Dual Life – Doppelleben

Dual Life – Doppelleben
Preis: 2,99 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: http://peterbrentwood.weebly.com
Erscheinungsjahr: 2013
Erhältlich: Als E-Book
Der Mord an der Prostituierten Kelly ist für den alternden Detective Leman vom Carson City Police Department schnell aufgeklärt. Eine DNA-Spur führt nach San Francisco zu David Bennati, der bereits vor zwanzig Jahren eines ähnlichen Mordes verdächtigt wurde. Ist David Bennati ein Serienmörder? Hat der brave Familienvater ein Doppelleben geführt? Während David in Untersuchungshaft sitzt und mit der Todesstrafe rechnen muss, stellt Davids Frau Kathy, die von der Unschuld ihres Mannes überzeugt ist, eigene Nachforschungen an und gerät dabei selbst unter Verdacht. Dann geschehen zwei weitere Morde im Umfeld von David Bennati. Nun ist Detective Leman gezwungen, mit dem jungen und ehrgeizigen FBI-Agenten Morris zusammenzuarbeiten - ein ungleiches Ermittlerteam. Doch dann bekommt Kathy ungebetenen Besuch von einem bedrohlichen Unbekannten.
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Leseprobe

Über Zephyr Cove am Ostufer des Lake Tahoe vermischten sich feuchte Nebelschwaden mit beißendem Rauch. Ricardo Weinrichs brennende Villa, oder was noch davon übrig war, war noch in der Nacht von der örtlichen Feuerwehr gelöscht worden. Auch die auf dem Anwesen wachsenden Kiefern hatten Feuer gefangen. Im Hochsommer war dies ein Horrorszenario für jeden Bewohner dieser malerisch schönen Gegend. Nur mit Mühe konnte die Feuerwehr ein Ausbreiten des Brandes auf die benachbarten Villen verhindern. Bei Tagesanbruch war nur noch ein Haufen schwelender Holzreste von dem einst schmucken Anwesen übrig geblieben. Auf dem Lake Tahoe trieben mehrere Holzbalken. Die Explosion musste gewaltig gewesen sein.

»Was macht denn die State Police aus Carson City hier?« Mit diesen Worten wurde Detective Leman von einem ortsansässigen Sheriff begrüßt, als er gleich morgens mit einem Trupp von der Spurensicherung aus Carson-City am Lake Tahoe anrückte.

Auf die Frage reagierte Leman nicht. Erst gestern war er aus San Francisco zurückgekommen. Die Kollegen vom FBI hatten ihm unmissverständlich klargemacht, dass der gefasste Mörder der Nutte aus Carson City in San Francisco in Gewahrsam blieb. Das einzige, was er von dieser Reise mitbrachte, waren ein Stapel kopierter Ermittlungsakten und eine gehörige Portion schlechter Laune. Und jetzt das!

»Wir haben noch gar keine Leiche«, fuhr der Sheriff fort.

»Die werden Sie auch nicht finden«, raunzte Leman zurück, »bei der Menge Holz verbrennt ein Mensch mehr oder weniger vollständig. Wenn wir Glück haben, finden wir ein paar Zähne. Vielleicht ist er auch mit der anderen Hälfte des Hauses quer über den See geflogen. Vielleicht suchen Sie mal in der Emerald Bay.«

»Die liegt jenseits der Staatsgrenze. Darum müssen sich die Kollegen in Kalifornien kümmern«, entgegnete der Sheriff, der die Ironie in Lemans Ausspruch nicht erkannte.

»Wir wissen es noch nicht genau, aber hier sind vermutlich große Mengen Brandbeschleuniger zum Einsatz gekommen«, rief ein Brandermittler der örtlichen Feuerwehr dazwischen.

»Da werden wir kaum noch verwertbare DNA-Spuren finden. Hier ist ganze Arbeit geleistet worden«, entgegnete Ian Frazer, der Kollege von der Spurensicherung.

Unwillkürlich musste Leman an den für ihn abgeschlossenen Fall Laureen MacAllister alias Kelly denken. Wie schnell war er hier doch über die DNA-Analyse zum Ziel gekommen. Diese Technik nahm den Ermittlungsbehörden eine Menge Arbeit ab, gleichzeitig hatte er es aber immer häufiger mit Feuer zu tun. Tatorte, Fluchtautos, Leichen – Kriminelle nutzten gezielt die reinigende Kraft des Feuers, um ihre biologischen Spuren gründlich zu beseitigen.

»Bandenkrieg! Da haben sich ein paar Kriminelle gegenseitig aus dem Weg geräumt«, konstatierte Leman, ohne dafür irgendwelche Beweise zu haben.

Mafiosis – und bei Rick, dem Besitzer dieser Villa, hatte es sich um genau so einen gehandelt – standen bei Leman auf der Hierarchieleiter noch tiefer als Nutten. Nutten waren für ihn arme Schweine, aber Mafiosis waren Haie, die sich für Geld alles kaufen konnten, Anwälte, Polizisten und Richter. Auch diesem Ricardo Weinrich war er dicht auf den Fersen gewesen und jedes Mal war er mit juristischen Winkelzügen und gekauften Alibis davongekommen.

»Diesmal hat es diese miese Kanalratte offensichtlich erwischt«, sagte Leman laut vor sich hin. Er machte aus seiner Meinung keinen Hehl und seine Kollegen blickten sich nur kurz gegenseitig an. Sie kannten das.

»Zeugen?«, fragte Leman kurz und knapp.

»Die Nachbarn werden noch befragt. Gestern Nachmittag fuhr ein grauer Lieferwagen durch die Einfahrt auf das Anwesen. Aber niemand hat ihn wegfahren sehen.«

»Den Bericht habe ich morgen auf meinem Schreibtisch!« Mit diesem Standardsatz pflegte sich Leman zu verabschieden.

»Da ist noch etwas…«, bemerkte Ian Frazer. »das sollten Sie sich anschauen.« Der junge Mann im weißen Einweg-Overall kam auf Leman zu gerannt.

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Seitenaufrufe: 39 mal Aufgerufen Am 27. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Detective, DNA-Spur, Kalifornien, Krimi, Mafia, Nevada, Thriller
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