Die Seele des Bösen – Unter Verdacht

Die Seele des Bösen – Unter Verdacht
Preis: 3,99 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.blog-und-stift.de
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739386904
Auch in ihrem neuen Fall arbeitet Sadie mit LAPD-Detective Nathan Morris zusammen. Der Polizist bittet die FBI-Profilerin um Hilfe, als eine Edelprostituierte ermordet in einem Hotelzimmer aufgefunden wird. Sadie erkennt schnell, dass die widersprüchlichen Indizien am Tatort auf einen zweiten Täter hindeuten – ohne zu ahnen, in welche Kreise die Ermittlungen sie führen werden. Auch privat ist Sadie gefordert, denn die Begegnung mit seiner Stalkerin hat Matt verändert. Sadie macht sich große Sorgen um ihren Mann, der sich schweigsam und zurückgezogen gibt. Während sie sein Verhalten anfänglich auf die zurückliegenden Ereignisse schiebt, wird ihr irgendwann klar, dass Matt etwas vor ihr verbirgt …
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Mittwoch

„Bald ist ja auch schon wieder Thanksgiving.“ Cassandra seufzte dramatisch, was Sadie ein Lachen entlockte.
„So schlimm? Ein paar Wochen Schonfrist haben wir ja noch.“
„Ja, schon klar … Das ist der einzige Nachteil daran, dass ich jetzt hier arbeite. Der Flug nach New Jersey dauert ewig.“
„Ich verstehe dich nur zu gut“, sagte Sadie, während sie ihren Rechner herunterfuhr und nach ihrer Tasse griff.
„Und wofür? Damit meine Stiefmutter meinen Vater wieder anzickt und Brad sich volllaufen lässt.“ Cassandra stieß, den Kopf in die Hände gestützt, einen weiteren Seufzer aus und brachte Sadie so zum Lachen.
„Du könntest kneifen.“
„Dann werde ich bestimmt enterbt. Nein … ich werde mich wohl fügen müssen.“ Mit diesen Worten fuhr Cassandra ebenfalls ihren Rechner herunter und folgte Sadie in die Küche, wo sie ihre Tassen in die Spülmaschine stellten. Zurück an ihrem Schreibtisch griff Sadie nach ihrer Tasche, verabschiedete sich von Cassandra und lief die zwei Stockwerke nach unten über die Treppe. Dort angekommen, kreuzten bereits einige von Matts Kollegen ihren Weg. Sie wartete, bis sie das Büro seiner Abteilung betreten konnte und ging hinüber zu seinem Schreibtisch. Darunter stand ein Hocker, den er für seinen Fuß brauchte. Gerade war er dabei, nach seinen Krücken zu greifen und mit ihrer Hilfe aufzustehen. Jason stand daneben und wollte seine Hilfe anbieten, aber Matt schüttelte schon im Voraus den Kopf.
„Da ist deine Frau“, sagte Jason. Matt hob den Kopf und lächelte kurz, dann hatte er es geschafft und stand mit den Krücken. Er spekulierte darauf, den Gips in der Folgewoche loszuwerden. Das wurde auch mal Zeit, wie Sadie fand. Inzwischen trug er ihn schon seit fast fünf Wochen und regte sich jedes Mal beim Duschen fürchterlich auf.
Es war nun schon die zweite Woche, in der er wieder arbeiten ging. Sobald der Arzt seine Blutwerte nicht mehr für allzu bedenklich gehalten hatte, hatte Matt darauf gedrängt, wieder als arbeitsfähig eingestuft zu werden. Der Gips hielt ihn ja nicht wirklich davon ab, ins Büro zu gehen und für den Arbeitsweg sorgte Sadie. Sie selbst war auch froh, dass er wieder arbeiten ging, denn während seiner Krankschreibung war er ziemlich unleidlich gewesen. Das konnte sie gut verstehen, sie kannte es auch von sich selbst.
„Hey, Sadie“, sagte Jason zu ihr. „Bis morgen.“
„Bis morgen“, erwiderte Matt und folgte ihm in Sadies Richtung. Gemeinsam gingen sie zur Tür, die Sadie vorausschauend für ihn aufhielt. Gemeinsam gingen sie zum Aufzug, wo sie Jason wieder begegneten. Als die Aufzugtüren sich öffneten, machten die Leute im Aufzug Platz für Matt. Er fing sich manchmal fragende Blicke ein, weil er mit Krücken und Gips im Büro erschien, aber das prallte einfach an ihm ab.
Als sie das Gebäude verließen, entdeckte Sadie Cassandra auf dem Parkplatz und winkte ihr zu. Sie ging langsam voraus zum Challenger, für den Matt im Augenblick völlig unerschrocken eine Sonderparkgenehmigung unweit des Gebäudes beantragt hatte, und Sadie nahm ihm die Krücken ab, als er auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatte. Nachdem sie die Krücken in den Kofferraum gelegt hatte, stieg sie ebenfalls ein und fuhr los. Sie hatten den Parkplatz noch nicht verlassen, als Matt kommentarlos die CD wechselte und danach wieder aus dem Fenster starrte.
„Und, wie war dein Tag?“, fragte Sadie ins Schweigen hinein, während Monster Magnet aus den Lautsprechern schallte.
„Normal“, erwiderte Matt knapp.
„Klingt ja nicht sehr aufregend.“
„War es auch nicht.“
„Für Aufregung ist es vielleicht auch noch etwas zu früh.“
„Oh, so ein bisschen Abwechslung würde nicht schaden. Ich würde gern wieder raus auf die Straße, aber das geht ja nicht.“ Matt starrte auf seinen Gipsfuß und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Geduldig warst du ja noch nie“, stellte Sadie augenzwinkernd fest, während sie die Auffahrt zum Freeway nahm.
„Nein, vor allem nicht bei so etwas. Ich vermisse meine Arbeit.“
Sadie nickte nur. Sie konnte ihn verstehen, nur helfen konnte sie ihm nicht.
Durch den dichten Verkehr schlängelte sie sich nach Hause. Es war jetzt fast fünf Wochen her, dass Matt beinahe verblutet wäre, was er nach seiner Schussverletzung im Vorjahr mit Fassung trug. Dass er in Lebensgefahr geschwebt hatte, machte ihm nichts aus. Was ihn wurmte, waren die ganzen Umstände dahinter.
„Ich freue mich auf heute Abend“, versuchte Sadie, das Gespräch wieder aufleben zu lassen.
„Wird bestimmt nett“, stimmte Matt zu.
Sie seufzte leise und gab es auf. Sie konnte ihn wirklich verstehen, aber er machte es ihr auch nicht gerade leicht. In manchen Momenten bemühte er sich redlich, in anderen hatte sie keine Chance. Gerade war es wieder soweit.

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Seitenaufrufe: 9 mal Aufgerufen Am 3. Oktober 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Bestechung, FBI, Los Angeles, Mord, Mordfall, Polizei, Profiler, Psychothriller, Stalker, Vertuschung
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