Die Seele des Bösen – Blut, Angst und Tränen

Die Seele des Bösen – Blut, Angst und Tränen
Preis: 3,49 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.blog-und-stift.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739342955
In Pittsburgh entführt ein Serienmörder junge Frauen, foltert sie brutal über Wochen und erwürgt sie schließlich. Als der Killer mit den Medien Kontakt aufnimmt, werden FBI-Profilerin Sadie Scott und ihre Kollegen von der Behavioral Analysis Unit hinzugezogen. Für Sadie ist das Motiv des Killers ein Schock: Der sogenannte Pittsburgh Strangler ahmt explizit ihren Vater, den Oregon Strangler, nach. Diese Offenbarung muss Sadie jedoch weitgehend mit sich allein ausmachen, denn ihr Verlobter Matt durchläuft gerade selbst die fordernde Ausbildung an der FBI Academy und ist für sie kaum ansprechbar. Mehr Verständnis bringt ihr eine flüchtige Bekanntschaft namens Brandon entgegen. Er versucht, Sadie Mut zuzusprechen, als der Pittsburgh Strangler Sadie persönlich extrem unter Druck setzt und versucht, sie vollständig zu zermürben. Doch da ahnt Sadie noch nicht, was der Killer tatsächlich im Schilde führt und dass dieser Fall sie bis an ihre Grenzen bringen wird – und weit darüber hinaus …
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Samstag

Grinsend rieb Phil sich den blauen Fleck am Ellenbogen. „Ich bereue nichts. Natürlich fragt man sich manchmal, wofür man so hart trainiert, wenn man dann doch oft nur Bereitschaft hat und wartend herumsitzt. Man will ja auch eigentlich nicht zu einem Einsatz gerufen werden, denn das heißt ja immer, dass Menschenleben in Gefahr sind. Aber wenn man dann gerufen wird und wirklich jemanden retten kann …“

„Du hattest doch noch gar keinen Einsatz“, wandte Sadie ein.

„Sicher, aber ich weiß ja, wie das ist. Als ich damals auf Grimes schießen musste, wusste ich auch nicht, was ich denken soll. Ich wollte ihn ja nicht töten. Aber er hat mir ja nur die Wahl zwischen ihm und Matt gelassen. Da habe ich natürlich nicht überlegt.“

„Das glaube ich“, sagte Sadie. Die Sonne schien in ihr Wohnzimmer, in dem sie es sich mit Phil und Mittens gemütlich gemacht hatte. Figaro lag im Bett und schlief.

„Man fühlt sich wirklich ein bißchen wie ein Held“, sagte Phil. „Was machen da schon ein paar blaue Flecken!“

Die beiden grinsten einander an. Sadie konnte sein Empfinden gut nachvollziehen.

„Freut mich, dass du hier so zufrieden bist“, sagte sie.  

„Ja, das bin ich wirklich. Das ist etwas anderes als Streifendienst in Waterford!“

Phil fühlte sich sichtlich wohl. Sein tägliches Training hatte dazu geführt, dass er ein breites Kreuz bekommen hatte. Er war immer schon athletisch gebaut gewesen, aber nun war er ziemlich muskulös und natürlich gefiel ihm das. Er war unglaublich stolz darauf, jetzt zum Hostage Rescue Team des FBI zu gehören. Dort konnte er sich perfekt als Scharfschütze einbringen. Sadie konnte gut verstehen, dass er diese Herausforderung liebte. Sie genoss es ebenfalls, ihre Fähigkeiten beim FBI nutzen zu können.

„Was machst du denn heute Abend?“,  fragte Sadie.

„Mal sehen, vielleicht gehe ich weg und halte Ausschau nach Frauen.“ Er grinste.

