Drakanea: Die Berufung

Drakanea: Die Berufung
Preis: 8,99 €
Autor:
Genre: Fantasy
Webseite: http://jordan-o-laughlin.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783734761232
Wenn Deine Kindheit jäh endet, wenn Dir alles genommen wird, was Du je geliebt hast, dann gibt es für Dich nur noch ein Ziel: Rache! Drakaneas Familie findet den Tod durch die Hand von Lord Mordecai. Sie lebt im Verborgenen, schult sich Jahr für Jahr im Kampf und in der Magie, die sie seit ihrer Geburt in sich trägt und erfährt eine bedingungslose Loyalität durch ihre Verbündeten. Doch erst dann, wenn die Armee groß genug sein wird, erst dann, wenn Fremde zu Freunden werden, erst dann, wenn die Macht der Magie stark genug sein wird, erst dann wird sie ihre Truppen in die alles entscheidende Schlacht führen. Gibt Drakanea ihrem Volk die Freiheit zurück? Oder scheitert sie an der übermächtigen Stärke des dunklen Lords?
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Kapitel 1 zu Drakanea: Die Berufung

Pfade

Mit der schweren Klinge seines Schwertes kämpft sich der junge Mann durch das dornige Gestrüpp. Jeder Schlag erlaubt ihm, einen weiteren Schritt voran zu gehen. Geduldig hämmert er auf das Grün ein, bis es einen neuen Weg für seinen Benutzer freigibt. Schlag für Schlag und Schritt für Schritt.

»Athalos, was treibst du da eigentlich? Können wir nicht einfach den Pfad da drüben nehmen?« Sein Begleiter deutet nach links und schüttelt verständnislos den Kopf.

»Nein, mein Freund. Ich bin in der Gegend hier aufgewachsen. Es gibt hier noch einen Weg, glaub mir. Er muss hier irgendwo sein.« Er drischt weiter unbeirrt auf das Gebüsch ein.

»Wann warst du das letzte Mal hier? Vor fünfzehn Wintern?« Der Mann lässt ein breites Grinsen erkennen. Athalos hält einen Augenblick inne. Er steckt sein Langschwert in den Boden und stützt sich darauf.

»Ja, das könnte hinkommen«, grinst er.

»Suchst du noch immer nach ihr? Nach all der langen Zeit?«

»Berenth, ich werde niemals damit aufhören, nach ihr zu suchen.«

»Was, wenn sie längst tot ist? Du hast nie eine Spur von ihr gefunden.«

»Sie ist nicht tot. Ich fühle, dass sie noch lebt.«

»Denkst du nicht, dass es besser wäre, wir würden uns nach Arbeit umsehen? Vielleicht brauchen sie weiter nördlich noch ein paar gute Söldner?«

»Hör zu, mein Freund. Es steht dir frei zu gehen. So wie die anderen auch gegangen sind. Ich habe lange gebraucht, um wieder hier her zurückzukommen. Jetzt, da ich es endlich geschafft habe, werde ich weiter nach ihr suchen. Und, bei den Göttern, ich werde sie finden. Also, wenn du gehen willst, dann werde ich dich nicht aufhalten.«

Berenth tritt näher an seinen Freund heran und klopft ihm kameradschaftlich auf die Schulter.

»Schon gut, Athalos. Ich habe geschworen, dich auf deinem Weg zu begleiten. Du weißt, ich halte mein Wort. Dann los, nicht länger schwatzen«, grinst er, zieht sein Schwert aus dem Halfter an seinem dicken Ledergürtel und drischt auf das Gebüsch vor sich ein. Athalos kommt dieser Aufforderung gerne nach und lässt erneut sein Schwert auf das wehrlose Grün hernieder. Und wieder ein Schritt voran, gefolgt von einem weiteren.

Ein letzter kräftiger Schlag und Athalos stolpert aus dem Unterholz.

»Na, was hab ich dir gesagt«, triumphiert er. »Da hast du deinen Pfad.«

»Nun ja, das könnte durchaus mal einer gewesen sein.« Berenth reibt sich nachdenklich das Kinn. »Allerdings ist er ziemlich zugewachsen.«

»Aber nicht unpassierbar.«

»Nein, das wohl nicht. Du weißt, wohin dieser Pfad führt«, bemerkt Berenth mehr, als er fragt.

»Ja, das weiß ich«, grinst Athalos. »Du wirst doch nicht etwa vor Angst schlottern?«

»Wie kommst du nur auf sowas?« Berenth hebt wichtig die Augenbrauen.

»Ich dachte ja nur. Du kennst sicher die alten Geschichten? Geschichten von menschenverschlingenden Monstern und grausamen Ungeheuern. Warte, war es gar der Berg selbst, der die Menschen verschlungen hat?«

»Ja, ja, ich kenne diese Ammenmärchen«, winkt Berenth gelangweilt ab. »Nur, eines sag mir. Wie viele Menschen kennst du, die je diesen Berg betreten haben und ihn auch lebend wieder verlassen haben?«

»Lass mich kurz überlegen«, grinst Athalos. »Keinen.«

»Nun denn.« Berenth legt dem Arm um die Schulter seines Kameraden. »Dann werden wir wohl die ersten sein. Welche Richtung wäre dem Herrn angenehm?«

»Aufwärts, mein Freund. Immer aufwärts«, lacht Athalos und setzt seine Reise fort.

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Seitenaufrufe: 68 mal Aufgerufen Am 13. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Drachen, Drakanea, Fantasy, Kampf, Magie, Mordecai, Tod
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