Farbmenschen – In Farbe geboren

Farbmenschen – In Farbe geboren
Preis: 2,99 €
Autor:
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Sie sind unter uns. Sehen wie Menschen aus, stechen dennoch heraus. Sind Menschen und doch nicht. Denn sie besitzen übernatürliche Kräfte. Das ist ihr Geheimnis, das sie versuchen vor dem Rest der Menschheit zu verbergen. Sie haben nur ein Ziel: Sich vereinen, ihre Macht vergrößern, um die Welt zu verändern. Als Tim eines Tages überstürzt von zu Hause ausreißt, begegnete er auf seinem Weg einem seltsamen Mädchen. Zunächst lässt er sich auf sie ein, unterhält sich mit ihr. Doch er muss schnell feststellen, dass sie nicht so harmlos zu sein scheint, wie sie sich gibt. Er beschließt schließlich, dass es besser wäre, wieder umzukehren. Doch das Mädchen hat andere Pläne ...
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Leseprobe

Prolog – Ausreißen

Es begann mit einer einfachen naiven Idee, die vermutlich jedem schon einmal in den Sinn gekommen ist. Einfach abhauen von zu Hause. Weg von den nervtötenden Eltern, von den Streitereien, von all dem Stress. Dass dies auf Dauer keine Lösung ist, wird meistens jedem dann irgendwann klar. Für manche ist dies jedoch der einzige Ausweg in dieser Zeit, zumindest der einzige, der einem in den Sinn kommt. Wenn es zu Hause eben um mehr geht, als nur um Streit und nervige Eltern. Gewalt oder ähnliches zum Beispiel. Weglaufen, sich stellen oder gar dem endgültigen Ausweg entgegen gehen, dem Tod – eine Option erscheint schlechter als die andere.

Ich wusste es damals nicht, aber als ich im Teenageralter schließlich mein sprichwörtliches Köfferchen packte, sollte sich mir etwas offenbaren, von dessen Existenz ich nichts gewusst, höchstens geahnt hatte. Andere Menschen, so voller Farbe nicht etwa schwarz und weiß wie die Welt – so langweilig und öde, so alltäglich. Nein, so intensiv, so spannend und einzigartig, wenn man sich auf sie einließ, auf diese „bunte Menschen“, diese „Farbmenschen“. So anders, wie ich mich auch immer gefühlt hatte, auch wenn ich zunächst trotzdem kein wirklicher von Ihnen zu sein schien. Alles schien wie vorherbestimmt. Wir sind doch alle nur des Schicksals Spielfiguren. Daher kam mir alles vor wie im Märchen. Nur endet da immer alles gut. Das Gefühl hatte ich nie so wirklich.

So begab es sich also zu der Zeit, als ich noch ein Teenager war. Die Schule war ätzend, meine Klasse ebenso. Keiner der irgendwie mit mir harmonierte, mich verstand, mit mir wirklich redete und nicht nur so tat, als würde es ihn interessieren, was ich zu sagen hatte. Zu Hause war es nicht besser. Ständig stritt ich mich. Etwa mit meinen Eltern. Um Bagatellen. Meine Noten zum Beispiel waren zu schlecht, angeblich. Wieso? Ausreichend, reicht doch aus und befriedigend, ist doch befriedigend, oder?

Aber eben nicht gut oder sehr gut und das haben sie zu sein, laut meinen Eltern.

Oder etwa meine tollen Geschwister, mit denen man sich als Kind um Spielzeug gestritten hatte, dann sich einfach so gegenseitig ärgerte, beleidigte, miteinander kämpfte und später dann gab es Streitpunkte wie Fernseher, Computer – das Übliche eben. Normal für eine Familie, heißt es.

Nun, aber daher kann es eben auch vorkommen, dass man eines Tages so beleidigt, so genervt ist, dass man nur noch weg will. Mir hatten sie es nicht zugetraut. Meine Geschwister sind das ein oder andere Mal schon abgehauen, spätestens nach einer Stunde kamen sie wieder angekrochen. Trotz gepacktem Koffer. Naja, nur packte ich mir meinen Koffer, oder eher einen großen Rucksack, weil das eben praktischer war, als ich schon 17 war, erneut. Dieses Mal hatte ich es ernst gemeint. Zu weit waren sie gegangen. Hatten mit irgendwem über meine privaten Probleme geplaudert. Hinter meinem Rücken. Ein Vertrauensbruch, der mir durchaus schon von ihnen bekannt gewesen war, doch dieses Mal war es ein Mal zu viel gewesen.

Ich sagte ihnen ich hätte morgen später Schule. Alle waren schon aus dem Haus, als ich aufstand. Es war einfach gewesen. Einfacher, als ich gedacht hatte.

So begann also meine Reise.

Reise reiß aus. Einen wirklichen Plan hatte ich nicht. Meine Geldkarte des Giro-Kontos hatte ich dabei, ebenso das gesparte Geld, was noch in meinem Geldbeutel verweilte. Ein paar wenige Klamotten, etwas zu Essen und Trinken. Das war’s. Klar würde das nicht lange genügen, aber ich machte mir in dem Moment keine Gedanken darüber. Mir war einfach alles egal.

Mein Vater sollte sich die Sorgen weg-trinken, meine Mutter weg-heulen und der ganzen Nachbarschaft ihr Leid bekunden. Egal. Nur weg.

Teil 1

„Farbe“

Bringe mir Farbe,

Farbe ins Spiel,

schwarz und weiß,

bringt nicht viel.

Bringe mir Farbe,

Farbe ins Leben,

schwarz und weiß

kann nicht viel geben.

Kapitel 1 „Grün“

Mich zog es zunächst in den nahegelegenen Stadt-Wald. So konnte ich so tun, als wäre ich ein Wanderer, ein ungewöhnlich junger vielleicht, aber was soll’s. Unser Ort war zwar nicht groß, aber groß genug, dass es auch einige merkwürdigere Gestalten gab. Wie dieses Mädchen, von dem mir meine Eltern mal erzählt hatten. Es ging lieber in eben jenen Wald oder den Park, als shoppen oder ähnliches. Vor allem zog es sich immer zu grün an. Ja, richtig: grün! Grüne Hose, grünes Shirt, grüne Jacke. Im Park oder Wald, war sie so schon kaum zu sehen, vielleicht beabsichtigte sie genau das: nicht gesehen zu werden. Das sollte ich jetzt besser auch versuchen, sonst falle ich noch auf.

Sie sah ihn schon, als er auch nur in die Nähe ihres schönen Waldes kam. Ja, ihr Wald. Das sollte er zumindest sein. Die anderen wissen ihn nie zu schätzen. Dieser Junge da war aber irgendwie anders. Auch wenn er sich optisch kein bisschen von den Anderen, den Farblosen unterschied. Sah doch alles gleich aus. Die Anderen haben das Grün noch nie zu schätzen gewusst…

Bewertung: 5.0 von 5 (1 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 44 mal Aufgerufen Am 4. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Farben, Menschen, poetisch, spannend, übernatürliche Kräfte
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