Die Meerschweincheninsel

Die Meerschweincheninsel
Preis: 0,00 €
Autor:
Genres: Belletristik, Humor
Webseite: www.meerschweinchenimhuersland.de
Erhältlich: Als E-Book
Zahnbürstennirvana - Zahnbürsten scheinen ein eingebautes Verschwinde-Gen zu besitzen. Ist sonst ja nicht zu erklären, dass die kleinen Biester (es gilt: je kleiner, desto schneller futsch) ständig das Weite suchen. Im Kindergarten muss irgendwo ein Nest sein, in dem sie alle herumlungern und hämisch kichernd die Tiraden der Meckermuttis mitanhören („ SCHON WIEDER weg?? Susi/ Stefan/ Paul, wie MACHST du das bloß immer??!" usw.). Bei uns im Haus habe ich das Nest endlich entdeckt: Ich grübelte, während ich nachdenklich das Bad putzte, wie innerhalb einer Woche drei Zahnbürsten entwischen konnten. Nebenbei fiel mir auf, dass der Abfluss vom Waschbecken immer schlechter ablief, also, Stöpsel raus, mal gucken. Da! Da saßen nein hingen sie! Alle drei! Mitten im Abflussrohr. Wie waren die kleinen Scheißerchen denn dahin gekommen? In einer aufwendigen Befreiungsaktion operierte ich mit der Hilfe meiner patenten Freundin Sanni- oder eher Sanni operierte mit meiner wenig nützlichen Hilfe - die drei Patienten aus dem Rohr. Zwei Wochen später wurde der Abfluss bereits wieder verdächtig arbeitsunwillig. Ich ahnte es schon, bevor ich den Stöpsel rauszog, denn schließlich wurden bereits wieder zwei Zahnbürsten vermisst:
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Leseprobe

Die Weinprobe

Eines Abends bekam ich mitten in der heißen Phase des Kinderinsbettkämpfens einen Anruf. „Wir machen eine Umfrage zum Thema Wein“, zwitscherte die Dame am anderen Ende der Leitung. „Trinken wir nicht. Und das ist jetzt sehr ungünstig!“, knurrte ich.

Die muntere Dame ließ sich nicht abschrecken und säuselte was von drei kurzen Fragen, die sie so gern stellen würde. Na denn, was soll`s, dachte ich, die Gören kreischen so oder so.

Zwei Tage später rief sie doch glatteweg wieder an, juchu, ich hätte gewonnen. Na toll. Freu. Was denn? Eine Weinprobe, wie originell. Das war ja ein Zufall. „Na, dann schicken sie den Experten mal vorbei“, meinte ich nüchtern.

Am nächsten Nachmittag war Kinderwuselkaffee hier. Im Obergeschoß schlugen sich zwei Nervensägen die Köppe ein, unten im Wohnzimmer klauten sich Krabbelmonster die Kekse und verschmierten sie auf dem Teppich, erschöpfe Muttis saßen auf dem Sofa herum, als es klingelte.

„Wer sind Sie denn?“, fragte ich, leicht ins Unhöfliche fallend, den schnieken jungen Mann mit dem Köfferchen. „Ja, aber,…“, wagte er einzuwenden, und ich erinnerte mich vage an den Gewinnquatsch.

Er durfte im Chaos Platz nehmen, wir fanden sogar ein paar Weingläser im Schrank und los ging`s mit der Probiererei. Die trockenen Weine kamen schlecht an, die Muttis zeigten wenig Begeisterung. Langsam arbeiteten wir uns vor, bis wir bei Edelsüß landeten, kicher, gacker.

Mittenmang immer Kindergequietsche, tote Kekse, tieffliegende Teefläschchen und die Monster aus dem ersten Stock. Ach, war ja auch egal, ob die nun kreischten, und die paar Flecken auf dem Teppich, egal, und überhaupt, egaaaaaal!

Irgendwann hatten wir alle leichte Schwierigkeiten mit der klaren Aussprache, als wir die Weine beurteilen sollten. Aber was ein echter Weinvorführer ist, der kennt die Problematik und sieht höflichst über den einen oder anderen Nuschler hinweg. Ich kam mir vor wie in einem Loriot-Sketch.

Leder musste der nette junge Mann uns schließlich verlassen, und kaum schloss sich die Tür hinter den heftig winkenden, fröhlichen Hausfrauen, guckte mein Göttergatte aus seiner Höhle äh aus seinem Zimmer und musterte uns streng. Na ein Glück, endlich wieder Ruhe. Das Gekicher sei ja nicht zum Aushalten gewesen, und ob wir wohl auch ganz bestimmt nichts bestellt hätten? Naaaa? Neenee, beeilte ich mich zu versichern, fast gar nichts. Später am Abend fand er dann doch den Bestellschein, aber ich wälzte alles auf Sanni ab.

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Seitenaufrufe: 47 mal Aufgerufen Am 18. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Alltag, Erlebnisse, Familie, Kinder, Seltsames und Merkwürdigkeiten, Tiere
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