Eine Zicke macht noch keinen Sommer

Eine Zicke macht noch keinen Sommer
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Humor
Webseite: www.hintergangen.de
Erhältlich: Als E-Book
Haben Sie gewusst, dass es nicht nur weibliche Zicken gibt? Cora glaubt, dass sie und Martin ein ganz normales Ehepaar sind. Bis sie dahinter kommt, dass Martin sie betrügt. Das lässt sie sich keineswegs gefallen. Vor Wut schäumend sinnt sie auf Rache. Wenn sich auch die einzelnen Gemeinheiten gegen Martin und seine Geliebte verrückt anhören, zum Schluss gibt es doch ein Happy End.
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Leseprobe

Am nächsten Morgen blieb sie erst einmal im Bett.

„Stehst Du  nicht auf? Gibt es heute kein Frühstück?“

„Das konntest Du doch in den letzten vier Wochen auch ganz gut allein. Also bitte, stör mich nicht, ich habe vergangene Nacht sehr schlecht geschlafen. Und noch etwas, sei bitte leise und wecke die Kinder nicht auf.“

„Ach übrigens, ich bringe heute Abend einen Geschäftskunden mit nach Hause. Sei so lieb und koch uns was Schönes.“

„Oh, einen Geschäftskunden? Das ist ja schon lange her, dass Du jemanden mit nach Hause gebracht hast. Kenne ich ihn? Es ist doch ein Mann,  oder?“

„Ja ja, es ist ein Mann. Es ist ein sehr wichtiger Kunde. Vielleicht kannst Du die Kinder zu Deiner Mutter bringen, denn sie  würden nur stören.“

„Deine Kinder stören Dich?“

Aber Martin war schon aus der Tür.

Mit der Müdigkeit war es bei Cora längst vorbei.

‚Na, dem werde ich helfen  –  die Kinder stören? – na warte mein Lieber, Du wirst Dich noch wundern!’

Cora hatte 5 Nachbarskinder für den Nachmittag eingeladen. Sie ließ die Kinder in der ganzen Wohnung spielen.

Es sah im Hause Schellmann aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Vergnügt schaute sie den Kindern zu, wie sie die Wohnung zu einem Saustall machten. Cora saß in einem Sessel und ließ sich bei der Lektüre nicht stören.

Das Essen für heute Abend hatte sie schon vorbereitet.

In der Küche auf der Arbeitsplatte lagen all die Lebensmittel, die es heute Abend bei Schellmanns zum Abendessen gab.

Als Cora Martins Wagen hörte, scheuchte sie die Nachbarskinder gerade nach Haus.

Leicht irritiert starrte Martin den Kindern nach. Dann geleitete er den Besucher ins Haus.

Dort waren seine eigenen Kinder gerade damit beschäftigt, die kaputt gegangene Blumenvase vom Wohnzimmertisch wegzunehmen.

Cora kam mit hochrotem Gesicht und verwuschelter Frisur aus der Küche. Um ihre Hüften hatte sie eine vor Schmutz erstarrte Schürze gebunden.

Mit fettigen Händen ging sie dem Besucher entgegen.

„Hallo! Schön, dass Sie uns mit ihrem Besuch beehren.“

Dann zu Niclas und Annika gewandt:

„Deckt doch schon mal den Tisch in der Küche, wir können gleich essen!“

Niclas und Annika machten schnell, dass sie aus der Reichweite ihres Vaters  kamen. Sie hatten die Zornesader auf seiner Stirn gesehen und das bedeutete nichts Gutes.

Herr Schellmann und sein Gast setzten sich ins Esszimmer.

Martin nahm Annika die Teller aus der Hand, die sie in die Küche tragen wollte.

Schnell hatte er den Tisch selbst gedeckt. Seinem Gast war es sichtlich peinlich.

Als alle sich an den Tisch gesetzt hatten, brachte Cora den ersten Gang herein. Sie hatte in Windeseile eine Tütensuppe warm gemacht und verteilte diese nun auf den Tellern.

Es war mucksmäuschenstill im Esszimmer.

„Die Suppe schmeckt sehr gut liebe Frau Schellmann“ wagte der Gast zu sagen.

„Bei uns wird beim Essen nicht gesprochen“ wisperte klein Annika. Als sie den bösen Blick ihres Vaters sah, war sie sofort still.

Cora stand auf und sammelte die Teller ein.

Mit innerlicher Befriedigung stellte sie dann den Hauptgang auf den Tisch.

„Bitte schön“ sagte sie zu ihrem Gast.

„Guten Appetit“.

Herrn Schellmanns Hände zitterten, als er seinem Gast die Reibeplätzchen mit Apfelmus auf den Teller gab.

„Entschuldigen Sie bitte, aber meine Frau hatte wohl heute keine Zeit ein richtiges Mahl zu kochen. Darf ich Sie in ein Restaurant einladen?“

Pikiert schaute der Gast von seinem Teller auf.

„Entschuldigen Sie, ich hätte nicht herkommen sollen. Nein Herr Schellmann, ich glaube, mir ist der Appetit vergangen. Bleiben Sie ruhig sitzen, ich kann mir auch ein Taxi zum Hotel nehmen.“

Damit stand er auf und verließ eiligst das „gastfreundliche“ Haus.

Es war totenstill, die Kinder wagten kaum zu atmen.

Dann wurde Martin plötzlich lebendig. Mit ganzer Wucht haute er mit seiner Faust auf den Tisch, dass die Reibeplätzchen hochsprangen.

„Sag mal Cora, bist Du verrückt geworden? Weißt Du, was dieser Mann für unsere Bank bedeutet?

Hatte ich Dir nicht heute Morgen gesagt, dass Du die Kinder zu Deiner Mutter geben sollst? Wie sieht es hier überhaupt aus. Schämen muss man sich für Dich! Schau Dir den Saustall an, als wäre eine ganze Horde wilder Kinder hier durchgelaufen. Und das tollste – dieses Essen! Wie kannst Du es wagen, meinem Gast so einen Fraß anzubieten. Gib es zu, es hat Dir Spaß gemacht, mich so zu blamieren!“

„Ja mein Lieber, es hat mir Spaß gemacht. Nun will ich Dir mal etwas sagen. Wie kannst Du es wagen, so kurzfristig Besuch einzuladen. Wie kannst Du es weiterhin  wagen zu sagen, dass unsere Kinder dich stören?

Wie kannst Du es wagen, über meiner Mutters Kopf hinweg  ihr die Kinder aufhalsen zu wollen?“

Voller Hass sahen sich die beiden Streithähne an.

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Seitenaufrufe: 70 mal Aufgerufen Am 24. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Drama, Erotik, Liebesgeschichte, Romantik
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