Egker – Hinter dem Regenbogen

Egker – Hinter dem Regenbogen
Preis: 9,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Kinder & Jugend
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch
ISBN: 9783741805493
Maybelle, Ethan, David, Elliot und Ben haben es sich in den Kopf gesetzt einen kostbaren Edelstein, der scheinbar jeden glücklich macht, zu suchen. Doch es gibt da ein Problem. Dieser Stein befindet sich in einem magischen Land namens Nagatizan. Die Frage ist, wie kommen sie dorthin? Als sie es jedoch tatsächlich in dieses Land schaffen, dauert nicht lange bis ganz Nagatizan davon erfährt. Alle Einwohner möchten sie davon abhalten auch nur in die Nähe des Steins - Egker - zu gelangen. Und plötzlich ist auch ihr Weg nach Hause in Gefahr... Ein Fantasy-Roman, in dem Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt eine große Rolle spielen.
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Leseprobe

Der Anfang

01. April.1935:

An diesem Tag erfuhr ich von einem kostbaren Edelstein, der „Egker“ heißt.

Dieser ungewöhnliche Name entstand, als ein Schriftsteller sich versehentlich verschrieben hatte.

Ursprünglich war geplant gewesen, ihn wegen seiner vier Ecken schlechthin „Ecker“ zu taufen. Das missglückte, doch genau dieses Missgeschick machte „Egker“ zu etwas einzigartigem.

Als ob er einen besonderen Namen bräuchte. Er ist so wunderschön und kostbar. Überall funkelt er in verschiedenen Farben. Sogar mit kleinen Malereien ist er geschmückt. Man sagt „Egker“ würde wie ein Regenbogen aussehen. Ich liebe Regenbögen und wie sie ihr freundliches Gesicht, nach einem stürmischen Gewitter, blicken lassen.

Das erwärmt das Herz jedes einzelnen Menschen.

„Egker“, so sagt man, sollte einen glücklich machen.

Doch verursacht Ruhm nicht das Gegenteil? Ist nicht der, der viel besitzt, im Gegensatz zu dem, ohne viel Vermögen, unglücklicher?

Einer der hat, will immer mehr. Derjenige, der nicht viel besitzt, ist zufrieden, mit dem, was er besitzt.

Dies stellte mir ein Rätsel vor Augen und genau dem wollte ich auf den Grund gehen.

Nein! „Egker“ zu stehlen hatte ich nicht im Sinn. Nur betrachten und sehen was geschieht, das wollte ich.

Im Übrigen liebte ich Abenteuer, zwar hatte ich bis dahin noch nie eines erlebt, doch ich konnte mir vorstellen wie schön es werden würde. Ich las sehr gerne und stellte mir oft vor in den Schuhen der Protagonisten zu stecken, die verschiedene Abenteuer erlebten.

Doch nach dieser Entscheidung war mein Leben nie wieder dasselbe.

Wie ich von Egker gehört hatte, weiß ich selber nicht. Es kam mir einfach zu Ohren. Viele redeten von ihm, in der Schule, im Sportverein und so weiter. Ob es nun nur Gerüchte waren oder ob sie der Wahrheit entsprachen wusste ich nicht. Und wo ich ihn suchen sollte wusste ich ebenfalls nicht. Doch ich wusste, dass ich es versuchen musste. Jetzt schreibe ich die Geschichte nieder, die Geschichte, die mein Leben verändert hat:

Ich traf mich mit Elliot Somerville, David O´Donnel und Ben Newton. Diese waren zu der Zeit meine engsten Freunde. Ebenso wie ich hatten auch sie die Absicht sich über das Wunder des „Egker“ kundig zu machen. Vielleicht lag es auch ein bisschen daran, dass ich es ihnen eingeredet habe. Doch sie hatten am Ende selbst die Entscheidung getroffen mitzugehen. Das ist im Moment allerdings nicht wichtig. Viel wichtiger ist, dass wir nicht den geringsten Plan hatten, wohin wir gehen sollten und trotzdem loszogen.

Es war ein wunderschöner Morgen, beinahe ein Sommermorgen. Die Sonne schien schon sehr früh am Morgen und die Vögel zwitscherten fröhlich. Es war so still, beinahe unheimlich. Keiner wollte auch nur einen Ton von sich geben.

So zogen die Jungs und ich los.

Ich hatte nie wirklich Freunde, die Mädchen waren. Wahrscheinlich lag das daran, dass ich nur mit meinem Vater und meinen zwei Brüdern lebte. Vater hatte nie von Mutter geredet, nach einiger Zeit hatte ich es auch aufgegeben nach ihr zu fragen. Aber ich verstand mich mit ihm auch nicht mehr so gut wie davor. Wir waren einfach nicht mehr auf derselben Wellenlänge.

Auch das war ein Grund, warum ich mich für die Reise entschieden habe. Ich musste ein wenig von dem alltäglichen Leben wegkommen.

Wir wohnten in einem kleinen Häuschen in der Nähe des Dorfes. Besonders reich waren wir nicht, doch es reichte, um ein normales Leben führen zu können.

Elliot war mein bester Freund, ihm konnte ich alles erzählen, was auf meinem Herzen lag. Er war ein lustiger Junge, zu jedem Spaß bereit. Ich mochte ihn wirklich sehr.

Wir liefen langsam, alle im Gedanken versunken.

Unsere Reise setzte sich auf einem äußerst sandigem und relativ trockenen Weg in Gang.

Schon wenige Stunden kamen uns wie eine Ewigkeit vor, nichtsdestotrotz liefen wir ziellos weiter.

Zunächst einmal wollten wir so weit wie möglich von unserem zu Hause –  in Deadwood – weg und uns dann überlegen, wo wir anfangen sollten zu suchen.

Doch langsam aber sicher ging uns unser Wasserproviant zu Neige. Es war brütend heiß an diesem Tag und schwere Feuchtigkeit lag in der Luft. Es war ein seltsamer Tag für  Anfang April.

Es war fast unerträglich warm. Außerdem hatte ich lange pechschwarze Haare, welche es noch schlimmer machten. Ich war froh, dass ich mein dünnes Kleid mit dem Blumenmuster angezogen hatte. Es war knielang und luftig.

Das es so heiß werden würde, hatten wir nicht bedacht. Langsam kam es mir so vor, als wären wir schon tagelang gewandert. Das Schlimmste war, dass wir nicht einmal wussten wo unser Ziel war. Wir wussten nur, dass es einen Sturm geben würde. Einen heftigen. Danach würde die Sonne scheinen und uns einen Regenbogen zeigen.

Genau das brauchten wir. Es hätte auch nur ein Gerücht sein können, doch ich bin heute noch froh darüber, es geglaubt zu haben.

Manchmal ist es sehr schön, die Augen für absurde Dinge zu öffnen. Es können fantastische Dinge geschehen. So passierte es auch mit mir.

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Seitenaufrufe: 121 mal Aufgerufen Am 7. Mai 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Edelstein, Fantasy, Glück, Liebe, magisch, Reise, USA
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