Die Seele des Bösen – Ruhe in Frieden

Die Seele des Bösen – Ruhe in Frieden
Preis: 3,49 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.blog-und-stift.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739338712
Etwas angeschlagen kehrt Profilerin Sadie zum FBI zurück und ist überrascht, als Besuch aus England dort ist. Teamchef Nick hat Andrea Thornton, die britische Profilerin mit deutschen Wurzeln, zum allgemeinen Wissensaustausch eingeladen. Schnell stellt Sadie fest, daß sie erheblich mehr Gemeinsamkeiten mit Andrea hat als nur den Beruf. Als die BAU ein Hilfegesuch aus Boston erreicht, bietet Andrea den Profilern ihre Unterstützung an und reist mit nach Boston. Sadie ist froh, jemanden bei sich zu haben, mit dem sie vorbehaltlos sprechen kann, zumal sie im Moment ohne ihren Freund Matt auskommen muß, der gerade in der FBI-Academy die Schulbank drückt. Der Fall, der sie in Boston erwartet, ist jedoch auch nicht ohne: Seit Monaten werden dort junge Männer ermordet - ohne jegliche Brutalität, aber die Polizei hat keinen Hinweis auf den Täter. Die Profiler ahnen, daß sie es mit einer schwerwiegenden psychischen Störung zu tun haben ...
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„Ich glaube, der ist ganz gut geworden.“ Zufrieden verschränkte Norman die Arme vor der Brust. Sadie warf ebenfalls einen Blick in den Backofen und nickte zustimmend.

„Verhungern werden wir wohl nicht.“

Wortlos legte Norman einen Arm um die Schultern seiner Nichte und seufzte. In diesem Moment dachten sie beide an Fanny, die sonst immer den Truthahn zu Thanksgiving zubereitet hatte. Sadie hatte ihr oft dabei geholfen und konnte sich deshalb noch daran erinnern, was zu tun war. Sie hatte Norman von sich aus angeboten, früher zu kommen, um ihm dabei zu helfen. Er hatte das Angebot dankbar angenommen.

„Ich merke erst jetzt, was Fanny eigentlich alles im Haushalt getan hat“, sagte Norman verhalten. „Eigentlich war ich der Meinung, daß ich sie dabei unterstütze und die Hälfte übernehme, aber jetzt weiß ich, daß das nicht stimmte.“

„Sie hat sich doch nie beklagt“, sagte Sadie.

„Nein, natürlich nicht. Aber es gibt so viele Handgriffe, bei denen mir bewußt wird, daß sie fehlt. Ich habe schon die Wäsche schrumpfen lassen und wenn ich nachts allein in meinem Bett liege, ist es ganz vorbei.“

„Das Angebot steht“, sagte Sadie. „Ich kann die Katzen auch wieder zurückholen, damit sie bei dir leben.“

Norman schüttelte den Kopf. „Nein, behalt du mal schön deine Katzen. Ich nehme dir nicht die Haustiere weg. Aber vielleicht hole ich mir eigene … oder gleich einen Hund?“

„Warum nicht? Der hält fit. Das ist doch gerade auch nicht so verkehrt.“

„Eben.“ Kritisch spähte Norman in den Kühlschrank und inspizierte die Vanillecreme. Sie hatten so viel Essen, daß es für eine ganze Kompanie reichen würde, wie er scherzhaft gesagt hatte. Aber inzwischen war sein Appetit auch wieder besser. Die Chemotherapie war vorüber, ihm sprossen wieder erste Haare und er konnte immerhin so gut kochen, daß er nicht verhungerte.

Aber Sadie konnte ihrem Onkel ansehen, daß er nicht glücklich war. Er war einsam und er trauerte immer noch um Fanny. Für Sadie war es auch unbegreiflich, daß ihre Tante nie wieder bei ihnen sein würde. Nachdem Norman vor wenigen Wochen das Krankenhaus verlassen hatte, hatte er sofort begonnen, das Schlafzimmer zu renovieren. Nur so ließen sich die Blutspuren endgültig beseitigen. Gary hatte ihm dabei geholfen, denn Sadie und Matt waren beide nicht dazu in der Lage gewesen. Es war noch nicht lang her, daß Matt seine Armschlinge nicht mehr tragen mußte und Sadie hatte auch ziemlich lang auf Krücken laufen müssen.

Als das vorüber gewesen war, hatten sie sich den Wetterbericht angesehen und sich in den ersten Flieger gesetzt, als klar gewesen war, daß die Nationalparks im Südwesten noch problemlos befahrbar waren. An manchen Stellen hatte zwar schon Schnee gelegen, aber Sadie erinnerte sich an unvergeßliche Stunden, die so bald nicht wiederkommen würden.

Denn inzwischen hatte Matt die Ausbildung an der FBI Academy begonnen. Das war nur möglich, weil er sich mit den Ausbildern darauf geeinigt hatte, zu Anfang den Schwerpunkt auf die theoretische Ausbildung zu legen und mit dem Training etwas später zu beginnen. Seine Schulter heilte zwar gut, aber auch seine Ausbilder wollten ihn nicht zu früh dem anstrengenden Parcours im Wald aussetzen.

In diesem Augenblick betrat er die Küche. Er hatte den Tisch gedeckt und schnupperte demonstrativ.

„Das Schätzchen im Ofen riecht aber gut“, stellte er lobend fest.

„Hoffen wir, daß er die Versprechen hält“, sagte Norman. „Sadie, weißt du noch, wie uns der Braten in einem Jahr fast verbrannt ist?“

„Der Ofen war auch kaputt“, sagte sie entschuldigend.

„Ja, aber eßbar war er nicht mehr. Wir mußten uns Pizza kommen lassen!“

„Wirklich?“ Matt lachte.

„Ja, wirklich. War das nicht im Jahr vor deinem Highschool-Abschluß, Sadie?“

Sie nickte. „Das war wirklich vollkommen absurd. Aber auch sehr lustig! Und die Pizza war wenigstens gut.“

„Da kann ich nicht mithalten“, gab Matt zu. „Ich habe nur eine Geschichte, in der unser Hund damals unseren Weihnachtsbaum umgerissen hat. Aber das ist bestimmt fünfundzwanzig Jahre her.“

Sadie lächelte. In diesem Moment klingelte es an der Haustür und sie schaute nach, wer dort war. Sie erkannte Matts Vater und vermutete, daß die junge Frau neben ihm Matts Schwester war.

„Matt, deine Familie ist da“, rief sie und öffnete den beiden.

„Sadie“, sagte Mr. Whitman und begrüßte sie mit einer väterlichen Umarmung.

„Schön, daß Sie da sind“, erwiderte Sadie, bevor er zurücktrat und seiner Tochter Platz machte. Sie trug ihr braunes Haar schulterlang und hatte schon auf den ersten Blick eine große Ähnlichkeit mit Matt.

„Du mußt Tammy sein“, sagte Sadie und reichte ihr zur Begrüßung die Hand.

„Stimmt genau“, sagte Tammy und lächelte.

„Da seid ihr ja“, sagte Matt aus dem Hintergrund. Tammy quiekte vor Freude und war mit einem Satz an Sadie vorbei, um ihren Bruder zu umarmen.

„Hey, man könnte ja glauben, du hast mich seit einer Ewigkeit nicht gesehen“, sagte er.

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Seitenaufrufe: 51 mal Aufgerufen Am 18. April 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Boston, FBI, Mordserie, Profiler, Profiling, Psychothriller, Serienmord, Spannung, USA
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