Die verbotene Prophezeiung

Die verbotene Prophezeiung
Preis: 3,49 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Webseite: www.sarah-neumann.com
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783847619765
Der letzte Lichtmagier brachte eine Prophezeiung unter das Volk von Maalan. Aus Angst vor ihrer Erfüllung wurde er verbannt und die Prophezeiung verboten. Doch die verstreuten Teile setzen sich wieder zusammen und die beiden Magieradepten Lymle und Jonathan müssen erkennen, dass sie die Schlüssel zu ihrer Erfüllung darstellen. Ein Magierkrieg entbrennt und die beiden stehen vor der Entscheidung ihres Lebens: Erfüllen sie die verbotene Prophezeiung oder kämpfen sie gegen sie an?
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Leseprobe

Ich ging auf ihn zu und bemerkte, wie meine Armreifen leuchteten. Reagierten sie auf den Wandspiegel? Alice rief mir zu, ich solle nicht zu ihm gehen, doch da stand ich bereits davor und sah hinein.

Es wirkte wie das tiefe Dunkel in einem Zimmer ohne Fenster. Ich fürchtete mich vor der Finsternis. Sie schwächte das Licht in mir, ich spürte es genau. Aber diesmal war es anders.

Auf einmal sah ich ein schwaches Leuchten im Wandspiegel. Als ich meine Hand an den Spiegel legte, um mehr sehen zu können, kam das Licht näher. Ich sah ein leuchtendes Wesen am Boden der Dunkelheit. Ich konnte nicht viel erkennen außer den langen Haaren, ansonsten wirkte es splitternackt. Das Leuchten breitete sich durch das Erblühen von Blumen aus, die der Gestalt Licht schickten. Es sah wunderschön aus.

‚Erinnerst du dich an diesen Tag?‘

Ich wich erschrocken vom Wandspiegel zurück. Die Stimme schien aus dem Spiegelinnern zu kommen und kurz darauf sah ich, wie die Erscheinung des Leuchtwesens und der Blumen einfach verschwand. Und aus der Dunkelheit des Spiegels trat ein alter Mann hervor. Seine Augen sahen so alt aus, so ruhig und weise, dass ich gar nicht bemerkte, wie sehr mich sein Blick doch in den Bann zog.

‚Du musst dich erinnern, wenn du die Prophezeiung erfüllen willst, mein Kind‘ , sagte er mir und legte seine Handfläche scheinbar von der anderen Seite an den Spiegel. Ich dachte nicht lange darüber nach und folgte ihm. Ich erwiderte seine Geste und platzierte meine Hand auf die Seine. Ein Leuchten erschien und ich bemerkte, wie ich jetzt etwas in den Händen hielt. Als ich es betrachtete, erkannte ich eine große Spielkarte. Aber sie war leer. Nichts als ein weißer, leerer Hintergrund, umwoben von magischer Verschnörkelung. War es vielleicht doch keine einfache Karte?

‚Drei Teile der Prophezeiung musst du finden. Nur wenn du sie kennst, kannst du sie erfüllen.‘ Ich verstand seine Worte nicht und bemerkte ein Klopfen an der Tür. War sie denn verschlossen?

»Lym! Mach die Tür auf!«, hörte ich Miss Scarlett von draußen rufen, aber ich konnte mich nicht von dem Spiegel und dem alten Mann darin lösen.

»Wer … bist du?«

‚Man nennt mich schon lange nicht mehr bei meinem richtigen Namen. Ich werde der Weise genannt. Ich habe die Lichtmagie von dieser Welt genommen, sodass die Dunkelheit sie nicht finden kann. Aber nun ist sie durch dich in diese Sphäre zurückgekehrt. Die Prophezeiung wird bald ihre ersten Schritte tun und der Mann, der der Finsternis gleicht, wird seine Hände nach dir ausstrecken. Ihr müsst bereit sein.‘

Ich verstand nicht, was er da sagte. Eine Prophezeiung? Was hatte ich damit zu tun? Lichtmagie? Ich konnte nicht mal zaubern. Oder etwa doch? War ich kein normaler Mensch?

Ich spürte, wie der Sog vom rosa Armreif begann. Scheinbar wollte etwas bei diesen Gedanken aus mir ausbrechen. Der Reif hielt es in mir. Was war nur mit mir los?

‚Finde die drei Teile der Prophezeiung. Ich habe jeder Partei ein Bruchstück gegeben. Sie müssen zusammenarbeiten. Sie müssen vereint werden, so wie einst vor langer Zeit.‘

Ich erinnerte mich an ein Lichterfest. Wieso gerade diese Erinnerung in mir wachgerufen wurde, wusste ich nicht. Ich hatte getanzt, umgeben von Lichtern. Und dieses Fest sollte damals ein verbannter Weiser gestört und eine Prophezeiung verkündet haben. War dies ein Teil der Weissagung? Hatte er einen den Magiern überlassen? Wenn ja, wer waren die anderen Parteien? Die Technomanten vielleicht? Doch wer war die dritte Partei?

‚Suche die Zauberkarte, mein Kind. Mit ihr zusammen wird dir nichts geschehen können und die Prophezeiung wird sich erfüllen.‘

Auf einmal gab es einen riesigen Rumms. Miss Scarlett hatte die Tür zu diesem Zimmer aufgesprengt. Und als ich mich zu ihr umwandte, sah sie fürchterlich entsetzt aus, als sie den alten Mann im Spiegel erkannte.

»Lym! Entferne dich von ihm!«, schrie sie – mehr aus Angst als aus Zorn. Doch ich konnte nicht.

‚Du kannst das Schicksal dieses Mädchens nicht verändern, kleine Scarlett. Auch wenn du ihre Erinnerungen wegschließen magst, so wird sie dennoch an der Prophezeiung teilhaben. Sie hat bereits begonnen, meine Liebe.‘

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Seitenaufrufe: 183 mal Aufgerufen Am 29. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Fantasy, Freundschaft, Liebe, Magie, Prophezeiung, Rivalität, Romantik, Tabu, Verrat
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