Existenzlos

Existenzlos
Preis: 0,99 €
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Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Du öffnest die Augen. Du weißt nicht, wer du bist. Eine Frau ohne Namen, ohne Vergangenheit. Kann das, was sie dir erzählen, deine Geschichte sein? Vielleicht ist die simple Wahrheit, dass sie dich deiner wahren EXISTENZ beraubt haben! Die Polizistin Alicia Juárez wird im Central Park bewusstlos aufgefunden. Wie im nahegelegenen Krankenhaus später festgestellt wird, leidet sie an retrograder Amnesie. Während sie versucht, ihrer Vergangenheit auf die Spur zu kommen, findet sie dunkle Geheimnisse. Sie öffnet dabei Türen, die besser verschlossen geblieben wären ... Das Buch basiert auf wahren Begebenheiten. Mit dem ersten Thriller "Puppenbraut" gelang der Autorin der Durchbruch in die TOP10 der Thriller & Krimi-Bestsellerliste. Mays Bücher haben eine abgeschlossene Handlung und können voneinander unabhängig gelesen werden. »Meine Bücher sollen nicht nur berühren! Sie sollen den Leser an der empfindlichsten Stelle packen und ihn in eine Geschichte hineinspucken, aus der wahre Albträume geboren werden.“ May B. Aweley
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Leseprobe

»Das Licht glaubt,

es wäre schneller als alles andere.

Aber egal, wie schnell es sich bewegt,

die Dunkelheit ist immer schon vorher da

und erwartet das Licht bereits.«

[Terry Pratchett, britischer Schriftsteller]

PROLOG

Freitag, 21. 09. 2007, Livingston, in der Nähe von Taylor Lake

Sie stöhnte kaum wahrnehmbar. Jeden einzelnen Knochen ihres Torsos konnte sie schmerzhaft spüren, als hätte man sie mit Tritten traktiert. In ihrem Kopf dröhnte es entsetzlich. Widerwillig versuchte sie, ihre Augen zu öffnen. Schließlich gelang es ihr. Um sie herum herrschte völlige Dunkelheit.

Ihre Peiniger hatten Hände und Füße der Gefangenen mit Lederriemen an einer Liege festgebunden, als sie noch vom Schlag auf den Hinterkopf bewusstlos war. Als wüssten sie über die Kraft ihres vom Überlebenswillen beherrschten Körpers Bescheid. Unter anderen Umständen sicher ein Kompliment.

Wo hat man mich hingebracht?, überlegte sie, den Kopf zaghaft zur Seite neigend, um unnötige Schmerzen zu vermeiden. Ihr Körper tat höllisch weh. Es war aber nicht die Zeit, in Selbstmitleid zu ertrinken. Sie musste einen kühlen Kopf bewahren.

Noch immer wusste sie nicht, was diese Männer mit ihr vorhatten. Oder warum sie als Zeugin einer so unfassbaren Wahrheit nicht auf der Stelle beseitigt worden war. Ganz offensichtlich brauchten sie sie noch zu irgendeinem Zweck.

Wenn die Gefangene etwas ganz genau gelernt hatte, dann, dass manchmal die kleinste Information über Leben oder Tod entscheiden konnte. Zu Letzterem war sie noch nicht bereit.

Ihre Augen hatten sich in der Zwischenzeit beinahe vollständig an die Dunkelheit des Raumes gewöhnt. Ein beißender Geruch drang bis in ihre Lungen hinein.

Es riecht…, sie suchte nach einer passenden Assoziation, so eigenartig muffig. Feucht oder steril. Vermutlich eine Mischung aus beidem. Es stockte ihr der Atem, als sie einzelne Umrisse schemenhaft erkennen konnte. Wie…. Desinfektionsmittel.

Offenbar war sie in einem krankenhausähnlichen Saal an einen OP-Tisch gebunden. Schrecklicher als diese plötzliche Erkenntnis war das Bewusstsein, dass dies kein Traum, sondern brutale Wirklichkeit war. Wie komme ich hierher?

Chaotisch wanderten ihre Gedanken im Kopf hin und her und erzeugten ein beklemmendes Gefühl aufsteigender Panik. Sie versuchte, sich zur Ruhe zu bringen, um nicht vor entsetzlicher Angst zu hyperventilieren. Welche Handlungsalternativen standen ihr jetzt zur Verfügung? Wie viel Zeit hatte sie?

»Ihr hättet mit ihr etwas vorsichtiger sein können«, hörte sie die ihr vertraute spanische Muttersprache. Die Sprecherin schien aufgeregt zu sein. »Was ist, wenn ihre Organe dabei beschädigt wurden? Innere Blutungen können wir nicht gebrauchen. Sie kosten Geld. Und es ist noch nicht entschieden, ob sie nicht doch für die Spende taugt.«

Die Worte: »Organe«, »beschädigt«, »Geld«, »Spende« ließen die Gefangene erschaudern. Bin etwa ich damit gemeint? Soll das meine Bestimmung sein, für die sie mich ausgewählt haben?

Es fiel ihr zunehmend schwerer, nicht zu hyperventilieren. Auch ihr Magen rebellierte von dem Zeug, das sie ihr verabreicht hatten. Mit aller Kraft wehrte sie sich gegen die aufsteigende Übelkeit. Der Knebel in ihrem Mund würde sie gnadenlos ersticken.

Langsam versuchte sie wieder auszuatmen, um nicht innerlich zu explodieren. Ihre Peiniger sollten nicht erfahren, dass sie wach war. Jeder noch so kleine Vorteil war jetzt notwendig, wenn sie zum Kampf um Leben und Tod bereit sein wollte.

»Sorry, wir konnten nicht anders. Sie hätte sich gewehrt. Das konnten wir nicht riskieren«, entgegnete eine schrille männliche Stimme. Tatsächlich, erinnerte sich die Gefangene, war ich in dem Büro und suchte nach Informationen über meinen Vater. Dann fand ich den Notizblock und las von ihr. An mehr kann ich mich nicht erinnern, doch so, wie mir der Kopf wehtut, dürfte es mit einem Schlag auf den Hinterkopf geendet haben.

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Seitenaufrufe: 47 mal Aufgerufen Am 23. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Aweley, Der Angstheiler, FBI, Puppenbraut, Verbrechen, wahre Fälle
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