Drachenfährte

Drachenfährte
Preis: 0,99 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.renefalk.tromix.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781520184470
Der fünfte Fall für Denise Malowski und Tobias Heller - Kriminalhauptkommissarin Denise Malowski kommt einfach nicht zur Ruhe: Nachdem ihre Erinnerungslücken aus früher Kindheit endlich getilgt werden konnten, begegnet sie im Rahmen einer polizeilichen Ermittlung ausgerechnet einem Mann, der mit ihrer Entführung vor mehr als dreißig Jahren zu tun haben könnte! Leider wird dieser jedoch bald darauf erschossen in seinem Wohnhaus aufgefunden, die Hauptkommissarin mit gezogener Waffe, aus der ein Schuss abgegeben wurde, besinnungslos daneben. Was hat Denise Malowski mit dem Tod des Geschäftsmannes zu tun? Leicht ist die Aufklärung der Tat dieses Mal nicht für die Kommissare des Kriminalkommissariats 1 der Kripo Siegburg. Schließlich folgen sie einer Spur, die in ferner Vergangenheit beginnt ... Der Autor schließt hiermit die Trilogie über die rätselhaften Geschehnisse in Denise Malowskis Kindheit, die aus den Bänden "Gegen die Zeit", "Cold Case" und "Drachenfährte" besteht, endgültig ab!
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Leseprobe

Prolog

Freitag, 11. März 2016, 17:50 Uhr, Gegenwart …

›Wo ist denn bloß schon wieder dieser vermaledeite Schlüssel?‹

Nach einem gewohnt langen Tag voller ermüdender, jedoch ergebnisloser Ermittlungen, ist die junge Frau endlich vor ihrer Haustür angekommen und fahndet in ihren Taschen nach dem Schlüsselbund.

Wenig damenhaft bewahrt die Kriminalhauptkommissarin nämlich alle Utensilien des täglichen Lebens in den unergründlichen Tiefen ihrer Hosentaschen auf.

Viel ist es ja ohnehin nicht: Schlüssel, Geldbörse und Dienstausweis. Die Waffe trägt sie ja am Gürtelhalfter.

Diese Variante, von Kollegen oft als ›Wildwest-Style‹ belächelt, ist ihr sehr viel angenehmer, als das meist bevorzugte Schulterhalfter.

Aber mal ehrlich: Wie sieht das denn auch aus? Eine Knarre am Hosenbund und dann handtaschenschwingend durch die Gegend laufen!

Und schließlich muss man als Polizeibeamtin im Zweifel ja auch beide Hände frei haben.

Und außerdem ist sie sowieso alles andere als ein Handtaschentyp!

Endlich steckt der Schlüssel im Türschloss. Jetzt nur noch die Füße hochlegen und entspannen!

Drinnen angekommen, löst sie mit einem routinierten Handgriff das Pistolenhalfter von ihrer Hüfte

und legt es mitsamt der darin befindlichen Dienstwaffe auf den Kaminsims im Wohnzimmer.

Nun aber schleunigst weg mit den Schuhen! Sie ist gerade dabei, sich davon zu befreien, indem sie sie einfach von den Füßen schüttelt, als sie erschrocken zusammenzuckt.

»Ich hatte eigentlich jemand anderes erwartet!«, ertönt eine männliche Stimme in ihrem Rücken, von der Tür zum Esszimmer her.

Mit der antrainierten Reaktion einer im Nahkampf geschulten Polizistin wirbelt sie herum.

Der Eindringling steht lässig im Durchgang zum Schlafzimmer an den Türpfosten gelehnt und richtet unverkennbar eine Pistole auf sie!

Desert Eagle MK I, Kaliber .357, erkennt die erfahrene Kriminalistin mit geübtem Blick.

Merde! Und ihre eigene Waffe wäre im Augenblick allenfalls mit einem äußerst gewagten Sprung zu erreichen!

Stocksteif bleibt sie daher zunächst an Ort und Stelle stehen und fixiert den Einbrecher mit funkelnden Augen. »Was wollen Sie?«, fährt sie ihn an.

Die berüchtigte und bei den Kollegen gefürchtete senkrechte Falte bildet sich in Sekundenschnelle auf ihrer Stirn. Ein untrügliches Zeichen ihres Unwillens.

»Nun, Frau Malowski«, dehnt der Angesprochene seine Worte mit Bedacht, während er langsam einige Schritte in den Raum hinein macht. Die Waffe hält er dabei weiter auf sie gerichtet.

»Es gibt da lediglich zwei Möglichkeiten, finden Sie nicht auch? Entweder habe ich mich in der Adresse geirrt, oder … aber das wissen Sie ja sicher selbst am besten! Dumm nur, dass Sie jetzt alleine sind und …«, er weist mit dem Kopf auf die für sie derzeit unerreichbare Pistole, »… unbewaffnet!«

Sein Daumen legt den Sicherungshebel der Schusswaffe um.

Leise und dennoch wie ein Dröhnen ertönt das damit verbundene Klicken in den Ohren der Polizistin. Konzentriert ist ihr Blick dabei auf den Pistolenlauf gerichtet, ganz so, als könne sie das tödliche Geschoss darin auf diese Weise an Ort und Stelle bannen.

»Es muss Ihnen aber doch klar sein, dass ich Sie jetzt mit dem Wissen um meine Identität nicht am Leben lassen kann, Frau Malowski!«

Die Worte verlassen die Lippen des Mannes vollkommen emotionslos.

»Und was macht Sie so sicher, dass ich noch mit niemandem über Sie gesprochen habe?«

»Darauf muss ich es wohl ankommen lassen … Kein Mensch wird mich hiermit in Verbindung bringen. Ihre Dienststelle ist weit und diese Waffe hier ist nicht registriert.«

»Damit werden Sie niemals durchkommen!«, stößt sie grimmig hervor.

Während sie wie in Zeitlupe den Zeigefinger des Eindringlings sich um den Abzug der Pistole krümmen sieht, entwickeln ihre Beine förmlich ein Eigenleben

und bewegen ihren Körper, nahezu automatisch, langsam rückwärts.

Fort von dem Kerl mit der Schusswaffe!

Aber vergebens.

Jäh wird sie gestoppt, als sie dabei auf einen ihrer vorhin weggekickten Schuhe tritt und das Gleichgewicht verliert. Wild mit den Armen rudernd, kann sie es schließlich doch nicht verhindern, nach hinten zu stürzen.

›Ob das wohl gut ausgeht?‹, schießt es ihr durch den Kopf, als sie mit dem Hosenboden äußerst schmerzhaft auf Grund geht.

»Finden wir es doch heraus!«, hört sie wie aus weiter Ferne die Antwort.

Dann ertönt mit einem ohrenbetäubenden Krachen ein Schuss …

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Seitenaufrufe: 52 mal Aufgerufen Am 21. Dezember 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Regio Krimi, Rheinland Krimi
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