Fated Shadow – Die Jagd

Fated Shadow – Die Jagd
Preis: 3,49 €
Autor:
Genres: Fantasy, Krimi & Thriller
Webseite: www.kim-rylee.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739659299
Hätte mir jemand diese Geschichte aufgetischt, ich hätte mich genauso verhalten – ich schwör‘s! Beginnen wir doch einfach am Anfang. Mein Name ist Aveline. Ich komme aus Inverness, der kleinen Stadt in Schottland, die durch das Monster von Loch Ness Berühmtheit erlangte. Ich hatte angenommen, mit meinem Freund David würde sich mein Leben zum Positiven verändern. Und das wäre auch wohl so gekommen … wenn da nicht Samael und Azrael gewesen wären. Mit denen geriet meine Welt aus den Fugen. Denn diese beiden Herren waren nicht das, was sie vorgaben zu sein und sie ließen nichts unversucht, mich in Teufels Küche zu bringen. Warum sie es auf mich abgesehen hatten, war mir indes anfangs nicht klar – bis ich erfuhr, dass sie hinter dem her waren, was ich IN mir trug ...
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Leseprobe

Prolog

Ihr Schädel schmerzte, und sie spürte ihre Hände und Arme nicht mehr. Langsam schlug sie die Augen auf, während allmählich das Bewusstsein in ihren Kopf zurück kroch. Die Umgebung um sie herum war in Orange- und Rottöne getaucht.

  »Na? Aufgewacht?«

 

Eine Hand ergriff ihr Kinn und hob sanft den Kopf nach oben. Sie verspürte einen wahnsinnigen Durst. Langsam lichtete sich der Schleier und sie sah in das schönste Gesicht, das ihre Augen je erblickt hatten. Er hatte weiche Gesichtszüge und einladend blaue Augen. Doch etwas passte hier ganz und gar nicht zusammen.

  »Samael, gib ihr etwas Wasser. Sie soll uns doch nicht verdursten«, befahl er seinem Gefährten. Trotz des Befehls schwang ein sanfter Unterton mit.

Seine Hand löste sich und plötzlich sackte ihr Kopf wieder herunter. Sie spürte, wie ihre Lippen sanft befeuchtet wurden. Automatisch öffnete sie ihren Mund. Ein Schlauch mit Wasser wurde ihr von Samael an die Lippen geführt. Gierig versuchte ihre Zunge, das köstliche Nass in den Mund zu befördern. Nur wenige Tropfen erreichten ihre Kehle, sodass die Freude nicht lang währte.

»Das ist genug«, befahl die Stimme.

Samael entzog ihr den Schlauch.

Erst jetzt registrierte sie, dass dies doch kein Traum war. Man hatte ihre Hände in Ketten über dem Kopf gefesselt. Erschöpft lehnte sie die Stirn gegen den rechten Arm. Wo hatte man sie hingebracht? Alles war nur schemenhaft zu sehen. Es sah aus, als würden sie sich tief unten in einem Gewölbe befinden. Es war heiß. Sie hörte kein Knistern. Die Hitze schien von den Wänden zu strahlen, denn ein Feuer konnte sie nirgends entdecken. War sie in der Hölle gelandet?

Samael begann um die Gefangene herumzutänzeln und nahm einen kräftigen Schluck aus dem Wasserschlauch. Er schmatzte, nachdem er den Schlauch abgesetzt hatte.

»Wann willst du es tun, Azrael?« Ein Rinnsal von Wasser lief über sein Kinn, und er wischte ihn sich genüsslich mit dem Handrücken weg.

 

Sie hob leicht den Blick. Wie die regelmäßigen Wellen, die ein Wassertropfen auslöst, wenn er auf die Oberfläche eines Sees auftrifft, strömten die Erinnerungen in ihr Gedächtnis zurück. Sie sah zu dem hochgewachsenen Mann herüber. Sein langes, blondes Haar hatte er hinten zu einem Zopf gebunden. Die Fragmente setzten sich zusammen. Alles wurde klarer und begann einen Sinn zu ergeben.

Azrael. Der Todesengel.

Der Mann, den sie einst geliebt hatte. Und Azrael hatte sie geliebt. Sie verehrt. Doch das lag bereits eine lange Zeit zurück.

»Jetzt.«

 

Im fahlen Licht blitzte die Klinge eines Gladius auf, das der Todesengel in der Hand hielt. Niemand konnte ihm das Wasser reichen, wenn es darum ging, das römische Kurzschwert zu führen. Er war der unbestrittene Meister darin, obwohl er diese Waffe seit vielen Jahrhunderten nicht mehr geführt hatte.

  »So, Nagual.«

 

Plötzlich spürte sie seinen Atem. Nur wenige Zentimeter trennten ihre beiden Gesichter.

»Nun wirst auch du spüren, wie es ist, erdgebunden zu sein.« Seine Augen blitzten vor Boshaftigkeit kurz auf und sie musste unweigerlich schlucken. Ihre Kehle und Mundhöhle waren erneut ausgetrocknet, sodass sie nicht in der Lage war, auch nur ein Wort herauszubringen. Schwach blinzelnd blickte Nagual in seine Augen. Sie wollte ihm signalisieren, dass sie noch immer etwas für ihn empfand. Der Plan, den sie verfolgte, schien nicht aufzugehen. Diesen Ausgang hatte sie nicht angestrebt.

 

Azrael konnte ihrem Blick nicht standhalten. Während er hinter ihrem Rücken verschwand, trat wieder Samael vor sie und legte seinen runden Kopf schief. In seiner Miene trat ein seltsamer Ausdruck und der Dämon legte die Stirn in Falten.

»Sie scheint keine Angst zu haben!« Unterschwellige Enttäuschung begleitete die Worte.

Nagual spürte, wie etwas Spitzes entlang ihrer Wirbelsäule langsam von unten nach oben glitt. Instinktiv bog sich ihr Rücken in ein Hohlkreuz, wollte der drohenden Gefahr entfliehen, auch wenn ihr geschundener Körper kaum noch die Kraft besaß und sie sich nur mit Mühe auf den Beinen halten konnte. Die Erkenntnis kam prompt. Es war zwecklos. Die Fesseln ließen Nagual keine große Bewegungsfreiheit. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Azrael das Kurzschwert hob. Ein fieses Lachen bohrte sich in ihren Ohren, gepaart mit einem Zischen, als das Gladius hinabsauste.

 

Plötzlich erschauderte ihr Körper.

Nagual verspürte einen brennenden Schmerz.

»Aaaaaahhhhh!«

Markerschütternd rasselten die Ketten, als die Hände krampfhaft nach Halt suchten und ins Leere griffen. Ein unerträgliches Brennen überzog ihre Schultern. Kalter Schweiß rann an ihrem Gesicht herunter, vermischt mit Tränen. Lautes, heftiges Keuchen schüttelte sie zusätzlich durch, raubte ihr den Atem. Ihr Körper bäumte sich vor quälender Pein auf. Der Schmerz, der Nagual fast ohnmächtig werden ließ, fraß sich durch jede Faser ihrer Muskeln bis zum Gehirn hoch und drohte, sie in den Wahnsinn zu treiben.

Schließlich gab ihr Geist auf und sie hing kraftlos an den Ketten.

Bewertung: 5.0 von 5 (7 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 99 mal Aufgerufen Am 4. Juli 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Dämon, Edinburgh, Engel, Entführung, Fantasy-Thriller, Hölle, Inverness, London, Magie, Schottland, Urban Fantasy
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