„Wäre doch toll!“

„Ich bin gerade zwar auch allein ganz zufrieden, aber vielleicht ergibt sich ja was.“ Phil nahm noch einen Schluck Wasser. „Und Matt? Wie lang hat er noch an der Academy?“

„Er beginnt jetzt mit den Prüfungen. Eigentlich ist er ja fast fertig … endlich.“ Sadie seufzte tief.

„Schon vier Monate. Wahnsinn.“

„Ewigkeit trifft es eher …“

„Ach“, machte Phil und lächelte ihr aufmunternd zu. „Ist doch fast geschafft.“

„Das ist so verrückt, verstehst du? Vorher habe ich jahrelang allein gelebt und das hat mich nie gestört. Aber jetzt …“

„Ihr zwei seid schon sehr süß“, feixte Phil.

„Mach dich nur lustig.“

„So war das gar nicht gemeint! Aber du musst das mal aus meiner Warte sehen. Jahrelang war das bei dir kein Thema, aber jetzt hat es dich ja total erwischt!“

Sofort schoss Sadie die Röte ins Gesicht. „Ich mache eben keine halben Sachen.“

„Ja, scheint so. Ich kann das ja verstehen. Matt tut dir gut.“

„Ja … und er fehlt mir so!“ Sadie lachte gequält.

„Oh je“, sagte Phil verständnisvoll. „Mein Mitgefühl.“

„Du machst dich immer noch lustig.“

„Überhaupt nicht! Ihr zwei seid toll zusammen. Und Matt ist echt in Ordnung. Hätte ich ihm nicht zugetraut.“

„Er macht mit mir wirklich etwas mit.“

„Auf mich wirkt er ganz zufrieden“, hielt Phil dagegen.

Sadie erwiderte nichts, sondern seufzte nur. „Wenn er doch endlich mit der Academy fertig wäre!“

Phil schüttete sich aus vor Lachen. „Du bist süß, weißt du das? Du klingst genau wie die verliebten Mädchen damals auf der High School!“

„Phil!“ Lachend warf Sadie ein Kissen nach ihm. „Du bist so gemein. Ich sollte das wirklich mit Tessa erörtern …“

„Als ob die verstehen würde, was du an Matt findest“, grinste Phil.

„Sie gibt sich zumindest Mühe!“

„Sie ist ja auch in Ordnung. Auch wenn sie gar nicht erst versucht, zu verbergen, wie sie veranlagt ist!“

„Warum auch“, sagte Sadie.

„Hattest du je Befürchtungen, dass sie vielleicht auf dich steht?“

Sadie schüttelte den Kopf. „Nicht wirklich. Als sie mir damals gesagt hat, wie sie tickt, hat sie mir auch gleich gesagt, dass wir nur Freunde sind. Das hat sich nie geändert.“

„Sie fehlt dir bestimmt.“

„Schon. Wenigstens bist du hier! Wenn du jetzt nicht hier wärst, wäre ich ganz allein … das würde ich hassen.“ Sadie zog die Schultern hoch.

„Nicht mehr lange und Matt kommt nach Hause“, sagte Phil.

„Ja, zum Glück. Du kannst wirklich bleiben, es wäre genug zu essen da!“

„Nein, ich lasse euch Turteltäubchen mal allein. So wie du ihm hinterherschmachtest, würde ich da nur stören!“

Kopfschüttelnd sah Sadie ihn an. „Dass du mich auch immer ärgern musst.“

„Klar! Dafür bin ich doch da.“

Die beiden lachten gemeinsam. Es dämmerte schon, als Phil sich auf den Heimweg machte und Sadie zu kochen begann. Sie war unendlich froh, dass Phil sie an diesem Nachmittag besucht hatte, denn sie war es leid, allein zu Hause zu sitzen. Matt fehlte ihr entsetzlich und das nervte sie, aber es war ja nicht zu ändern – und es war auch schon fast vorbei.

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Seitenaufrufe: 29 mal Aufgerufen Am 2. Juni 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Profling, Psychothriller, Sadismus, Serienmord, Spannung
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