Esmeralda

Esmeralda
Preis: 0,99 €
Autor:
Genre: Kinder & Jugend
Webseite: www.gabrielezapke.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Obwohl die kleine Fee Esmeralda auf der Welt ist, um den Menschen zu helfen, kann sie die Menschen überhaupt nicht leiden. Da bekommt die den Auftrag ein Menschenkind in Not zu unterstützen. Erst als sie selbst das Opfer von Vorurteilen wird, bekommt sie Mitgefühl und rettet ein Kind aus einer gefährlichen Situation.
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Leseprobe

1. Kapitel

Als Esmeralda die Welt wieder mal zu einem besseren Ort machen wollte, fiel sie hinterrücks in eine Pfütze.

Dabei hatte sie es nur gut gemeint, als sie den Mann von ihrem Lieblingsplatz am Wasserfall vertreiben wollte. Glücklicherweise war Esmeralda für den Mann unsichtbar, sonst hätte es jetzt Ärger gegeben.

Und das alles nur, weil sie am liebsten ungestört an ihrem Lieblingsplatz war und außerdem konnte sie sehen, wie der Mann mit finsterem Blick seinen Zigarettenstummel in den kristallklaren See warf. Da nahm Esmeralda einen großen und nassen Ast, zog ihn so weit nach hinten bis es nicht mehr ging, ließ los, verlor das Gleichgewicht und wurde selbst so nass, wie sie es diesem Mann gewünscht hatte. Der Mann hatte nur ein paar Tropfen abbekommen, streckte die Hand aus und schaute gen Himmel, ob es wohl anfing zu regnen.

Dabei hatte der Tag so vielversprechend begonnen. Kurz vor Sonnenaufgang wachte Esmeralda auf und dachte an den Wasserfall. Im Dorf schliefen noch alle, aber Esmeralda hielt es nicht länger in ihrem Hängemattenblatt. Es war noch kühl und die Luft war feucht. Esmeralda fröstelte ein bisschen und sie legte sich das große Ahornblatt, das sie auch als Decke benutzte, um die Schultern. Schnell schlüpfte sie in ein warmes, grünes Kleid. Sie blickte über die Schulter und sah ihre Freundin Maya, die mit offenen Mund schlief, Tamino drehte sich gerade noch einmal um und der stämmige Ferdinand schnarchte. Nur die Hängematte ihrer Lehrerin Eudokia war bereits leer. Lächelnd drehte sich Esmeralda um und machte sich auf den Weg.

Es wurde mit jeder Minute heller und die ersten Vögel begannen zu singen. Esmeralda lief leichtfüßig durch den kühlen Wald. Noch nicht alle Bäume hatten ihre Blätter bekommen, und die, die schon welche hatten, waren auch nur leicht bekleidet. Die wenigen Blätter ließen das erste Licht des Tages durch. In einem Monat schon wäre das Blätterdach so dicht, das es trotz Sonnenaufgang noch dunkel im Wald sein würde. Bei Regen reichte das Wasser manchmal gar nicht bis zum Boden.  

Vor wenigen Wochen lag noch Schnee, erst seit ein paar Tagen bekam die Sonne mehr Kraft und Wärme und trieb mit aller Macht die Knospen aus den Bäumen. Esmeralda blickte nach oben und sah, wie sich die Blätter im Wind wiegten.

Heute nahm sie nicht den direkten Weg zum Wasserfall, sondern bog bei den mit Moos bewachsenen Bäumen ins Dickicht ab. Ein riesiger Stein erhob sich aus dem Waldboden. Sie war schon lange nicht mehr hier gewesen und konnte sich nicht mehr daran erinnern, wo der Eingang der Höhle war. Sie tastete den kalten Stein ab und schließlich schob sie ein paar vertrocknete Zweige zur Seite und ging hinein. Bevor sie die Höhle betrat, schaute sie sich noch einmal um. Niemand war in der Nähe, der ihr Geheimnis hätte lüften können. In der Höhle fröstelte sie. Ihre Augen brauchten eine Weile um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Sie rümpfte die Nase und hielt kurz den Atem an, hier kam nur wenig frische Luft rein. Esmeralda stolperte und schreckte ein paar Fledermäuse auf, die mit lautem Kreischen davon flogen. Sie tastete mit ihren Fingern über die eiskalte Höhlenwand und blieb in einigen Spinnennetzen hängen und entschuldigte sich bei den Spinnen für die Zerstörung ihrer Behausung. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit und sie fand das Loch, in dem sie vor einiger Zeit Schokoladenstückchen versteckt hatte. Sie nahm eins davon und hangelte sich wieder nach draußen. Sie schob es in den Mund und schloss die Augen und genoss das süße Aroma, das sich entfaltete. Zur gleichen Zeit lugte ein erster Sonnenstrahl durch die Sträucher und Esmeralda stellte sich in den Sonnenschein und genoss die innere und äußere Wärme. Allerdings bekam sie langsam kalte Füße, da sie wie immer barfuß war. Deswegen erhob sie sich leicht in die Lüfte, denn nun wurde es Zeit, sich auf den Weg zu ihrem Lieblingsplatz zu machen.

Bewertung: 4.8 von 5 (4 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 61 mal Aufgerufen Am 20. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Elfe, Elfengeschichte, Fee, Feengeschichte, Grundschulkinderbücher, Mädchen, Mädchenbücher, Vorurteile
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