Die Rebellen des Imperiums

Die Rebellen des Imperiums
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Science-Fiction
Webseite: www.cliffallister.info
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Nach vielen Gefahren ist es Markan endlich gelungen, Kontakt mit den Rebellen aufzunehmen. Jetzt stellen sich ihm und seinem Onkel neue Schwierigkeiten in den Weg. Es gibt Probleme mit den X´enth´y, einem insektoiden Volk, die ihre bisherige Unterstützung der Rebellen aufzukündigen drohen. Zudem steht Vokossians Thronjubiläum bevor. Markan will dem Ursupator bei den Feierlichkeiten einen ersten Schlag versetzen. Doch sind er und seine Freunde schon so weit, ihm öffentlich den Krieg zu erklären? Oder sollten sie lieber abwarten, und zuerst weitere Verbündete suchen? Doch dann kommt ein Angebot aus einer unerwarteten Ecke...
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Leseprobe

1. Rybera-Sektor, 2.738 Lichtjahre von Kendora

Das Funkfeuer des superdichten und schnell
rotierenden Pulsars im Rybera-Sektor galt als einer der
wichtigsten Navigationspunkte des Imperiums.
Handelsschiffe, die in jenem Bereich der Kleingalaxis
unterwegs waren, fielen nach langen Hyperraumetappen
gerne in diesem Sektor aus dem Hyperraum, um eine
genaue Ortsbestimmung zur weiteren Navigation
durchzuführen. In der Folge herrschte in diesem Gebiet ein
reger Schiffsverkehr. Naturgemäß zog ein solch hohes
Aufkommen an Handelsschiffen in einem relativ kleinen
Bereich des Kosmos auch Piraten an. Ein alternativer Kurs
auf einer anderen, längeren Strecke kostete mehr Geld,
benötigte mehr Zeit, und Kapitäne, die schneller lieferten,
bekamen mehr lukrative Aufträge. Deshalb blieb der Pulsar
im Rybera-Sektor trotz dieser Gefahr ein häufig
angeflogener Navigationspunkt. Wenn man den Aufenthalt
im Normalraum so kurz wie möglich hielt und das Glück
hatte, weit genug entfernt von einer eventuell lauernden
Piratenflotte aus dem Hyperraum zu fallen, konnte diese
nicht gefährlich werden. Wenn es aber geschah, dass sich
der Zwischenstopp im Normalraum aus irgendeinem
Grund länger als geplant gestaltete und die Piraten zufällig
in der Nähe waren, dann konnte es einen unvorsichtigen
Kapitän die Ladung und im Extremfall Schiff und Leben
kosten.
Die HARKETION fiel nach einem einwöchigen
Hyperraumflug durch das halbe Imperium in den
Normalraum. Die Kursabweichung war minimal und
Kapitän Welogimar Krantorek konnte zuversichtlich sein,
den Liefertermin für die fünfzehntausend Reinigungsbots
einhalten zu können. Er hatte sein Schiff direkt am zum
Haus Wamsler gehörenden Produktionsplaneten randvoll
geladen und sollte die Roboter zu einem neu erschlossenen
Randplaneten des Hauses Resgur bringen. Einmal quer
durch das Imperium!
Die HARKETION befand sich seit mehr als
zweihundert Jahren im Familienbesitz und war inzwischen
ein altersschwacher Kahn mit ausgelaugtem Hyperraum-
Triebwerk. Nur Spucke, Glück und ein gelegentlicher
Aufenthalt in einer schäbigen, aber preiswerten Werft
hatten das fünfzig Meter lange und dreißig Meter
durchmessende, zylinderförmige Schiff mit kegelförmiger
Bugsektion die vergangenen Jahrzehnte noch am Fliegen
gehalten. Die letzte Inspektion der imperialen Behörde für
Schiffssicherheit hatte Krantoreks Schiff nur mittels einer
heftigen Bestechungssumme überstehen können. Dass der
Kahn überhaupt noch annähernd einsatzbereit war, lag in
erster Linie an Meburd Povellian, dem inzwischen fast
neunzigjährigen ersten Ingenieur, der schon zu Zeiten von
Krantoreks Vater an Bord Dienst getan hatte. Zwar gab es
keinen zweiten Ingenieur, aber Povellian bestand vehement
auf den vollen Titel. Wenn er nicht volltrunken in einer
Ecke des Schiffes seinen Rausch ausschlief, bestand sein
Tag mehr oder weniger aus unablässigem Fluchen über den
Zustand aller möglichen Aggregate, Beschimpfungen des
Kapitäns und immer neuen, wundersamen Reparaturen,
die jeder andere Ingenieur für unmöglich gehalten hätte.
Kapitän Welogimar Krantorek hatte keine Ahnung, wie er
sein Schiff noch länger fliegen sollte, falls Povellian sich zu
Tode soff, an Altersschwäche starb oder bei einer seiner
Schimpftiraden einen Herzinfarkt erlitt. Das dritte
Besatzungsmitglied trug den Titel des Lademeisters und
war der unnütze zweite Sohn des Kapitäns. Der
Erstgeborene war klug genug gewesen, nicht in das
Familienunternehmen einzusteigen, sondern so bald wie
möglich die Flucht vor seiner Familie zu ergreifen. Soweit
Krantorek wusste, arbeitete sein Ältester auf einem anderen
Handelsschiff als Navigator. Krantoreks Ehefrau und
Mutter seiner Jungs hatte unmittelbar nach der Geburt des
zweiten Kindes gemeinsam mit seinem damaligen
Navigator das Weite gesucht und ihn mit den beiden
Bälgern sitzenlassen. Wo sie sich jetzt herumtrieb, wusste
der Kapitän nicht und es interessierte ihn auch nicht im
Geringsten. Er wünschte ihr nur seit über zwanzig Jahren
die Pest an den Hals. Täglich, und voller Inbrunst! Einen
neuen Navigator hatte er nie eingestellt, sondern diese
Aufgabe selbst übernommen. Die Besatzung aus drei
Mann, einem nichtsnutzigen Jungen, einem altersschwachen
Säufer und einem halbwegs kompetenten
Kapitän ohne Geld zur Wartung seines Schiffes schlug sich
mehr schlecht als recht mit allen möglichen Aufträgen
durch. Dieser Auftrag war jedoch etwas Besonderes. Die
HARKETION war diesmal mit einem Schatten
unterwegs, etwas, was außer ihm niemand wusste. Weder
sein Sohn noch der alte Povellian waren in das einträgliche
Nebengeschäft eingeweiht.

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Seitenaufrufe: 30 mal Aufgerufen Am 27. Juni 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Science Fiction, SciFi, SF, space opera
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