vor den Mund, wischte sich den Schweiß von der Stirn, ging vorsichtig ein paar Schritte.

Dann sah sie die Flammen vor dem Fenster lodern.

Ein leises Knistern, das am Holz des alten Hauses zu nagen begann, unbarmherzig.

Sie musste sich beeilen. Rannte jetzt zur hölzernen Treppe, die ins Obergeschoss führte. Immer wieder ein leises Husten ausstoßend, fühlte sie, wie es immer schwerer wurde zu atmen. So dicke Luft.

Orange, rot, violett, blau – sie sah alles, als sie die Treppe erreichte, die ersten Stufen erklomm. Diese Flammen, dieses Feuer – das war auf keinen Fall ein gewöhnliches.

Einfach vorbei an den merkwürdigen, kleinen Flammen, die bedrohlich dort herumtanzten, sie zu verspotten schienen, ihr immer wieder den Weg abschneiden wollten.

Sie wusste nicht wie, aber sie schaffte es schließlich ins Obergeschoss.

„Eileen!“, schrie sie.

So heiß, so schwer. Husten. Eileen konnte kaum die Augen öffnen, verstand nicht, was da geschah. Sie lag in ihrem Bett, das wusste sie, doch alles andere schien sich um sie herum zu verändern. Rauch lag in der Luft.

Es brennt!, dachte sie. Setzte sich abrupt auf, hustete. Dann sah sie den Rauch, die Flammen. Warum nur? Das ist das Ende. Es brennt. Feuer. Überall Flammen.

„Jane, Mum, Dad?“, brachte sie noch hervor. So schwer zu atmen. Sie legte sich wieder hin, zog die Bettdecke über den Kopf.

Das muss ein Traum sein. Wach auf! Wach auf!, dachte sie, begann zu zittern, trotz der Hitze, keuchte. Müdigkeit zerrte an ihr, sie schloss die Augen wieder.

Das ist alles nur ein Traum. Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.

Dann hörte sie die Stimme ihrer Schwester.

Kein Traum.

Doch sie konnte nicht mehr darauf reagieren.

Im Obergeschoss war die Luft noch dicker. Überall züngelten diese seltsamen Flammen. Doch Jane musste da irgendwie durch. Eileen war hier noch irgendwo und Jane war verantwortlich. Ihre Eltern hatten ihr für heute die Aufsicht erteilt, was ihr gar nicht gepasst hatte.

„Sie ist doch nur zwei Jahre jünger als ich. Sie ist doch schon 15, da wird sie auch mal einen Tag allein auskommen“, hatte sie gesagt.

„Ich bitte dich, du kennst doch deine Schwester!“, hatte ihre Mutter gefleht.

„Sie ist doch noch nicht mal wirklich meine Schwester!“, war ihr raus gerutscht. So oft lag ihr das auf der Zunge. So oft hatte sie daran gedacht, es Eileen zu sagen. Aber sie fand, das war die Aufgabe ihrer Eltern.

Egal, sie musste irgendwie an den Flammen vorbei, an den besonders hohen, viel zu großen Flammen, die ausgerechnet vor Eileens Zimmer brannten.

Sie dachte nicht mehr nach, rannte einfach los. Sie wusste nicht, wie sie es durch diesen Wald aus Flammen geschafft hatte, war blindlings gerannt, schließlich gegen die Zimmertüre geprallt. Es war, als hätte sie eine seltsame Kraft diesen Weg geleitet. Am Boden lag sie jetzt trotzdem wieder. Hustend. Immer mehr. Immer schlimmer.

Egal. Aufrappeln, Tür öffnen.

Im Zimmer erkannte Jane in diesem dichten Rauch kaum das Bett. Doch dann sah sie die Bettdecke, unter der Eileen sich verkrochen haben musste. Typisch!, dachte Jane, schnappte mit letzter Kraft ihre regungslose Adoptiv-Schwester, schleifte sie bis zum Fenster, öffnete dieses und atmete keuchend die kalte Luft ein.

Sie überlegte schon, ob sie es wagen könnte zu springen, doch da Eileen sich nach wie vor nicht regte und Jane sie auf keinen Fall in diesem Zimmer lassen wollte, verdrängte sie diesen Gedanken schnell wieder.

Sirenen ertönten.

Dann kam der Schmerz, der ihren Körper erfasste. Brennend. Ihre Lunge schien zu explodieren.

Sie sah noch den Schein eines Blaulichts, im Licht der aufgehenden Sonne, dann sackte sie vor dem Fenster zusammen.

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Seitenaufrufe: 199 mal Aufgerufen Am 13. Juni 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Energie, Feuer, Flammen, Kraft, poetisch, Rache, Sonne, spannend, Wut
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