Die Seele des Bösen – Erbarmungslose Jagd

Die Seele des Bösen – Erbarmungslose Jagd
Preis: 3,49 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.blog-und-stift.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739325583
Von der Streifenpolizistin zur FBI-Agentin: Bei der Behavioral Analysis Unit in Quantico wähnt Sadie sich am Ziel. Der erste Fall in ihrem neuen Team führt sie nach Utah, wo seit Jahren immer wieder Tote in der Wüste gefunden werden. Alle Morde haben eins gemeinsam: Der Täter hat seine Opfer ausgesetzt, um gezielt Jagd auf sie zu machen. Die Ermittlungen sind in vollem Gange, als Sadie eine Hiobsbotschaft erreicht: Während der Verlegung in ein anderes Gefängnis ist ihrem Vater, dem berüchtigten Oregon Strangler, die Flucht gelungen. Ein vergessen geglaubter Alptraum holt sie ein …
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Inzwischen atmete sie nur noch Staub. Er versteckte sich überall, war in jede Ritze ihrer Kleidung eingedrungen. Er klebte auch auf ihren Wangen, hatte sich mit ihren Tränen vermischt und war in den kleinen Rinnsalen getrocknet.

Alles in ihr rebellierte. Ihre Füße waren bleischwer, ihre Muskeln schmerzten. Die Luft war so trocken, daß sie trotz der Hitze kaum schwitzte. Aber sie hatte Kopfschmerzen. Die kamen von der erbarmungslos brennenden Sonne und dem Wassermangel.

Aber sie befand sich mitten im Nirgendwo und wußte, wenn sie jetzt aufgab, war sie tot. Und das nicht nur, weil sie verdursten oder an einem Hitzschlag sterben konnte. Nein, das allein war nicht der Grund.

Ihr Mund war ausgedörrt, vor ihren Augen tanzten Sternchen. Und doch lief sie zwischen den Felsen hindurch und versuchte, weiterhin einen Fuß vor den anderen zu setzen. Vielleicht konnte sie ja entkommen. Sie mußte es zumindest versuchen.

Es war fraglich, ob sie noch jemand suchte. Immerhin war sie schon seit Wochen verschwunden. Vermutlich hielt jeder sie für tot. Sie hätte es jedenfalls getan. Oft genug hatte sie auch geglaubt, daß sie sterben würde.

Es war so heiß. Daß der Hochsommer in Utah sich so anfühlte, war für sie nichts Neues. Sie war in der Wüste aufgewachsen, hatte schon viele Tage erlebt, die die Vierzig-Grad-Marke knackten. Aber da war sie nicht allein und verängstigt durch eine endlose Einöde voller Sand, Felsen und Staub gestolpert, nicht wissend, in welche Richtung sie überhaupt lief.

Nervös drehte sie sich um und hoffte, ihn nicht am Horizont sehen zu müssen. Eine Träne löste sich aus ihrem Auge, doch das milderte das Brennen kaum. Geblendet blinzelte sie in die Richtung der Sonne und strich sich die verfilzten Haare aus der Stirn. Der Wind, der über ihr Gesicht strich, war warm. Die verdammte Hitze war überall.

Sie wußte, irgendwo in der Nähe mußte ein Highway sein. Wenn sie den fand, war sie gerettet. Ein vorbeifahrendes Auto konnte sie aufsammeln und mitnehmen. In Sicherheit bringen. Endlich …

Wohin sie sich auch drehte, sie konnte bis zum Horizont nur Wüste sehen. Kein Baum, kein Strauch, kein Weg, nichts. Gar nichts.

Es war nun schon der zweite Tag, an dem sie durch die Wüste irrte. Nach Wochen in Dunkelheit und Angst hatte er sie in der sengenden Sonne ausgesetzt und die Jagd eröffnet. Kate hatte aufgegeben, sich zu fragen, warum er das tat. Sie hatte sich schon mehrfach tot gesehen, aber sie lebte immer noch. Sie durfte nicht aufgeben, zu hoffen.

Der rote Wüstenstaub brannte in den Augen. Müde schleppte sie sich voran, wollte nicht aufgeben. Noch nicht. Sie wollte zurück nach Hause, zu ihrem Hund Mickey und den –

Mit einem Schrei landete sie im Sand und griff instinktiv nach ihrem Fußknöchel. Sie war auf einen spitzen Stein getreten und umgeknickt. Das schmerzhafte Pochen in ihrem Knöchel führte es ihr vor Augen. Erneut schossen ihr die Tränen in die Augen, aber sie kämpfte sie mühsam zurück und versuchte, aufzustehen. Das gelang ihr noch, aber schon der erste Schritt schmerzte wie die Hölle. Ein heftiger Schmerz schoß durch ihr ganzes Bein.

„Nein“, stieß sie schluchzend hervor und sah sich hilfesuchend um. So durfte es nicht enden. Sie mußte weiter. Jemand mußte sie finden. Sie würde sterben, wenn sie jetzt aufgab.

Und das wollte sie nicht.

Also versuchte sie es. Erschöpft, hungrig und durstig schleppte sie sich weiter voran, jeden Schritt unter furchtbaren Schmerzen ertragend. Aber es ging hier um ihr Leben, deshalb biß sie die Zähne zusammen und kämpfte sich weiter voran. Sie hatte keine Wahl. Sie wollte doch Mickey wiedersehen und Mark … und ihre Mum.

Ihr Knöchel wurde dick. Sie ging trotzdem weiter. Und wenn es das Letzte war, was sie tat.

Dieser Kerl durfte nicht siegen. Das hatte er nicht verdient. Er durfte sie nicht wieder finden und jagen … oder sie fangen.

Oder töten.

Kate glaubte immer noch, daß er das vor hatte. Er konnte es sich nicht leisten, sie entkommen zu lassen. Nicht nach dem, was er ihr angetan hatte. Sie konnte ihn beschreiben, gegen ihn aussagen, ihn schwer belasten. Kate glaubte nicht, daß er sie wirklich entkommen ließ – aber sie mußte es versuchen. Das war die einzige Chance, die sie noch hatte. Eine Chance, mit der sie ja gar nicht gerechnet hatte.

Oder hatte er sie in der Wüste ausgesetzt, damit sie dort starb? Wenn sie nicht bald Hilfe fand, war ihr Leben nicht mehr viel wert. Ihre Haut war verbrannt und schmerzte, die Wüstenhitze war überall. Kein Schatten, kein Versteck, kein Erbarmen.

Halb ohnmächtig vor Durst drehte sie sich um und versuchte, am Stand der Sonne abzulesen, wie spät es war. Wann die Sonne untergehen und sie endlich verschonen würde.

Doch was sie sah, schürte nur ihr Entsetzen. Am Horizont war, vor einer Staubwolke, ein Auto zu sehen.

Das war er. Er kam zurück. Kate stieß einen gequälten Laut aus und versuchte, loszulaufen, doch ihre bleischweren Füße bewegten sich nur noch langsam.

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Seitenaufrufe: 60 mal Aufgerufen Am 11. Januar 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: FBI, Profiler, Profiling, Psychothriller, Serienkiller, Serienmord, Serienmörder, Spannung, USA, Utah
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