Druide der Spiegelkrieger

Druide der Spiegelkrieger
Preis: 14,95 €
Autor:
Genres: Fantasy, Historisch
Webseite: www.wernerkarl.org
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781505296495
Ein Druide der Picten gegen eine römische Legion. Ein ungleicher Kampf. Römer … mir graut vor eurem Schicksal. Britannien ist von römischen Legionen besetzt. Doch ein junger Druide der Picten findet ein Mittel für seine Rache und beginnt den Sturm auf den Hadrianswall. Und er findet die Liebe seines Lebens: die Tochter seines größten Feindes …
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Kapitel I

Mitten ins Herz

A. D. 179, Juni

Das weite Tal – und das Schlachtfeld, das es beinahe völlig bedeckte -, färbten sich durch die untergehende Sonne mit einem blutigen Rot, fast wie ein Spiegel dessen, was auf ihm in viel dunkleren Tönen lag.

Die wenigen überlebenden Soldaten und Krieger waren längst verschwunden, ihre verletzten Kameraden mit sich schleppend. Das Erdreich war zerwühlt von den Hufen der Streitrösser, von Kampfwagen und anderem Kriegsgerät. In den Vertiefungen sammelte sich das Blut beider Seiten. Dem Blut war nicht anzusehen, aus welchem Fleisch es stammte; es war das gleiche Rot, der gleiche Leben spendende Saft. Nun versickerte er im Ackerboden, der noch vor wenigen Stunden die niedrigen Halme der nächsten Ernte getragen hatte. Doch auf diesem Feld würde dieses Jahr kein Bauer mehr eine Frucht einfahren.

Die Einzigen, die bereits jetzt reiche Ernte hielten, waren die Krähen und Geier, die in großen Scharen gekommen waren, unmittelbar, nachdem der Kriegslärm verebbt war. Von den Vögeln war kein Gezeter oder Geschrei zu hören, nur das kurze Flattern der Flügel, wenn sie sich mit ungelenken niedrigen Hüpfern von einem Leichnam zum anderen bewegten. Das Angebot war zu groß, als dass sich ein Streit zwischen den Aasfressern hätte ergeben können. Außer den leichten Flügelschlägen waren nur leises Picken und Hacken vernehmbar. Aufmerksame Ohren hätten vielleicht noch das Geräusch zerreißenden Fleisches und den stumpfen Klang von auf Knochen treffender Schnäbel hören können.

Der Wind blies sacht, aber stetig und trug den Gestank der Überreste davon. Die Hitze des Tages steckte noch im Boden und würde die auf ihm liegenden Leichen rasch verwesen lassen. Es schien so, als wollte Mutter Erde die Katastrophe, die sich auf ihrer Oberfläche abgespielt hatte, so schnell wie möglich verschwinden lassen. Die Vögel bemühten sich, ihren Anteil dabei zu leisten.

Die Sieger würden zuerst ihre Toten holen kommen. Und diesen Kampf hatten die disziplinierten Römer für sich entschieden. Kaum, dass die Schlacht beendet war, hatte einer der Offiziere einen Reiter entsandt, um die in der Etappe wartenden Wagen herbeizurufen. Doch noch ratterten keine Räder heran.

Stattdessen tauchte ein mit einer Kapuze verhüllter Kopf hinter einem der Hügel auf. Schritt für Schritt erhob sich eine Gestalt, die sich scharf im roten Abendlicht gegen den Horizont abzeichnete. Als sie das ganze Tal überblicken konnte, blieb die Gestalt für einen sehr langen Moment wie erstarrt stehen. Erst ein tiefer, gequälter Atemzug weckte sie aus ihrer Regungslosigkeit. Als sie den Kopf hob, blitzten unter der Kapuze argwöhnisch funkelnde Augen auf. Erfüllt mit Hass, der wie kleine Flammen auf die Szene zu ihren Füßen loderte, als wollte sie sie gemeinsam mit der sinkenden Sonne in Brand setzen. Mit einem Ruck setzte sich die Gestalt wieder in Bewegung und eilte den Hang hinab.

Auch die Sonne schien in ihrem Lauf eine Pause eingelegt zu haben, und nun, als sich die Gestalt wieder bewegte, zog auch sie weiter und berührte endlich den fernen Waldrand.

Die Krähen und Geier stoben wie eine Flutwelle auseinander, als die hochgewachsene Gestalt sich ihnen näherte, und gaben protestierende Schreie und heiseres Krächzen von sich. Ledersohlen traten mit großen Schritten über Blutpfützen, ausgetretenes Sekret und stinkende Körper hinweg, ohne nur eine Sekunde innezuhalten. Mit Schwung warf die Figur eine Seite ihres Umhanges auf, als sie sich zu den Überresten eines Kriegers niederbeugte, der neben einem römischen Soldaten lag. Ein muskulöser Arm wurde sichtbar, der nach dem Toten griff. Das rechte Knie der Gestalt versank tief im blutigen Morast, doch es schien sie nicht zu stören. Die Abendsonne sank hinter die Hügel und nahm mit dem letzten Tageslicht auch das Geheimnis mit sich, was der Mann dort tat. Was es auch sein mochte, es dauerte nicht lange. Dann erhob er sich, machte ein paar Schritte und kniete sich neben dem nächsten Toten nieder.

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Seitenaufrufe: 30 mal Aufgerufen Am 10. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Britannien, Druiden, dunkle Mächte, Hadrianswall, Liebe, Picten, Pikten, Römer, Schlachten, Spiegelkrieger
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