Die Saat der Makellosen (The Immaculate Breed 1)

Die Saat der Makellosen (The Immaculate Breed 1)
Preis: 3,80 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Webseite: https://immaculatebreed.wordpress.com
Erscheinungsjahr: 2013
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Sieben ausgewählte Krieger sind auf dem amerikanischen Kontinent die Beschützer ihres Vampirvolkes, die Immaculate genannt. Ihr Amt hat eine jahrhundertelange Tradition und nur die besten und stärksten Kämpfer werden dafür berufen. Diese Männer verfügen über besondere Fähigkeiten, die sie für ihre Aufgaben prädestinieren. Einige von ihnen können auf eine lange Ahnenreihe von Kriegern zurückblicken und ihre Familien hegen natürlich die Hoffnung, dass deren Nachkommen aus einer besonders gesegneten Verbindung ihre ehrenvolle Aufgabe fortführen werden. Aber dafür bedarf es zunächst, die eine Auserwählte zu finden, die für den Krieger vorbestimmt ist, die meist in schicksalhaften Begegnungen aufeinander treffen. Doch was geschieht, wenn diese eine Frau sich gar nicht ihrer besonderen Stellung bewusst ist und nicht einmal der fremden Welt, die gewöhnlichen Menschen in der Regel verborgen bleibt und dennoch allgegenwärtig ist?
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Leseprobe

Freitag, 22. Juni; mittags

-R. & R. Associates – Professional Investigation-

Romy stand in der prallen Mittagssonne auf dem Bürgersteig, der dem Laden gegenüber lag, und blinzelte gegen das grelle Licht an, bis sie irritiert die Sonnenbrille aufzog, deren Bügel im Ausschnitt ihres smaragdgrünen T-Shirts geklemmt hatte. Irgendwie reagierte sie in letzter Zeit, eigentlich schon seit Jahren, empfindlich auf zu viel Sonne, auch wenn kein Augenarzt irgendeinen Defekt feststellen hatte können. Ihre Augen waren schließlich für den Polizeidienst getestet worden und ihre Sehschärfe betrug an guten Tagen an die 150 Prozent.

Sie stützte ihren rechten Ellenbogen auf den vor der Brust verschränkten linken Arm und hob die Hand, um mit Daumen und Zeigefinger an ihrer Unterlippe zu zupfen. Eine kleine, nervöse Geste, die sie immer verfiel, wenn sie nachdachte oder nervös war. Diese Unart wurde noch dadurch verstärkt, dass sie das Rauchen aufgegeben hatte, das sie mit zwölf begonnen hatte. Es hatte ja niemanden groß gekümmert, was sie so trieb und mit wem sie abhing.

Der ehemalige Fleischerladen war eine heruntergekommene Bruchbude gewesen, als sie ihn zum ersten Mal betreten hatte, aber er hatte Potential gehabt. Das jedenfalls hatte sie sich innerlich tausend Mal gesagt, weil der Zustand des Gemäuers wirklich erschreckend gewesen war. Noch verlockender war die Tatsache gewesen, dass sich über den Verkaufsräumen auch noch Wohnräume befanden, die zum Angebot gehörten. Dafür ihre heißgeliebte Maschine aufzugeben, um die Renovierungsarbeiten finanzieren zu können, hatte sich wirklich gelohnt. Sie mochte kurze Wege zur Arbeit, wo sie sowieso die meiste Zeit verbrachte, weil sie kein nennenswertes Privatleben besaß. Sie war wohl mit einem Gendefekt auf die Welt gekommen, wer wusste das schon?

Die Abfindung, die sich nach Verlassen des Polizeidienstes bekommen hatte, war schließlich für die Finanzierung der Immobilie draufgegangen. Und ihre Lebensversicherung würde auch futsch sein, wenn sich das Projekt nicht im Laufe des nächsten Jahres zu einem Erfolg entwickelte. Mieten hatte sie jedoch ausgeschlossen, weil sie keine Lust hatte, einem gierigen Geschäftsmann ihr hart verdientes Geld in den Rachen zu stopfen.

Der Meatpacker District, ein Teil von Greenwich Village, war ein aufstrebendes Viertel mit einigen dunklen Ecken, aber die hippen New Yorker begannen, sich hier breit zu machen und das bedeutete auch, dass man sich nicht fürchten musste, nachts auf die Straße zu gehen, wovor sie sowieso keine Angst hatte. Immerhin war sie jahrelang in einem Spielerparadies auf Streife gegangen. Manhattan konnte sicher nicht schlimmer sein.

Die Wohnung hatten sie natürlich zuerst bezugsfertig gemacht, weil sie nicht vorhatte, länger als nötig in einer Pension zu wohnen, wenn auch noch nicht viele Möbel darin standen. Mit beschränkten finanziellen Ressourcen musste man eben sparsam umgehen und das Wichtige vom Unwichtigen trennen. Computer waren wichtig, Waffen waren wichtig, hübsche Vorhänge waren absolut unwichtig.

Aber ihr Geschäft war nun so gut wie fertig. Die großen Schaufenster rechts und links von der Eingangstür mit den schmiedeeisernen Verzierungen über dem Glas hatten sie erhalten, sie boten auch altmodischen Schutz vor Einbrechern, was die Polizistin in ihr zu schätzen wusste.

Die Einsicht in die Büroräume wurde von einem verstellbaren Sichtschutz eingeschränkt, damit sie in Ruhe an ihren Schreibtischen sitzen konnten. Die Einrichtung würde einfach gehalten sein. Wenn man den Laden durch die Haupttür betrat, dann waren ihre Schreibtische links und rechts durch Glasbausteinwände voneinander abgetrennt, so dass ein kurzer Gang entstand, der der genau in den Wartebereich führte, wo drei Sessel und ein kleiner Tisch standen, den sie in einem Ausverkauf erstanden hatten, als sich eine Anwaltskanzlei aufgelöst hatte.

Auf beiden Fensterscheiben prangte mittig der unaufdringliche Schriftzug: R. & R. Associates – Professional Investigation. Auf den Nachnamen hatte sie verzichtet, weil der ja schon auf ihren Visitenkarten zu lesen stand. Dazu dann noch der Slogan: „We care for your missing.“

Romy wollte auf jeden Fall betonen, dass die beiden Geschäftsinhaber keine Möchtegernschnüffler waren. Hier ging es um ein ernstes Thema, bei dem die Ermittler sich nicht selbst profilieren wollten. Ihre Klienten sollten sich ernst genommen und gut aufgehoben fühlen.

Romana & Rebeka… Es schien ihr noch ziemlich unglaublich, dass sie und ihre kleine Schwester nun zusammen gezogen waren und eine Detektei gegründet hatten, die sich darauf spezialisierte, vermisste Personen aufzuspüren.

Romy hatte die Existenz von Rebeka jahrelang verdrängt, nachdem man sie als Waisen auseinander gerissen hatte. Sie kamen in verschiedene Pflegefamilien und sie waren noch viel zu klein gewesen, um dagegen zu protestieren. Nach dem Feuer hatte sie jahrelang unter dem traumatischen Erlebnis gelitten…

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Seitenaufrufe: 64 mal Aufgerufen Am 7. Mai 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Berufung, Bluttaufe, Breed, Krieger, Propheizung, Romantasy, Schicksal, Soulmate, Umwandlung, Vampire
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