Die Wesen der Sonne – Wolfs Spuren (Band 3)

Die Wesen der Sonne – Wolfs Spuren (Band 3)
Preis: 1,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Webseite: www.heidioehlmann.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Obwohl Wolf kein Freund von Weihnachten ist, freute er sich auf ein paar ruhige und erholsame Tage mit seiner Freundin Elena. Die Weihnachtsvorbereitungen waren abgeschlossen. Eigentlich sollte es nun in den gemütlichen Teil übergehen. Doch dann stand an Heiligabend überraschend Edgars Tochter vor der Tür. Sie bat ihren Vater um Hilfe. Der Detektiv konnte nicht anders als ihr zu helfen. Dieser Umstand führte Wolf zu einer Sekte. Um sich dort undercover als Mitglied einzuschleusen, musste er sich einem Aufnahmeritual unterziehen, an dem er beinahe scheiterte. Dem Detektiv wurde schnell klar, dass es sich bei der Sekte um keine gewöhnliche Glaubensgemeinschaft handelte. Es ging viel weniger um den Glauben, als um kriminelle Machenschaften. Für den Detektiv war der Fall die bisher größte Herausforderung.
Leseprobe online lesen
Leseprobe herunterladen
Jetzt das Buch bei Weltbild.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Thalia.de kaufen.
Jetzt das Buch bei ebook.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Kapitel 1

Edgar schloss seine Wohnungstür auf. Er hatte alle Aufgaben, die er für den heutigen Tag geplant hatte, erledigt. Am Morgen führte ihn sein erster Weg zur Post. Wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten verschickte er seine Weihnachtspost, die lediglich aus einer Postkarte für seine Tochter bestand. Es war ein alljährliches Ritual, dass er ihr jedes Jahr zum Fest eine Karte schickte. Wenn er schon keinen Kontakt mehr zu ihr hatte, waren seine Weihnachtswünsche wenigstens eine kleine Geste, um ihr zu zeigen, dass er an sie dachte.

Danach irrte er stundenlang durch Wernigerodes Innenstadt. Er war auf der Suche nach einem Geschenk für Elena. Der Detektiv hatte keinen blassen Schimmer, was seiner Freundin gefallen könnte. Schließlich kannten sie sich noch nicht so lange. Außerdem war er etwas aus der Übung, was das Geschenkekaufen anging. Seit Jahren war er Single und musste sich um solche Dinge keine Gedanken machen. Doch dieses Jahr war es anders. Obwohl er die Feiertage nicht mochte, nahm er notgedrungen an den Weihnachtsvorbereitungen teil. Denn zum ersten Mal seit Jahren verbrachte er das Weihnachtsfest dieses Jahr nicht allein in seiner Wohnung. Er hatte Elena. Sie freute sich schon seit Wochen auf ihr erstes gemeinsames Weihnachten. Elena liebte das Weihnachtsfest. Sie war, wie viele andere Leute auch, regelrecht im Weihnachtsrausch. Ihr zuliebe ging Edgar sogar einmal mit auf den Weihnachtsmarkt. Anfangs sträubte er sich sehr dagegen. Er hatte keine Lust sich Stände mit dem für diese Jahreszeit typischen Kram, wie Kerzen oder Pyramiden anzuschauen. Edgar ist einfach nicht der Typ, der auf Kitsch steht. Statt sinnlos durch die Kälte zu spazieren, konnte er sich auch etwas Besseres vorstellen. Bei seinen Einsätzen vertrödelte er so schon viel zu viel Zeit mit sinnlosem Warten. Das reichte ihm eigentlich schon.

Als das Paar dann an einem der vielen Glühweinstände haltmachte und sich jeder eine Tasse des Heißgetränks genehmigte, fand der Detektiv den Bummel über den Markt nicht mehr ganz so schlimm. Der heiße Glühwein spendete nicht nur Wärme, dank des Alkoholgehalts hob er sogar Edgars Laune, sodass ihm der restliche Stadtbummel nicht mehr allzu viel ausmachte. Geduldig blieb er an jedem Stand stehen, an dem Elena sich die Waren anschaute. Selbst als sie noch in das eine oder andere Geschäft wollte, ging der Detektiv ohne zu murren mit hinein.

Nachdem Edgar an diesem Vormittag erfolglos in unzählig vielen Geschäften war, kam ihm die Idee zu einem Juwelier zu gehen. Denn es gibt wohl kaum eine Frau, die sich nicht über Schmuck freut. Zuerst wusste er nicht, welche Art von Schmuck es sein sollte. Doch durch die Beratung der freundlichen Verkäuferin entschied sich der Detektiv für eine schlichte Silberkette mit einem kleinen Anhänger in Herzform. Er ließ die Kette sofort weihnachtlich verpacken. Somit hatte er seine Weihnachtseinkäufe glücklicherweise schon erledigt. Auf dem Heimweg begegneten ihm noch viele gestresste Menschen, die scheinbar noch eine Menge Geschenke besorgen mussten. Edgar war heilfroh, dass er es hinter sich hatte und sich nun nicht mehr ins Getümmel stürzen musste. Das war der Vorteil, wenn man nur zu zweit feierte. Der Detektiv mochte sich den Stress, für eine Großfamilie Weihnachtsgeschenke besorgen zu müssen, gar nicht vorstellen.

Nur noch ein Tag, dann war schon Heiligabend. Bis dahin werden noch die Hälfte der Wernigeröder unterwegs sein, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Der Detektiv wusste, dass er vor den Feiertagen nicht mehr in die Innenstadt gehen müsste. Das beruhigte ihn sehr.

Auf Edgars Verlangen erledigten er und Elena bereits am Vortag die Lebensmitteleinkäufe für die Feiertage. Sie kauften so viel zu essen und zu trinken ein, dass der Vorrat mindestens bis Silvester reichen müsste.

Edgar nahm einen betörenden Duft aus der Küche war. Es roch nach frischgebackenen Keksen. Sein Magen knurrte plötzlich lautstark. An diesem Tag hatte er noch nicht viel gegessen. Die letzte Mahlzeit war sein Frühstück, was aus einer Kanne Kaffee und einer Scheibe Brot dick mit Leberwurst bestrichen bestand.

Schnurstracks lief er in die Küche, in der Elena gerade eine neue Ladung Plätzchen in den Ofen schob. Auf dem Tisch stand eine Dose, die schon randvoll mit verzierten Keksen gefüllt war. Bei dem Anblick lief Edgar das Wasser im Mund zusammen.

»Mhm, das riecht aber lecker.«

»Hallo Schatz, wo warst du denn so lange?«

Elena ging zur Türschwelle, in der Edgar ausharrte, und gab ihm einen Kuss. Anschließend widmete sie sich dem restlichen Teig, der noch auf der Arbeitsfläche lag.

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 51 mal Aufgerufen Am 17. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Detektiv, Edgar Wolf, Ermittlungen, Glaube, Privatermittler, Sekte, Undercovereinsatz
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.