Die Verderbnis der Magie

Die Verderbnis der Magie
Preis: 3,99 €
Autor:
Genre: Fantasy
Webseite: www.blog-und-stift.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Inzwischen ist Marthian über die Landesgrenzen hinaus als Waffenschmied bekannt und freut sich, endlich Hilfe in Form eines vandhrischen Lehrlings zu bekommen: Varneas. Bald werden die beiden vom silurkhanischen König eingeladen und reisen nur in Begleitung von Arinaya ins Nachbarland. Dort ist ihnen jedoch nicht jeder so wohlgesonnen wie der König, denn der eigentlich unbedeutende Fürst Lothron wittert seine Chance, mit Hilfe der Magier ins Zentrum der Macht zu rücken. Plötzlich verschwindet Arinaya und Lothron verlangt von Marthian und Varneas, ihn zu einem Magier zu machen - etwas, das sie ihm gar nicht geben können...
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1. Kapitel: Zwischen Freude und Angst

Marthian schloß die Augen und konzentrierte sich ganz auf die Eindrücke, die er durch seine magischen Kräfte gewann. Aus seinen Händen strömte angenehme Wärme und breitete sich langsam aus.

Auch wenn der junge Schmied nicht über die hervorragenden, scharfen Sinne der Vandhru verfügte, so war er doch aufgrund seiner magischen Begabung dazu in der Lage, Lebenskraft wahrzunehmen. Genau das war sein augenblickliches Vorhaben und er ließ sich dabei auch nicht von den erwartungsvollen Blicken seiner Freunde stören. Doch während Kortas seinerzeit Arinayas Gegenwart genügt hatte, um zu spüren, daß sie neues Leben in sich trug, hatte Marthian nun die Hände sanft auf Kelthanas runden Bauch gelegt und spürte dem jungen Leben nach.

Zuerst waren die Eindrücke widersprüchlich, dann nahmen sie an Intensität zu. Marthian empfand die Wärme des jungen Lebens überdeutlich – doch dann stutzte er. Noch immer konzentriert, öffnete er die Augen und sog die Eindrücke des Herzschlages in sich auf. Er ließ sich Zeit, ehe er glaubte, sicher zu sein. Erst dann nahm er die Hände fort und schaute ein wenig verlegen in die Runde.

„Ich glaube, die Erklärung für Kelthanas Beschwerden ist ganz einfach. Ich habe mehr als einen Herzschlag gehört; es müssen Zwillinge sein.“

„Zwillinge?“ entfuhr es Nilas.

Marthian nickte. „Es sind zwei Kinder. Ich habe ihre Lage deutlich gespürt, vor allem aber ihren Herzschlag. Ich glaube, es sind zwei Jungen.“

„Das würde den Bauchumfang erklären“, sagte nun Arinaya und drückte Kelthanas Hand. Die Finger ihrer Kameradin zitterten spürbar, aber vor Glück. Als sie Kelthana in die Augen schaute, entdeckte sie neben Überraschung auch Freude. Sie strahlte übers ganze Gesicht.

„Auch gut“, beschloß Nilas lapidar. „Dann haben wir bald statt zwei Kindern eben drei!“

„Danke“, sagte Kelthana und wandte sich damit an Marthian. Dieser winkte ab.

„Das tue ich doch gern. Wenigstens ist jetzt klar, warum es dir so zu schaffen macht!“

„Oh ja“, seufzte Kelthana. Sie hatte Arinaya davon berichtet, daß sie unter Appetitlosigkeit litt und dennoch schnell an Gewicht zugenommen hatte. Die zierliche junge Frau war nun gerade erst im fünften oder sechsten Monat ihrer Schwangerschaft, aber ihr Bauch war bereits runder, als er hätte sein sollen. Sie klagte über Rückenschmerzen und es fiel ihr schwer, sich zu bewegen.

Marthian bemerkte, daß Arinaya nicht umsonst sehr wortkarg war. Sie war besorgt, das spürte er deutlich.

„Mit Zwillingen hat man sicher viel Arbeit“, murmelte Kelthana.

„Du bekommst eine Amme“, versprach Nilas.

„Die wird sie brauchen“, sagte Arinaya. „Vor allem aber wird die Geburt keine einfache Sache. Ich habe noch nie Zwillinge entbunden und ich weiß auch nur das Nötigste über die Probleme. Ich weiß aber, daß es schwierig wird und auch nicht ungefährlich.“

„Wirklich?“ fragte Nilas besorgt.

Die junge Heilerin nickte. „Zwillingsgeburten sind ein großes Risiko, aber es ist ja nicht zu ändern. Vermutlich werden die Kinder zu früh kommen und zu klein sein, denn normalerweise wächst im Bauch der Mutter ja nur ein Kind heran. Diesen Platz teilen die beiden sich und sie drücken auf Kelthanas Magen, deshalb hat sie keinen Hunger. Das ist alles normal für eine Zwillingsschwangerschaft.“

„Aber bekommst du das hin?“ fragte ihre Freundin ängstlich.

Arinaya ließ sich Zeit mit ihrer Antwort. „Ich werde von jetzt an bei dir bleiben, damit du sofort Hilfe hast, wenn etwas passiert. Aber ich brauche die Hilfe von Marthian oder Lelaina. Heilende Magie ist immer hilfreich bei Geburten, mit Lelainas Hilfe habe ich auch schon ein Kind mit einem Schnitt aus dem Bauch geholt und der Mutter geht es prächtig. Vielleicht bietet sich das bei Zwillingen erst recht an.“

„Du willst mir den Bauch aufschneiden?“ Kelthana war entsetzt, aber Arinaya winkte grinsend ab.

„Von wollen kann keine Rede sein. Aber zwei Kinder zu gebären ist ein unfaßbarer Gewaltakt. Vielleicht sollten wir dir das ersparen und sie durch einen Schnitt holen.“

Kelthana wußte nicht, was sie darüber denken sollte. Der Gedanke, operiert zu werden, behagte ihr sichtlich nicht.

„Und du willst jetzt die nächsten Monate bei uns bleiben?“ Nilas brach ab und warf einen hilflosen Blick zu seinem Freund. Marthian konnte sich unmöglich monatelang in Kimorha einquartieren und seiner Frau Händchen halten.

„Kelthana braucht ständigen Beistand“, beharrte Arinaya.

„Aber ihr könnt doch unmöglich bis zur Geburt hierbleiben. Euer Sohn ist zu Hause, Marthian hat viel zu arbeiten und die Menschen brauchen ihre Heilerin, Arinaya. Das geht nicht.“

„Dann gehe ich eben mit ihnen“, sagte Kelthana. Während Arinaya sofort Einspruch erheben wollte, fand Nilas die Idee gar nicht schlecht.

„Wenn sie dich aufnehmen können“, sagte er.

„Die Kinder können sicher auch zusammen in einem Zimmer schlafen“, sagte Marthian. „Und was ist mit Milara?“

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Seitenaufrufe: 35 mal Aufgerufen Am 12. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Fantasy, Freundschaft, Liebe, Magie, Unsterblichkeit
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