Feed me! Tödliche Gier

Feed me! Tödliche Gier
Preis: 9,95 €
Autor:
Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Webseite: www.martina-schmid.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783944948041
Bea ist von Selbstzweifeln geplagt und fühlt sich unattraktiv. Als sich eines Tages plötzlich der gut aussehende Francis für sie interessiert, kann sie es kaum glauben. Endlich scheint sie ihren Traummann gefunden zu haben. Fasziniert davon begehrt zu werden, erfüllt sie nur zu gerne seine sexuellen Wünsche und lässt sich von ihm systematisch füttern. Bea nimmt rasend schnell zu. Immer mehr. Und mit ihren Rundungen wächst Francis’ Verlangen nach ihr. Ein Teufelskreis. Erst sehr spät durchschaut Bea seinen perfiden Plan – zu spät?
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Leseprobe

Willst Du sexy aussehen?

Eine richtige „Sexbombe“ sein?

„Ja, klar!“, sagst Du? – Dann stopf Dich voll, nimm zu und geh

auseinander! Schaufel’ pfundweise Marshmallows, Hamburger, Schokolade

und Frittiertes in dich rein. Achte darauf, dass Dein Bauch

immer schön voll ist! Auch wenn Du keinen Hunger verspürst, iss

trotzdem – und gerade deshalb! Und Du wirst sehen, bald schon wird

sich eine feine Schicht um deinen Bauch legen. Deine Hüften werden

breiter werden, Dein Busen wird wachsen. Du kannst Dir bald

schon neue BHs kaufen. Du wirst mehr und mehr zu einer Sexbombe

werden und die Männer werden Dich bewundern. Sie werden Dir

hinterher schauen und sich die Hälse ausrenken, denn Dein Körper ist

nun schön groß, kurvig und sexy. Das glaubst Du nicht? Nun, es ist

wissenschaftlich bewiesen, dass die Mehrzahl der Männer auf große

Brüste und breite Hüften stehen, das ganze von einem schönen Bauch

abgerundet. Warum das so ist, fragst Du? Ein fülliger Frauenkörper

strahlt eben „Fruchtbarkeit“ aus, so als wäre er schwanger! Und was

kann einem Mann ein schöneres Gefühl geben, als dass er eine Frau

geschwängert hat? Den Beweis, dass er potent ist?

Fett macht schön!

Glücklich! Glücklich! Dich hab ich gefunden,

hab aus Millionen dich umwunden

und aus Millionen mein bist du –

Lass Chaos diese Welt umrütteln,

durcheinander die Atome schütteln;

ewig fliehn sich unsre Herzen zu.

(Friedrich von Schiller)

In neunhundertzweiundsiebzig Tagen war ihr dreißigster Geburtstag

„Ich hasse dich!!“ Bea hielt sich schluchzend die Hände vor das

Gesicht. Schwarze, von Wimperntusche gefärbte Tränen quollen

zwischen ihren Fingern hervor. Vorsichtig lugte sie zwischen

Daumen und Zeigefinger hindurch. Doch der Spiegel,

vor dem sie stand, zeigte noch immer dasselbe Bild: eine Frau

von siebenundzwanzig Jahren, 1,66 m groß. Dunkelblondes,

schulterlanges, leicht gewelltes Haar, das mit einem schwarzen

Gummi streng nach hinten gebunden war. Ihre Tränen waren

inzwischen, aufgrund der Schwerkraft, wie parallel verlaufende

Ströme an ihrem Oberkörper hinunter gelaufen, hatten den

Weg über ihre festen, kleinen Brüste gefunden und umspielten

wie selbstverständlich ihre Brustwarzen. Übermütig hüpfte ein

Tropfen nach dem anderen in akrobatischer Manier darüber

und der eine oder andere landete zielgenau in ihrem Bauchnabel.

Zumindest der gefiel Bea. Sie drehte sich zur Seite, hob

den Arm, der zum Spiegel gewandt war, etwas an, damit sie

die Wölbung, die sich um ihren Nabel im Laufe der Jahre gebildet

hatte, besser sehen konnte. Nicht nur sehen, sondern

kritisch betrachten musste sie ihn. Ihren Bauch. Ein schrecklicher

Bauch! Na gut, so schrecklich war er auch wieder nicht.

Aber er störte! Zumindest wenn sie ihre Jeans trug. Wenn der

Knopf geschlossen war, quoll ein Speckröllchen über den Hosenbund.

Wie das aussah! Eigenartig, denn ihr Gewicht war

für ihre Größe eigentlich relativ normal. 62,5 kg brachte sie

auf die Waage.

Sie stieß einen leisen Seufzer aus und wischte sich mit dem

Handrücken das Salzwasser-Tusche-Gemisch vom Gesicht.

Was für eine Visage! Die Heulerei hatte ihr ein clownartiges

Aussehen verliehen: Verquollene Augen, eine rote Nase,

schwarze Streifen über den Wangen als Hinterlassenschaft der

Tränen. Ein Aussehen – reif für den Zirkus! Sie ließ den Blick

über ihren Po zu den Oberschenkeln gleiten. Die Sonne schien

durch die Balkontür in ihr Zimmer und ließ gnadenlos Ansätze

von Cellulite unterhalb der Pobacken sichtbar werden. Sie

hasste sich! Sie hasste ihr Aussehen. Ein Jammer, wenn man

in diesem Leben nicht zu denjenigen Menschen gehörte, die

mit einem Model-Körper ausgestattet waren. Sie seufzte nochmals.

Diese „Hungerhaken“ können sich so etwas ja gar nicht

vorstellen: Wenn man am liebsten beim Sex das Licht auslässt

und in der Umkleidekabine das „nackte Grauen“ bekommt,

wenn man den Wandspiegel so dreht, dass man sich im gegenüberliegenden

Spiegel von hinten sieht. Daran waren aber

auch diese verdammten Neon-Röhren schuld! In diesem Licht

wurde einem schonungslos und knallhart gezeigt, an welchen

Stellen es Mutter Natur mit einem nicht so gut gemeint hatte.

Ins Schwimmband ging Bea auch schon seit Langem nicht

mehr. Wie lange eigentlich?

Sie sah einen Moment aus dem Fenster und legte die Stirn

in Falten, versuchte, sich zu erinnern: Es war genau seit jenem

Samstagnachmittag im Juli vorletzten Jahres, als sie mit ihrem

damaligen Freund Tom im Freibad war und er sie irritiert angeguckt

hatte, während sie sich langsam und verführerisch entblößte,

um ihm ihren neuen, sündhaft teuren Bikini vorzuführen.

„Was ist?“, hatte sie ihn verunsichert gefragt, als sie seine

ungläubigen Blicke auf ihrem Körper spürte.

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Seitenaufrufe: 83 mal Aufgerufen Am 3. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: feeding, Fetisch, füttern, Liebe, Romatik-Thriller, Sex
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