Ein Fall von Abenteuer

Ein Fall von Abenteuer
Preis: 11,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.ericfisher.de
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783745094404
Wenn ein paar geschriebene Zeilen dir den Boden unter den Füßen wegreißen und du vor einem emotionalen Abgrund stehst, der dir zuruft, zu springen - was kann dich dann noch davon abhalten, es zu tun? Chris hat eigentlich alles, was man sich nur wünschen kann. Doch dann bekommt er einen Brief, der alles über den Haufen wirft. Einen Brief von einem Toten, der ihm Sachen offenbart, die so furchtbar sind, dass sein Leben zu zerbrechen droht. Chris hat nur eine Wahl: Zusammen mit seinen Freunden stellt er sich der Vergangenheit und taucht immer tiefer ein in eine Welt aus Lügen, Schmerz und Abscheu. Doch dieser Weg führt ihn nicht nur ins Dunkle, sondern auch zu neuen Freunden, Glück und der großen Liebe. Und in das Paradies auf Erden … Lachen, Bangen, Hoffen, Lieben … Manchmal muss man erst in die Dunkelheit treten, um den Lichtschein zu sehen. Und um zu erkennen, dass aus dem kleinen Funken ein riesiges Freudenfeuer werden kann.
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Prolog

»Ich bin tot.« Mit gebeugtem Rücken und gesengtem Kopf saß Chris auf dem schweren, mit hellbraunem Leder bezogenen Ohrensessel. Seine Hände lagen zwischen den Oberschenkeln. Er war gefangen in einer Welt, von der er nicht wusste, ob er ihr überhaupt entfliehen wollte. Es war viel zu einfach, sich gehen zu lassen und kein Interesse an nichts mehr zu zeigen. Noch vor einem Jahr war Chris ein sehr gutaussehender Mann, voller Lebensmut und über alle Maßen glücklich mit seinem Leben. 30 Jahre alt, schlank, mittelblonde Haare und azurblaue Augen. Doch mit diesem Mann hatte der zusammengesackte Körper auf dem Sessel von Dr. Morgen nichts mehr zu tun. Seit einem Jahr ließ Chris sich gehen. Seine Haare waren lang geworden, genau wie sein Bart. Er war ungepflegt. Von den Muskeln sah man nichts mehr. Er war abgemagert und wog mit seinen 1,86 Meter nur noch 68 Kilogramm. Er trug keinen Anzug und auch keine modische Jeans, wie er sie sonst immer gerne anhatte. Er liebte es, modisch und gestylt zu sein … bis vor einem Jahr. Nun trug er eine schlabbrige kurze Jogginghose, ein Shirt, das nichtssagend an ihm runterhing und alte, schmutzige Turnschuhe. »Tot? Ach ja?« Dr. Morgen nahm einen faustgroßen Gummiball und warf ihn ihm gegen den Kopf.»Hey … was soll das?« »Na also, Sie leben doch! Sonst hätte ich Sie ja nicht getroffen und müsste mich selbst einweisen lassen, weil ich einen Geist sehe.« »Sie erklären die physische Existenz wirklich mit leben ?« Chris sah kurz auf und zwang sich zu einem kurzen schnaubenden Lächeln, welches Dr. Morgen andeuten sollte, dass er nicht nur seine Einstellung dumm fand, sondern auch diese ganze Therapie. »Aber nein. Nicht die physische Existenz erkläre ich mit leben . Es ist die Tatsache, dass Sie hier vor mir sitzen und atmen. Sie leben, Herr Unger! Sie leben! Und dass Sie hier bei mir sind, ist ein weiteres Zeugnis dafür, dass ich recht habe und dass in Ihnen der Wille ist, sich helfen zu lassen.« »Nein!!!« Dr. Morgen bekam einen enormen Schreck und zuckte zusammen. Chris brüllte dieses Nein so laut er nur konnte. Er sprang aus dem Sessel und brüllte immer weiter, während er gegen Schränke und Türen trat und mit der Faust auf den Sessel einschlug, als wäre er ein Sandsack, der seinen schlimmsten Feind symbolisierte. Als er wütend versuchte, den Sessel umzuschmeißen, sackte er in sich zusammen und verstummte. Zusammengekrümmt lag er auf dem Boden und vergrub sein weinendes Gesicht in den Armen. Die Sekretärin des Doktors stand schockiert in der Tür und fragte leise nach, ob sie die Polizei oder einen Arzt rufen solle. Aber Dr. Morgen winkte ab und deutete ihr an, dass sie den Raum verlassen soll. Dann ging er und setzte sich an seinen schweren Schreibtisch. Er sah dahinter aus wie der Weihnachtsmann, der die Wunschzettel der Kinder durchsah. Er war mindestens 60 Jahre alt und hatte weiße Haare und einen ebenso weißen Vollbart. Sein kleiner Bauchansatz machte ihn in seinem Tweet-Anzug zu einer sympathisch und freundlich wirkenden Person. Und das war er tatsächlich. Nichts war ihm wichtiger, als den Menschen zu helfen, die zu ihm in die Praxis kamen. Er war ein anerkannter und angesehener Psychologe, dreifacher Doktor und zweifacher Professor. Darunter ein Ehrendoktor und ein Ehrenprofessor. Er hielt Vorträge auf der ganzen Welt, schrieb wegweisende Artikel in Fachzeitschriften und brachte zwei Dutzend Bücher heraus, die zum Teil als Pflichtlektüre für angehende Psychologen dienen. Der auf dem Fußboden kauernde Chris machte ihm schwer zu schaffen. Seit fünf Monaten versuchte er herauszufinden, was in ihm vorging. Die Sitzungen liefen alle nach demselben Schema ab. Erst saß Chris zusammengesackt im Sessel und nach einer gewissen Zeit rastete er völlig aus. Es schien, als durchlebe er im Minutentakt zwei Phasen der Trauer, die er nicht überwinden konnte. Es begann mit dem Leugnen, welches schnell in aufbrechende Emotionen überging. Dann wieder das Leugnen und erneut die Emotionen. …

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Seitenaufrufe: 9 mal Aufgerufen Am 26. November 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Familie, Freundschaft, Liebe, Paradies, Romantik, Toskana, Vergangenheit, vermisst
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