Die Savanten: Heimkehr

Die Savanten: Heimkehr
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Science-Fiction
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Als Finn nach einer schweren Kopfverletzung die Augen aufschlägt, ist nichts mehr, wie zuvor. Wohin er den Blick auch richtet, überall sieht er Zahlen und Mengen und seine Rechenkünste stellen jeden Computer in den Schatten. Gerade als er sich endlich mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten arrangiert und sein Leben wieder in geordneten Bahnen verläuft, gerät alles vollends aus dem Ruder. Noch bevor Finn weiß, wie ihm geschieht, wird er entführt und landet mit seinen neuen Freunden in einer magischen Welt, wo er sich mit tückischen Mantikoren, gefräßigen Trollen und einem furchterregenden Drachen herumschlagen muss. Da trifft es sich gut, dass auch bei Finn und den anderen Savanten die Magie erwacht. Doch so fantastisch diese neue Welt mit ihren wundersamen Geschöpfen auch ist, eine Heimkehr bleibt sein größter Wunsch.
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Leseprobe


Schey schmiegte sich an seine Schulter, als sie durch das bis auf eine Wache verwaiste Hafentor spazierten. Am Wasser angekommen, beobachteten sie schweigend die im Mondlicht schaukelnden Schiffe.
Finn schlang seine Arme um Schey, sah ihr tief in ihre smaragdgrünen Augen und wollten sie gerade küssen, als ein markerschütterndes Brüllen aus Richtung des nahegelegenen Luftschiffs die Ruhe zerriss.
Erschrocken wirbelten sie herum. Ein Teil der Backbordseite der Drachenhaut verwandelte sich mit einem knirschenden Krachen in einen Schauer aus splitternden Holztrümmern, die wie Geschosse auf die umliegenden Schiffe prasselten. Finn und Schey hechteten in letzter Sekunde hinter einen Stapel Kisten in Deckung.
In der klaffenden Öffnung erschien das Haupt des weißen Drachen. Die eiserne Maske war verschwunden und zwischen den gewaltigen Kiefern hing eine schlaffe Gestalt.
„Ken!“, brüllte Finn verzweifelt und machte Anstalten, auf den Drachen zuzustürmen, aber Schey hielt ihn mit Mühe zurück.
Die Bestie ließ die leblose Hülle achtlos fallen und spie ein derart markerschütterndes Brüllen in die Nacht, dass die beiden ihre Hände auf die Ohren pressen mussten. Dann bahnte sich das furchteinflößende Wesen mit den klauenbewehrten Flügeln einen Weg durch die zertrümmerte Schiffswand. Dabei legte es die Schwingen eng an den schlanken Körper, um durch das klaffende Loch zu passen. Mit einer letzten Anstrengung schob der Drache seinen weißen Leib ins Freie.
Er streckte die gewaltigen Schwingen aus und bewegte sie zögerlich, aber er flog nicht davon. Offenbar war er nach Jahren der Gefangenschaft nicht mehr in der Lage dazu. Einen Moment schaute er sich suchend um, den langen Hals in alle Richtungen reckend. Schließlich stieß er sich vom Luftschiff ab und tauchte wie ein riesiger Eisvogel ins dunkle Wasser, wo er in der Tiefe verschwand. Gewaltige Wellen schlugen auf die Anlegestelle und durchnässten Finn und Schey bis auf die Knochen.
Den Wachposten auf der Mauer war die spektakuläre Flucht des Drachen natürlich nicht entgangen. Die hektischen Alarmschläge des großen Gongs hallten durch die nächtliche Stadt, kaum dass die Wogen sich geglättet hatten.
Finn sprang auf die Füße und rannte die Kaimauer entlang, auf der das Luftschiff ruhte. Ken konnte, nein, er durfte nicht tot sein! Schlitternd kam er vor den Trümmern der Schiffswand zum Stehen. Auf dem schmalen Streifen unter dem klaffenden Loch lag eine leblose, teilweise zerfetzte Gestalt in einem See aus Blut.
Es war Lomar, der Drachenmeister.

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Seitenaufrufe: 9 mal Aufgerufen Am 5. Juli 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Drachen, Fantasy, Luftschiff, Magie, Mantikor, Parallelwelt, Portal, Spannung
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